Direkt zum Hauptbereich

Posts

Posts mit dem Label "Faaite" werden angezeigt.

WIEDER ZURÜCK

15.01.2017 Martina Die Nacht ist sehr heiß und Florian schläft an Deck. Er weckt mich um 5:30 Uhr in der Früh auf und ruft: "Aufstehen, wir haben Wind, wir segeln los!" Die Strömung im Pass ist nur leicht gegen uns, und so gleiten wir gemütlich um 6:00 Uhr ohne Welle aus dem Atoll von Faaite hinaus. Plan A: wir setzen die Segel und versuchen Kurs auf Raraka zu nehmen. Rasch wird klar, dass wir nicht so hart am Wind segeln können und Raraka auf direktem Weg nicht zu erreichen ist. Aufkreuzen ist Aufgrund der Entfernung bei Tageslicht auch nicht möglich. Plan B: nach Kauehi zu segel ist noch weiter weg und fällt auch aus. Plan C (mein Wunschplan) : zurück nach Fakarava wird jetzt doch umgesetzt. Es bläst eine sehr angenehme Brise mit entzückenden Schäfchenwolken und wir segeln gemütlichst aber trotzdem mit 5-6 Knoten unserem Ziel entgegen. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit SY Cinderella und auf die Möglichkeit im Dorf etwas frischen Proviant kaufen zu können. Wir rufen übe...

FLUGTRAINING

14.01.2017   Florian Die Sonne hat uns wieder und so unternehmen wir heute einen Passtauchgang. Um 13:00 Uhr bei einlaufender Strömung tuckern wir mit unseren Dingies zur äußeren Passeinfahrt und steigen mit unseren Tauchgeräten ein. Auch Barney von der OCEAN FEVER begleitet uns. Es gibt viele, viele Fische, keine Haie und wenige Farben – das ganze sieht nicht sehr freundlich aus. Aber dafür „fliegen“ wir von der Strömung getrieben 2 Meter über Grund durch den Pass – da geht’s wirklich dahin (geschätzte 5 km/h). Ich muss aufpassen, dass ich nicht an den scharfen Korallen streife. Bis weit in das Atoll hinein lassen wir uns tragen – und dennoch sind beim Auftauchen lediglich 25 Minuten vergangen und wir haben auch noch 115 bar in den Tauchflaschen; wir waren auch nur maximal auf 9 Metern – ein lustiges Flugtraining. Zurück am Schiff dreht der Wind binnen einer Stunde um 90° Grad nach Ost – und damit setzt Welle ein. Die Wettervorhersage war wieder einmal falsch bzw. kommt der Winddr...

GRILLFEST

13.01.2017 Florian Heute können wir das Grillfest von Martinas Geburtstag nachholen. Eine verfallene Fischerhütte m Strand mit einem alten Ölfass als Griller eignet sich dazu hervorragend. Auch Barney aus Pennsylvania von der OCEAN FEVER gesellt sich zu uns. Als uns die Grillglut vorzeitig zu schwach wird übernimmt seine thailändische Frau Meo das Feuer und in kurzer Zeit brennt wieder alles perfekt. Sie verwöhnt uns auch mit Trinkkokosnüssen, die sie fachgerecht mit ihrem Beil aufschlägt – sie ist damit aufgewachsen - gelernt ist eben gelernt. Nach einem frugalen Mahl klingt der Tag bei Gitarremusik und heimatlichen wie amerikanischen Gesängen aus. War wieder einmal anstrengend… p.s.: da ich mehrere Anfragen betreffend unsere weitere Route bzw. unseren Zeitplan erhalten habe hier unsere Pläne. Bis zur nächsten Taifunsaison (ab November) über Suwarrow (Cook Inseln), Tonga, Fidschi, Vanuatu und Neukaledonien nach Australien. Nach Ende der Taifunsaison ab ca. März 2018 die australische O...

PLATZWECHSEL

12.01.2017 Florian Die ESPERANZA dreht sich an ihrem Ankerplatz wie wild in der wechselnden Strömung der Tide. Also Anker auf und einen neuen Ankerplatz gesucht. Bei der ONOTOA verhängt sich beim „Anker auf“ der Anker ganz hervorragend und Helmut will schon die Tauchflasche auspacken, da sein Anker auf 10 Metern liegt. Ich schnappe mir die Taucherbrille und übergebe Martina das Schiff – das macht sie einigermaßen nervös. Der Anker hat sich perfekt zwischen zwei Korallenblöcken verzwickt, aber nach einigem Ruckeln lässt er sich doch befreien und ich kann zurück Martina ablösen (die ihre Aufgabe übrigens hervorragend erledigt hat). Der neue Ankerplatz liegt eine Meile nördlich, vor weißem Korallenstrand. Allerdings sind wir umzingelt von Korallenstöcken und können nicht näher als ¼ Meile vor dem Ufer ankern. Als alles sicher liegt, erkunden wir die Insel. Ganz seicht liegt die Riffplatte vor dem Strand und so müssen wir die Dingis ziemlich weit durchs Wasser ziehen. Am Außenriff sieht es...

HIMMLISCHES GEBURTSTAGSGESCHENK

11.01.2017 Florian Martina feiert heute ihren 53. Geburtstag. Das müssen wir natürlich entsprechend feiern. Gleich in der Früh bekommt sie von mir eine von mir selbst gefertigte Halskette, der Anhänger mit der Flex aus einer Muschel herausgeschliffen. Und von den ONOTOAS bekommt sie ein Stück Tiroler Speck – da strahlt sie übers ganze Gesicht. Im Inselgeschäft gibt es Hühnerflügerl, und so wollen wir Martinas Geburtstag bei einer netten Grillerei feiern. In der Bäckerei haben wir Baguette bestellt. Die werden 7 Tage die Woche in der Früh bei Bestellung am Vortag frisch gemacht. Davor gehen wir aber noch zur Post das Internet nützen. Die Post hat von 7:45 Uhr bis 9:45 Uhr geöffnet, aber wir dürfen nach 9:45 Uhr doch noch sitzen bleiben, denn die Angestellte hat eh noch irgendwelche Dinge zu erledigen. Als wir dort sind fängt es an zu schütten – aber wie aus Schaffeln. Wir flüchten auf die ESPERANZA – Sichtweite bei der Fahrt mit dem Dingi durch die Korallenstöcke 20 Meter – aber zum Glü...

FLUCHT

08.-11.01.2017 Florian Am 8. gönnen wir uns noch einen Strömungstauchgang im Südpass von Fakarava. Diesmal steigen wir weiter draußen ein und treiben an Korallenwänden, Haien und Millionen Fischen vorbei in das Atoll hinein. Martina ist fleißig und näht für unsere Campingsessel neue Überzügen. Die Sonne hat die alten bereits nach einem Jahr zerstört. Am 9. dreht der Wind. Franz von der CINDERELLA verabschiedet sich und begibt sich wieder zum Nordrand des Atolls, um seine Dagmar vom Flughafen abzuholen. Ich versuche erstmals mit der Flex Muscheln zu schleifen und das Ergebnis ist gar nicht so schlecht. Die Nacht wird für uns unangenehm. Der Wind dreht – entgegen allen Windvorhersagen - auf Nordwest und so liegen wir in den im Süden des Atolls sich aufbauenden Wellen. Martina ist am Morgen des 10. Jänners schon leicht grün im Gesicht. Was tun?? Nach Norden zum Nordrand von Fakarava müssten wir mühsam 30 Seemeilen motoren. Also Flucht nach Süden. Wir motoren durch den schwierigen Südpass ...