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Posts mit dem Label "Grenada" werden angezeigt.

TAUCHEN

Florian Der Tauchkompressor läuft und so stand einem Tauchgang nichts im Wege. Auf Grund der unruhigen See konnten wir nicht zum äußeren Riff der Le Phare Bleu Bucht, sondern versuchten unser Glück im Schutz einer kleinen Insel innerhalb der Bucht. Das Wasser war trüb von aufgewühltem Sand, die Sichtweite daher nur etwa 5 Meter und der Meeresgrund war an dieser Stelle auch nur maximal 4,5 m tief, aber wir sahen viele schöne Fische und eine Muräne. Nach 20 Minuten hatten wir genug - Tauchgang erfolgreich absolviert. Der Kompressor füllte meine Flasche wieder gut auf - Test gelungen. Leider ist Martina´s Aladin Tauchcomputer nach dem Tauchgang abgesoffen. Wie das ging können wir uns nicht erklären. Am Abend war dann Österreicher Abend angesagt. Im Restaurant "Little Dipper" trafen sich 12 Österreicher (Florian und Eva sind zwar aus Bayern, aber das ist nah genug) und plauderten über Schifahren, die nächsten Ziele und die heimatliche Vorweihnachtszeit, die wir alle vermissen.

BROT MIT LIEBE

Martina Gleich nach der Ankunft von Tobago auf Grenada haben wir von einer Polin gehört, die gerne und wunderbares Brot für die Le Phare Bleu Marina bäckt. Natürlich haben wir die diversesten Brote gleich in den nächsten Tagen ausprobiert, und sie sind wirklich ausgezeichnet. Ein paar Tage darauf habe ich Dorotha aufgesucht, und sie gebeten mir einige Tipps für meine Brotbackkünste zu geben. Sie hat sich sehr gefreut, dass ich sie angesprochen habe und dass uns ihr Brot so gut schmeckt. Ich habe sie auf Grund des netten Gespräches zu uns aufs Schiff eingeladen. Sie kam mit ihrem kleinen Dingi und ihrem 2,2 PS Außenborder auf die Esperanza. Ihre Geschichte ist beeindruckend, denn sie ist keine gelernte Bäckerin sondern Englisch Lehrerin. Backen war und ist ihre große Leidenschaft, sie hat all ihre Köstlichkeiten photographiert und sich dann bei Jana und Dieter beworben. Die Beiden haben sie vom Fleck weg angestellt und so steht sie jetzt 6 x pro Woche um 6 h in der Früh in der Küche und...

REGATTA

Florian Sonntag war Regatta beim Petit Calivigny Sailing Club - und wir natürlich dabei. Da Martina nicht gewinnen sondern nur "zum Spaß" mitfahren wollte, starteten wir in beiden Bootsklassen - Hobbie Kat und Laser (um je 30,00 EC Startgeld). Es waren Match Races, also immer zwei Botte gegeneinander - sie haben auch nur 2 Hobbies und 2 Laser. Die Auslosung ergab, dass wir gleich die erste Wettfahrt des Tages mit dem Hobbie absolvieren durften. In der Bucht von Le Phare Bleu war ein Kurs ausgeflaggt, der Wind war sehr böig. Der Start war eigenartig, unser Konkurrent 20 Meter neben uns hatte Wind und zog davon, wir standen in der Flaute - verhext. Dann kam endlich Wind und wir nahmen die Verfolgung auf. Wir hatten die gesamte Wettfahrt circa 10 Bootslängen Rückstand. Bei der letzten Boje entschied sich unser Konkurrent seinen Mast zu verlieren (womöglich durch eine zu schroffe Halse), sodass wir an ihm vorbei als erste ins Ziel glitten. Die Wettfahrt wurde nach Reparatur späte...

