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Posts mit dem Label "Tikehau" werden angezeigt.

TUAMOTUS ADE

15./16.03.2017 Florian Die Nacht war ein wenig unruhig, da der Wind "aufgedreht"  und sich an unserem Ankerplatz neben dem Pass von Tikehau Welle gebildet hat. Wir werden daher bereits um 6:00 Uhr aus dem Schlaf gebeutelt. Um 5:40 Uhr ist Hochwasser, 7:45 Uhr gehen wir Anker auf und durch den Pass - problemlos - 2 Knoten auslaufende Strömung und keine Welle - so gefällt uns das - Tuamotus Ade!! Bei gemütlichen 10 - 12 Knoten Wind segeln wir im Wellenschatten von Tikehau Richtung Tetiaroa, dem Atoll 30 sm nördlich von Tahiti, das einstmals Marlon Brando gehört hat, und das er beim Filmdreh zur "Meuterei auf der Bounty" gekauft hat. Wir verlassen den Wellenschatten und eine unruhige Welle baut sich auf, dafür ist der Wind stark genug, um uns stabil segeln zu lassen. Die Angel ist natürlich draußen und ich fange einen Tölpel (nomen est omen), den wir aber nicht essen. So gehts in die Nacht. Wir waren seit 3 Monaten nicht mehr auf hoher See und bei so einer Nachtfahrt i...

INNEN UMADUM

14.3.2017 Martina Florian hält an dem Plan fest das gesamte Atoll Tikehau zu erkunden. So verlassen wir unseren geschützten Ankerplatz gleich nach dem Besuch des Garten Eden und segeln einige Meilen gegen den Urzeigersinn weiter. Jetzt ankern wir vor dem ehemaligen Hauptort von Tikehau, ehemalig deshalb weil er 1906 von einem Taifun völlig zerstört wurde. Heute leben nur noch wenige Menschen hier, die von Kopra herstellen und verkaufen. Uns bleibt noch Zeit das Außenriff nach Muscheln und Schnecken abzusuchen und wir sind sehr erfolgreich. Ein selten schöner weißer Außenriffstrand und dahinter große blaue Wellen, die sich an der Riffkante aufstellen und brechen. Dies ist wieder ein besonderer Platz, denn wir finden hier erstmalig tote grüne Seeigel mit ihren grünen kurzen Stacheln. Etwas weiter im Südosten von Tikehau waren es Unmengen von Geldkauris, in Apataki waren es Kegelschnecken und in Fakarava waren es Schlangenkopfkauris. Die Natur ist einmalig. Am Abend fragt Florian noch das...

GARTEN EDEN

12.3. und 13.3.2017 Martina Wir verlassen nach dem Frühstück unseren Ankerplatz und segeln Richtung Garten Eden. Der Wind bläst uns wieder einmal auf die Nase und Florian entscheidet, dass wir Segel setzen und aufkreuzen. Die Sicht ist gut und so sitze ich wieder am Bugsprit und halte nach diversen Untiefen Ausschau. Unser Anker fällt auf weißem Sandboden mit einigen Korallenköpfen. Heute sollten wir keine Windüberraschungen erleben und nach zwei Nächten wieder ruhig und entspannt schlafen. Am nächsten Morgen fahren wir mit dem Dingi zum Garten Eden. Es erwartet uns ein sehr gepflegter langer Bootsanleger mit einigen Wasserbungalows. Große Plakate werben für diesen Garten Eden der von Taiwanesen bewirtschaftet wird. Die Sekte „Prophet of all nations“ wurde 1993 von Eljah Hong aus Taiwan gegründet. Kernbotschaft dieser Sekte ist natürlich zu leben, wie es im Garten Eden der Fall war – also vor allem biologische Landwirtschaft betreiben. Elijah Hong eröffnete den ersten Garten Eden hier ...

