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Posts mit dem Label "Carriacou" werden angezeigt.

MOUSSE AU CHOCOLAT

Martina Unser Freund Martin hat uns beauftragt mit dem Säubern unseres Motorinnenlebens zu beginnen. Das bedeutet: * Ausgleichsbehälter täglich mit frischer Essigwasseressenz zu versehen, Motor starten und ca 1/4 Std laufen lassen, einwirken lassen, und dann wieder laufen lassen. Nachdem der Motor etwas abgekühlt ist, das helle und dunkle "Mousse au Chocolat" wieder aus dem Ausgleichsbehälter entfernen. Danach bei * wieder beginnen. Für Florian mit seinem Heißhunger auf Schokolade ist das eine echte Quälerei, schaut es doch so herrlich süüüüüüüüüüüß aus ;-))

MY LADY IN RED

Florian Meine Martina ist ja wirklich die beste Bordfrau von allen. Nicht nur, dass sie eine Künstlerin in kulinarischer Hinsicht ist, perfekte Hilfsdienste leistet, wenn ich wieder einmal als Mechaniker im Einsatz bin, als erster Ankeroffizier unsere ESPERANZA bislang immer gut verankert hat, ist sie auch eine ganz hervorragende Schneiderin und Designerin. Sie näht Segel und meine zerrissenen Hosen - und jetzt hat sie sich ein extravagantes Strickkleid angefertigt. Der Kapitän ist hocherfreut und stolz auf seine hübsche Bordfrau. Und meinem Bruder Martin wünsche ich heute am 30.März alles Gute zu seinem 49. Geburtstag. Genieße dein letztes Jahr der ersten Hälfte deines ersten Jahrhunderts!

DIE VERUNSICHERTEN

Martina Wir liegen nach wie vor in der Tyrrel Bay auf Carriacou und entspannen, recherchieren und beratschlagen was mit unserm Motor geschehen soll. Es ist ja wirklich nicht leicht wenn man kein Fachmann ist. Volvo Penta meinte, da muss ein neuer Motor rein, den greifen wir nicht mehr an. Mein Papa sagt, da müssen nur die Zylinderkopfdichtungen getauscht und der Motor von möglichen Verkalkungen befreit werden und fertig. Martin von der SY Alien meint, da gehört dann auch gleich ein ordentliches Kopfservice gemacht. So, und dann hat Florian und ich natürlich auch noch jeder eine Meinung dazu, und fertig ist das Chaos. Nach ein zwei Bieren in der "off the hook bar" mit Martin und Conny war der Schlachtplan fertig. Wir werden in die Grenada Marine zu einem anderen Volvo Penta Mechaniker segeln, dort die Zylinderköpfe abnehmen lassen, und unter der fachmännischen Beobachtung von Martin ein Kopfservice mit allem was dazu gehört machen lassen. Martin wird dem Mechaniker die ganze Z...

ABWECHSLUNG

Florian Ich habe in einem Geschäft zufällig erfahren, dass die regionalen Schul-Leichtathletikmeisterschaften hier auf Carriacou abgehalten werden. Zwei Schulen aus Hillsborough und eine von der Nachbarinsel Union Island traten gegeneinander an; nachdem Union Island zum Nachbarstaat St.Vincent & the Grenadines gehört waren es quasi sogar internationale Schulmeisterschaften. Nur die Oberstufen traten jahrgangsweise gegeneinander an. Gestern waren die technischen Bewerbe - heute die Laufbewerbe. Da musste ich natürlich hin und Martina war so nett mich zu begleiten - als Abwechslung. Es war Volksfeststimmung: bunt, laut, tausende Leute und das alles auf dieser kleinen Insel - die Organisation war wirklich sensationell. Und spannend war es auch. Viele Mädchen sind während und nach ihren Läufen zusammengebrochen und wurden vom Platz getragen. Oftmals gingen die Athleten und Athletinnen "vollgas" ins Rennen, nur um nach einer Runde erbärmlich zu verenden (und dann eben zusammen...

CARENAGE TYRELL BAY

Martina Wir genießen es das zweite Mal an einem Ort zu sein. Die Wahl wo man ganz gut essen gehen kann, wo es gutes Internet gibt, wann der Fischer und der Obsthändler mit einem lauten "hallo oh,  so lange ruft bis man endlich aus der Kajüte schaut, ist einfach. Heute haben wir Fisch gekauft, es ist ein "Red Snapper" geworden. Dieses mal haben wir hier in der Tyrellbay völlig unproblematisch einklariert. Danach ging`s auf eine herrliche Pizza mit Blick über die ganze Bucht, wo wir amerikanische Segelfreunde von der "Plan to Sea" getroffen haben. Die Beiden sind auch auf dem Weg nach Grenada, wo es sicher ein weiteres Wiedersehen geben wird. Heute sind wir mit dem Dingi in die Carenage gefahren, laut nautischem Revierführer ein Hurrican hole. Es ist nur bei angekündigten Hurricans erlaubt mit dem Schiff hinein zu fahren. Einige Schiffe haben es trotzdem nicht unbeschadet überstanden. Es wird auch seit Jahren an einer Marina gebaut, aber mit nur 2 Arbeitern auf d...

