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Posts mit dem Label "Guadeloupe" werden angezeigt.

DESHAIES RIVER

Martina Nach einigen Kleinigkeiten, die an Bord zu tun waren machten wir uns wieder zu einer netten Wanderung auf den Weg. In einem unserer Führer steht die Strecke entlang des Deshaies Flusses sehr nett beschrieben. Zuerst entlang eines betonierten Weges, und dann gibt es einige Pfade die man immer flussaufwärts verfolgen soll. Wir packen unsere Badehose ein, denn das klingt nach einem bevorstehendem Süßwasserbad. Wir starten um 13h bei größter Hitze und genießen, dass der Fluss vorwiegend unter dem dichten Blätterdach des Urwaldes liegt. Malerisch fließt das kleine Bächlein durch riesige Felsbrocken und schmiegt sich an beinahe senkrechte Steilwände. Die Pfade haben wir des öfteren nicht  gefunden, und so sind wir über die großen und kleinen Felsen im Flussbett geklettert. Florian hat´s ja leicht mit seinen langen Beinen und wundert sich immer wieder, dass ich das manchmal nur mit seiner Hilfe schaffe. Er würde sich wundern wie anstrengend so eine Wanderung mit so kleinen Füßen u...

AUFBRUCH

Florian Heute war also Aufbruch Richtung Norden. Geplant ist ein Zwischenstop in Deshaies an der Nordwestküste von Guadeloupe und am Montag - da sollte der Wind aus Südost kommen - hinüber nach Antigua. Um 8:30 Anker auf und mit 6-8 Knoten von den Les Saintes zur Südspitze von Guadeloupe. Offenbar hatten wir ordentliche Strömung, aber auch um die 15 Knoten Wind aus 90° Steuerbord - also Segeln vom Feinsten. Als wir ums Südkap herum waren ließ der Wind nach. Ich packte das Groß weg und - peng - fliegt mir die Befestigung der Grosschot um die Ohren. Eine Schraube ist gebrochen. Also Werkzeugkiste heraus, verstehen wie das Ding zusammengebaut ist, mühsames Zerlegen, passende Schrauben suchen, mit der Flex einige notwendige Adaptierungen vornehmen, Zusammenbauen - passt! Eine Stunde später war die Sache erledigt, während die ESPERANZA im Windschatten der Insel unter Motor nach Norden tuckerte. Da fällt mir auf, dass unser Voltmeter knapp unter 16 Volt steht. Ich messe an den Batterien nach...

FORT JOSEPHINE

Martina Heute geht´s mit dem Fahrrad im Dingi zur kleinen Insel Ilet à Cabrit auf dem die Überreste des 1777 gebauten Fort Josephine stehen. Der Anleger zerlegt sich zwar schon, aber das stört uns nicht, denn wir landen am Sandstrand in kristallklarem Wasser. Der Pointe á Cabrit ist ganze 79m hoch und dicht mit giftigen Bäumen und Kakteen bewachsen. Ein schmaler aber betonierter Weg führt uns bis zu den Ruinen des ehemaligen Fort Josephine. Nach der Zerstörung 1809 durch die Engländer wurde es ein :Lazarett, Frauengefängnis, Quarantänestation für ehemalige Sklaven aus China und Indien. Wir genießen den traumhaften Ausblick über die 7 Inseln und das glasklare Meer. Danach geht es zurück zur größten Insel Terre de Haut. Mit Fahrrad und Laufschuhen wollen wir an den Strand Plage de Pompierre. Dieser wurde uns schon auf Grenada empfohlen, also wollten wir ihn auch sehen. Alles sehr gepflegt, jede Menge Palmen und langer Sandstrand. Für uns ist aber auch die Süsswasserdusche am Strand ein H...

SAVOIR VIVRE

Florian In der Früh bin ich gleich um Stangenbrot (Bernhard Bartholmes nennt es doch tatsächlich so in seinem Karibikführer) gelaufen; damit waren die morgendlichen 5 km absolviert. Danach 10 Minuten Schwimmen, um mein Kreuz freundschaftlich zu stimmen. Anschließend gutes Frühstück (Banane und Schinken/Käse-Baguette mit weichem Ei). Danach kurz - zu Verdauungszwecken - Internetzen und schließlich mit Fahrrad und Laufschuh zum höchsten Punkt der Insel (Le Chameau, 309m) - fantastischer Ausblick über Les Saintes. Und schließlich zum Abkühlen weiteres Rumpfabschrubben. Danach klingt der Tag mit intellektuellem Essen aus. Thema unseres heutigen Abendessens: "Gummiadler" Das Hendl, das wir in Guadeloupe gekauft haben war bester Hartgummi. So etwas habe ich noch nie gegessen. Ich war der Meinung, dass ein Hendl niemals zäh sein kann - massiv gefehlt und wieder dazugelernt. Die Erörterung des Problems hinterlässt bei mir folgenden Lernerfolg: österreichische Hendln sind Hühner und H...