LEGERWALL

10.03.2017 Florian Legerwall bezeichnet das Ankern vor nahem Land in Lee – also ganz schlecht. Aber wir sind ja mittlerweile erfahrene Segler und ankern nie auf Legerwall. Der Wind kommt derzeit von Osten und wir haben daher gestern vor dem Motu der Adventisten im Schutz der Ostküste von Tikehau geankert. Mitten in der Nacht bin ich durch starkes Schaukeln aufgewacht. Der Wind hat auf West(!) gedreht und wir lagen daher auf Legerwall – und die Welle war natürlich ebenfalls auflandig und hat uns ordentlich durchgebeutelt. Zwar war der Wind nicht stark (so um die 10 Knoten), aber die Welle hatte es in sich. Ein Verlegen in der Nacht war illusorisch, da wir mitten zwischen Riffen geankert haben (wie das in Atollen halt so üblich ist). Heute Morgen gehen wir daher gleich Anker auf und weg von hier zu einem kleinen Motu, in dessen südlichem Schutz bereits zwei Franzosen ankern. Dort angekommen finden wir einen guten Ankerplatz und die CINDERELLA ankert auch gleich hinter uns – alles wunderb...

ZERBROCHENE TRÄUME

09.03.2017 Florian Wir verabschieden uns vom Dorf Tuherahera. Die zwei Nächte an der Mole waren höchst angenehm, aber wir segeln einige Meilen nach Nordost zu einer verlassenen Siedlung der Sieben-Tage-Adventisten. 5 Häuser und Nebengebäude – alles seit ca. 2006 verlassen – da sind wohl einige Träume vom sorglosen Leben in der Südsee zerbrochen. Die Wassercontainer bei den Häusern sind voll funktionsfähig und blattleben mit gutem Regenwasser gefüllt. Wir füllen unseren Tank voll, duschen wieder ausgiebig und waschen unsere Wäsche. Man hat viel hinterlassen – das meiste unbrauchbar, aber auch einige verwendbare Sachen; ein brauchbarer Bohrersatz (ich breche eh genug ab), ein Delphin als Flaschenöffner (eher kurios aber ein gutes Andenken), eine optisch gute Bohrmaschine und ein 9,9 PS Johnson Außenbordmotor. Ich finde auch zwei große Bambusmatten und wir legen uns erstmals seit ewigen Zeiten – sandfrei – an den Strand. Die Bohrmaschine funktioniert nicht gleich. Ich kann sie aber zerleg...

WELTFRAUENTAG

Martina 8.3.2017 Florian geht mit Erwin von der SY Sagitta laufen, und ich gehe mit Lambrini spazieren. Soweit der Plan, aber es kommt ganz anders. Wir beiden Damen schauen neugierig in den Veranstaltungsraum der Kirche und werden sofort von einer Mann/Frau aufgeklärt was hier los ist. Es ist nämlich Weltfrauentag heute und die Damen aller verschiedener Religionen feiern diesen Tag gemeinsam und wir sind auch herzlich eingeladen. Das lassen wir uns nicht zwei Mal sagen und treten ein. Einige Damen kochen, die anderen werden geschminkt und frisiert. Auf zwei Tischen sind weiße Baumwolltücher gespannt, die gerade begonnen werden zu bemalen. Die Künstlerin Judith zeigt den örtlichen Damen wie man diese Pareos mit traditionellen Blumenmustern bemalt. Ich bekomme auch einen Pinsel und Stofffarbe und schon geht es los. Bunte Hibiskus- und Tiareblüten und Blätter strahlen nach wenigen Stunden auf dem Gemeinschaftswerk. Um 12 Uhr sind die Tische gedeckt und wir wollen uns verabschieden, denn e...

TUHERAHERA

07.03.2017 Florian Das Versorgungsschiff DORY ist für heute angesagt und nach längerem Warten sehen wir es auch durch das Atoll zur Ortschaft fahren. Also „Anker auf“ und hinüber ins Dorf Tuherahera. Wir legen an der Innenseite der Mole an; seit fast 3 Monaten waren wir nicht mehr an einer Mole, aber das Anlegemanöver gelingt uns wunderbar. Martina geht Einkaufen und ich ziehe eine Laufrunde und erkunde die Ortschaft; sie ist gepflegt, viel Grün, nette Häuser. Am einen Ende des Ortes endet das Motu in einer kitschig-türkisen Lagune und am anderen Ende der Ortschaft liegt der Flughafen – Distanz dazwischen 3,5 km – also eigentlich ziemlich lange, und es gibt zwei(!) Straßen – für hiesige Verhältnisse eine „Großstadt“. Und da es in dieser „Großstadt“ auch ein Snack gibt, lassen wir uns am Abend mit Huhn und Steak und Pommes Frites verwöhnen – hier gefällt es uns.