STREET PARTY

Überall auf der Insel sieht man herrlich bunte Plakate die für die Carneval Street Party werben. Da wollte Florian unbedingt hin. Kurz bevor wir mit dem Dingi an Land fahren wollten, kam eine sehr große Autofähre angefahren, und wir waren verdammt knapp zu diesem Anleger. Also wieder alles retour und Anker auf, wir müssen unser Schiff verlegen. Der schlechter Ankergrund hat uns 3 Ankermanöver abverlangt. Zu meiner Beruhigung ist Florian dann noch schnell ein mal zum Anker getaucht, und hat die Situation für ok erklärt. Also jetzt doch rein ins Dingi und ab zur Party. Als wir am Platz der Begierde ankamen, fanden wir dort gähnende Leere, fast keine Leute, aber rießige Boxen mit Musik die einem den Magen in Schwingungen versetzten die schon Schmerzhaft sind. Tote Hose, wir haben ein Bier getrunken und sind wieder zurück gefahren. In diesem Zeitraum von 2 Stunden sind wir doch wieder ca 30m gerutscht. Also wieder Anker auf und jetzt etwas weiter raus, ins etwas tiefere Wasser, hinter uns ...

SANDY ISLAND

Florian Sandy Island ist eine kleine Insel in der Bucht von Hillsborough – und jeder Segler hier kennt dieses kleine paradiesische Eiland. Also hin mit uns. Unter Motor und gegen 20 Knoten Wind tuckerten wir aus der Tyrell Bay „einmal ums Eck“ – und da lag sie – Postkartenkitsch vom Feinsten. Da Sandy Island in einem Marine Nationalpark liegt mussten wir EC 25,00 Eintrittsgebühr berappen. Dann aber gab´s kein Halten mehr.  Mit dem Dinghy und mit Taucherbrillen bewaffnet gings an den weißen Sandstrand. Das Wasser war angenehm klar und so genossen wir das Schnorcheln im Fischreichtum wie in einem Aquarium. Es war wunderbar! Anschließend tuckerten wir weiter und ankerten unsere ESPERANZA unmittelbar vor Hillsborough. Ein kleiner Spaziergang durch die Ortschaft bringt uns am Stadion vorbei, wo gerade ein Cricketmatch läuft – quasi Simmering-Kapfenberg oder Annaberg-St.Äegyd; bei Barbecue Hendl mit Pommes und einem Carib verfolgen wir die Angelegenheit – wir haben natürl...

HILLSBOROUGH

Heute ging`s mit dem Fahrrad im Dingi zum Strand, vorbei an gestrandeten Seglern, Aussteigern und Lebenskünstlern. Wir erkundeten die Hauptstadt von Carriacou. Ca 6km one way, Florian laufend und ich am Fahrrad, bergauf und bergab von der Tyrell Bay bis nach Hillsborough. Vorbei an Ziegen, frei laufenden Hühnern und Kühen, es erinnerte  mich an die Zeiten bei meiner Oma am Land - vor 40 Jahren. Hillsborough selbst ist wie schon im Reiseführer beschrieben nicht sehr spannend, es gibt einige sehr nette Strandbuden, alle servieren leider das gleiche Klumpert, Hamburger und Pommes. Florian hat seinen Arbeitsspeicher mit einem extra Burger wieder aufgeladen und dann ging`s auch wieder nach Hause.

KREUZFAHRT

Florian: Die Nacht in der Halifax Bay war angenehm ruhig. Wir wurden am Morgen von unseren Bootsnachbarn - das einzige Schiff in der Bucht außer uns - aufgeweckt, als diese den Anker lichteten. Dies nahmen wir uns zum Vorbild und lichteten ebenfalls um 7:00 Uhr den Anker - Martina sogar ohne Kaffee!!! Der Wind war noch sehr schwach, allerdings fast auf die Nase. So motorten wir nur mit dem Groß die Küste entlang; vorbei an Gouave - dem Heimatort des Helden von Grenada Kirani James - Weltmeister und Olympiasieger von London über 400m (43,87?); vorbei an der Kakaofarm, die wir besichtigt hatten und dann waren wir an der Nordspitze von Grenada und die Welle wurde höher. 5 sm nördlich von Grenada liegt ein unterseeischer aktiver Vulkan - "Kick em Jenny" - in ca. 150m Tiefe; man soll diese Gebiet großräumig umfahren. Nach kurzer Zeit stellten wir fest, dass wir nicht ostseitig am Vulkan vorbei kommen - also Genua raus und hart am Wind samt Strömung aus Ost konnten wir knapp westli...