ES WACKELT

Martina Die alte Geschichte, mir ist schon wieder schlecht. Schuld daran ist, dass wir an einer Boje gleich neben der Wasserstrasse für alle Fähren hängen. Schon beim ersten Augenaufschlag fühle ich ein verstärktes Unbehagen in der Magengegend. Möglicherweise ist auch das eine oder andere Bier auf der Voodoochile schuld. Egal, wie auch immer, ich möchte hier weg, auf einen ruhigeren Ankerplatz. Wieder einmal stellen wir fest, dass wir nicht gerne an einer Boje hängen, denn irgendwann in der Nacht kommt immer der Moment wo die Boje gegen den Rupf schlägt, und dann ist es vorbei mit Schlafen. Wir fahren eine Bucht weiter in die Anse á Cointe, hier gibt es keine Bojenpflicht. Schon bei der Zufahrt zur Ankerbucht sind wir von der Schönheit fasziniert, schöner kann man es nicht haben. Jetzt lasse ich die Photos von meiner neuen Kamera sprechen, denn ich könnte diese Kulisse nicht in Worte fassen, die dieser Schönheit genüge tun! Zum Tagesabschluss gibts dann noch ein herrliches Steak in uns...

ALTE BEKANNTE

Florian Am letzten Morgen in Pointe a Pitre war ich noch Stangenbrot kaufen (ja so wird Baguette doch tatsächlich in unserem Reiseführer bezeichnet) und unser neues Bimini samt Sprayhood bezahlen. EUR 580,00 waren ein guter Preis und es passt jetzt auch alles. Für die 42 Tage in der Marina haben wir EUR 470,00 bezahlt; auch das war für die Hochsaison tadellos. Ich habe die Schraube unserer ESPERANZA im Schmutzwasser der Marina noch notdürftig gereinigt; sie war auf Grund des nahrhaften Ambientes hier (vom Geruch des Wassers haben wir ja bereits berichtet) vollkommen zugewachsen. Um 10:00 Uhr hieß es endlich "Leinen los" (die waren natürlich ebenso veralgt wie unser Rumpf) und hinaus. 10-15 Knoten erwarteten uns draußen am Meer. Unter voller Besegelung rauschten wir Kurs 187° Richtung Iles des Saintes. Durch den starken Bewuchs wurden wir ordentlich gebremst, aber um 15:30 Uhr öffnete sich vor uns die Einfahrt in die Bucht von Bourg des Saintes. Viele Segler, zwei kleine Kreuz...

DETAILARBEIT

Florian Beim Frühstück beäugen wir unser Bimini und finden da und dort noch Verbesserungswünsche. Insbesondere die Regensammelrohre sollten im achterlichen Bereich mehr Gefälle haben und die Falten an den Rändern sind auch unschön. Anschließend fahren wir Einkaufen. Auf meinem gestrigen Erkundungslauf habe ich einen großen Supermarkt (Geant) gefunden. Martina mit Fahrrad und ich mit Nike (eigentlich ja podotherapeutisch empfohlene Brooks) suchen wir den 3 km entfernten Supermarkt auf. Was in Österreich selbstverständlich und in einer Stunde erledigt ist, ist hier ein Halbtagesprogramm. Als um 14:30 Uhr die Schneiderin mit unserer Sprayhood (das ist quasi unsere Windschutzscheibe und das Bimini ist quasi unser Fetzendachl) noch immer nicht da ist, bauen wir das Bimini wieder ab und suchen sie in der Segelmacherei auf. Auf dem Weg dorthin kommt uns bereits ihr Gehilfe mit der neuen Sprayhood entgegen. Ich übernehme, zisch zurück auf die ESPERANZA und baue auf. Eine Rohrdurchführung ist z...

VERÄRGERT

Martina Mein Perfektionismus hat mich wieder gestraft. Der Klarsichtteil unserer Abdeckung für das Bugfenster wurde schon unansehnlich und der Weichmacher hat bereits begonnen klebrig zu werden. Jetzt war die Gelegenheit die Nähmaschine auszupacken und den Landstrom in der Marina zu nützen. Rasch war das Viereck aus einer neuen Klarsicht PVC Folie zugeschnitten, und ich dachte in einer Stunde bin ich fertig. Ha ha, liebe Martina, das hast du dir wieder so einfach vorgestellt. Frohen Mutes trenne ich das alte Material heraus und beginne das neue mit der Maschine hinein zu nähen. Doch die Maschine will nicht, sie schlupft, sie zieht, sie sticht nicht durch. Ich versuche es mit Seidenpapier oben und unten, ich öle und baue sogar die Vorrichtung für den gewachsten Faden auf. Alles sinnlos. Florian kommt und fragt mich irgend etwas und ich explodiere wie eine Maschinenpistole. Sofort versteht er, dass mich da etwas gröberes ärgert und versucht sich selbst an der Nähmaschine. Ebenfalls erfol...