ABENTEUERLUSTIG

Martina 5.3. und 6.3.2017 Immer wieder staunen wir, wie viele österreichische Schiffe unterwegs sind. Gestern in der Früh ist die SY Plastik Plankton (aus Wien) nach Papeete aufgebrochen, und am Abend hat die SY Sagitta (aus Wien) neben uns ihren Anker in den weißen Sand fallen lassen. Scheinbar sind die Österreicher abenteuerlustig. Wir treffen bis auf Franzosen kaum andere Europäer. Wir haben die beiden nur zwei mal kurz getroffen (Panama und Bora Bora), doch nach wenigen Momenten haben sich unsere Segelwege wieder getrennt. Wir verabreden uns zu einer Grillerei auf einem ganz in der Nähe unseres Ankerplatzes gelegenen Motu. Davor wollen wir aber noch ins Tikehau Pearl Beach Resort, um ein Eis essen zu gehen. Dagmar und ich ziehen nach langer Zeit wieder einmal ein Kleid an und die beiden Herren tragen ihr Sonntagshemd. Laut Auskunft anderer Fahrtensegler darf man die Anlage, wenn man kein Hotelgast ist, nur in ordentlicher Kleidung betreten. Es wäre schade gewesen, hätte man uns nic...

DER TYPISCHE SAMSTAG

04.03.2017 Florian Wir und auch die CINDERELLA brauchen Benzin für unsere Dingis, also "satteln" wir unsere ESPERANZA, laden Franz und Dagmar auf und segeln gemütlich die 2,5 sm ins Dorf an der Südspitze von Tikehau. Das Dorf - Tuherahera - ist sauber, gepflegt und verschlafen. Beim Bäcker gibts auch Benzin. Brot kann man hier am Vormittag bestellen und am Nachmittag abholen. Wir wollen nicht so lange warten, denn wir wollen Grillen fahren. Unsere Damen gehen noch ins Geschäft einkaufen, wir Männer tragen den Sprit zurück ins Dingi und holen 4 Wasserkanister, die wir im Geschäft befüllen wollen. Als wir zum Geschäft kommen, ist dieses bereits zu - Mittagspause. Wir gehen zurück zum Hafen, als eine Frau unsere leeren Kanister sieht und uns einlädt diese an ihrem Wassertank zu füllen - Polynesische Freundlichkeit! Wir tuckern durch die Riffe zurück zum Ankerplatz, beladen unsere Dingies wieder und ab gehts zum kleine Motu mit der verlassenen Fischerhütte. Dort finden wir einen ...

ROSA SAND

Martina Tikehau, unser letztes Atoll in Französisch Polynesien entwickelt sich für uns zu einem Höhepunkt in den Tuamotus. Unberührte Motus bedeckt mit feinem rosa Korallensand und stramm gewachsenen Kokospalmen bringen uns den Vorstellungen des Südseeparadieses sehr nahe. Der Tourismus ist hier absolut zu vernachlässigen. Wir ankern zwar vor einer sehr netten Hotelanlage mit Wasserbungalows (sonst hätten wir kein Internet), aber es sind kaum Gäste zu sehen. Im Allgemeinen machen die Urlauber auch so eine Art Atollhüpfen, das heißt, sie bleiben meistens nur 4 Tage auf einem Atoll und dann geht es weiter zum Nächsten. Wer so weit fliegt, möchte natürlich nicht nur ein Atoll sehen. Wir erkunden die Unterwasserwelt und finden viele schöne und auch einige neue Schnecken. Den um uns herumschwimmenden Schwarzspitzenhaien schenken wir mittlerweile keine Aufmerksamkeit mehr. Florian war so vertieft auf der Schneckenjagd, dass er danach meinte: "Hier gibt es gar keine Haie!" Falsch, d...