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Posts mit dem Label "Tahuata" werden angezeigt.

HAPATONI

Florian Nach einem ausgedehnten Sonntagsfrühstück sind wir an Land in die Sonntagsmesse. Es war diesmal eine Freiluftmesse, da die Bewohner aller vier Ortschaften auf Tahuata anwesend waren – und es war sogar (und das zum ersten Mal seit wir hier sind) ein Priester anwesend. Dieser Kirtag ist offensichtlich ein wichtiger Festtag für Hapatoni. Es war eine prächtige Messe. Die Menschen festlich gekleidet inmitten der üppig grünen Landschaft; verziert durch tausende Blumen. Auch hier tragen einige Mädchen und Frauen wunderschöne Blütenkränze. Es ist eine von zartem Duft umschmiegte Augenweide. Im Anschluss an die Messe gab´s ein Lunch-Paket, für das wir bereits gestern einen Gutschein gekauft hatten. Es ist eine interessante Sitte hier, dass man nach der Messe nicht gemeinsam isst, sondern ein verpacktes Essen mit auf den Heimweg bekommt. Also haben auch wir den Heimweg angetreten und uns von Hapatoni verabschiedet, um wieder hinüber nach Vaitahu zu tuckern, da dort der Ankerplatz besser ...

KIRTAG

Martina Gleich nach dem Frühstück entschließt sich Florian doch die Ankerwinsch noch einmal genauer nach einer möglichen Fehlerquelle zu untersuchen. Er zerlegt das Relais im Ankerkasten, alles ok. Dann schraubt er den Deckel der Ankerwinsch ab, löst alle Kabel und schaut sich den Elektromotor genauer an. Er entdeckt, dass sich bei einer Kohle eine  Metallspange  gelöst hat und deshalb dort kein Kontakt zustande kommen kann. Kleine Ursache große Wirkung, rasch gelöst. Florian baut gleich wieder alles zusammen, denn wir wollen zurück nach Hapatoni, zum dreitägigen Kirchenfest welches alle 4 Orte der Insel gemeinsam feiern. Ich schließe die Luken, während Florian bereits mit dem „Anker auf“- Manöver beginnt. Plötzlich höre ich panische Schreie und laufe sofort hinaus. Da kommt mir Florian schreiend und wild gestikulierend entgegen. Aus dem Weg, weg da! Geh schnell nach vor und schau wieviel Ankerkette noch unten ist, die Ankerwinsch hört nicht auf zu laufen, ich kann sie nicht s...

VAITAHU

Florian Die Korallen und Felsen haben uns in der Nacht gequält. Unsere Ankerkette hat daran gescheuert und uns den Schlaf geraubt. Unsere Ankerwinsch streikt beim ersten Versuch, Florian schaut alle Stromkabeln durch, putzt sie und befreit sie von Korrosionsspuren. Er erkennt keinen wirklichen Grund warum die Ankerwinsch gestreikt hat, aber jetzt geht sie wieder. Also mit einstündiger Verzögerung geht es dann doch „Anker auf“ und wir tuckern die 2 sm nach Vaitahu.  Vaitahu ist die Hauptstadt von Tahuata. Es ist wesentlich zivilisierter als Hapatoni. Die Straßen sind betoniert, es gibt eine sehr schöne Kirche, die aus Ballaststeinen von Schiffen errichtet wurde, eine Post und Rathaus, wo wir auf Internet hoffen. Es gibt allerdings nur einen absolut abenteuerlichen Anleger. Zwar ist eine Renovierung der Hafenanlage angeschrieben, allerdings steht dabei weder eine Jahreszahl, wann die Bautätigkeit begonnen noch wann sie fertig sein soll. Offenbar ist die Tätigkeit abgebrochen; wahrsch...

HAPATONI

Florian Hapatoni ist der südwestliche Ort auf Tahuata. Es klingt ja wie ein Fitnessgetränk oder eine Schischuhmarke, aber es ist ein kleiner verschlafener Ort inmitten dichter Vegetation. Das Versorgungsschiff kam gerade und lud  Ölfässer für das örtliche Kleinkraftwerk aus, das 12 Volt für die Beleuchtung der Wege produziert. Kinder singen in der Schule, die sich im freien abspielt an kunstvoll geschnitzten Tischen; hier sind die Brettspiele gleich in den Tisch geritzt. Die Kirche ist sehr stimmungsvoll aus wuchtigen Steinen. Wir spazieren die einzige Straße entlang, bis auf den Hügel in der Mitte der Bucht. Dort stehen ein weißes Kreuz und eine Christusstatue in einem Marterl, die in der Nacht angeleuchtet wird und eine gute Landmarke abgibt. Die Ortschaft ist zwar sehr einfach, aber auch sehr gepflegt. Man geht wie durch einen Park voll von Blumen, Palmen und grünen Wiesen – sehr schön. Die Umgebung von Hapatoni ist so steil wie auf Fatu Hiva und mein Laufrelief hinauf auf 500m ...