ABSCHIEDS-HASH

Florian Wir wollen ja nächste Woche endlich unsere Reise nach Norden fortsetzen, und so war heute mein letzter Hash. Die Strecke wie immer steil, hinauf, hinauf, hinauf, dann sehr rutschig hinunter. Shamal hat diesmal den falschen Weg gewählt und ich den richtigen, auch konnte ich auf den Straßenstücken aufs Tempo drücken, sodass ich schlussendlich nach 5,7 km und 40 Minuten Laufzeit als erster im Ziel war - 6 Minuten vor Shamal. Die Party anschließend war besonders nett und ich wurde von den Hashern mit einem Dotty-Potty und einem kräftigen Down-Down (das ist eine Bierdusche) verabschiedet - wofür diese Strafen? - keine Ahnung, aber der Hashmaster hat immer Recht (so ist das in inquisitorischen Verfahren). Die Hashes waren für mich das Highlight auf Grenada - ich werde sie vermissen!

BALLETTRATTEN

Martina Freitag war wieder Ballettunterricht angesagt. Ich hatte wieder zwei Klassen hintereinander, aber dieses mal mit viel mehr Schülerinnen. Wirklich faszinierend ist der Ehrgeiz den diese Mädchen haben. Ich hätte das davor hier in der Karibik nicht für möglich gehalten. Ganz besonders süß finde ich die immer größer werdenden Augen, wenn ich eine Übung vorzeige. Sie sind es nämlich überhaupt nicht gewohnt jede Woche neue Schrittkombinationen zu machen. Die Mädchen schauen dann mit immer größer werdenden Augen hilfesuchend zu ihrer Lehrerin und dann wieder zu mir, leicht verzweifelt aber sehr willig. Ihre Lehrerin schreibt sich meine Übungen und meine Korrekturen auf. Teilweise filmt sie auch mit, damit sie ja nichts vergisst. Es wäre schön länger hier zu bleiben und den Fortschritt bei den jungen Ballerinas zu sehen. Doch laut Wetterbericht sollte sich kommende Woche das Wetter beruhigen. Wenn´s dabei bleibt, segeln wir am Donnerstag Richtung Martinique.

STEIRERECK

Florian Zunächst war es heute wie verhext. Das Bordfahrrad hatte einen Patschen im Hinterreifen. Ich bin bei strömendem Regen zum Geschäft zwei Buchten weiter gelaufen und habe zwei neue Schläuche gekauft (so ist das auf einem Schiff, immer gleich eine Reserve anlegen). Als ich den Reifen wieder montieren wollte, passte die Kette nicht mehr. Wer kennt das nicht - der Kettenspanner ist irgendwie verdreht und die Kette will und will einfach nicht mehr passen. Es ist zum verrückt werden. Schließlich habe ich das halbe Fahrrad zerlegt, um die Kette - natürlich ohne Kettenschloss - auszubauen, richtig zu drehen und das Fahrrad dann endlich wieder zusammenzuschrauben. Wie das passiert ist, ist mir ein Rätsel. Nachdem ich meine dreckverschmierten Hände endlich wieder halbwegs sauber geschrubbt hatte, ging´s  mit den übrigen Österreichern zum Italiener Abendessen. Österreich ist hier eine Segelgroßmacht - und besonders viele Steirer, die nebeneinander ankern - das Steirereck. Auch einen Ne...

DIE ALTE GESCHICHTE

Martina Immer wieder das Gleich, wir sitzen im Dingi und wollen irgendwohin fahren, und der Außenborder springt nicht an. Florian reißt schon das zehnte Mal an dem blöden Starter, NICHTS. Ich habe schon gelernt zu schweigen und schaue am Besten ganz wo anders hin. Wenn ich so vor mich hin pfeifen könnte, wäre das der beste Moment. Florian kontrolliert Choker, Benzin, etc, Deckel auf, herum schrauben, Deckel zu, einige neuerliche Startversuche, und dann springt er doch an. Entnervt fahren wir zurück zu Mike in die Palm Tree Marina, wo der Außenborder ja erst vor einigen Tagen ein Service bekommen hat. Mike nimmt sich sofort unseren Motor zur Brust und findet den möglichen Fehler. Wir haben ja vor einiger Zeit unsern Dingischlüssel verloren und einen neuen gekauft. Und jetzt stellt sich heraus, dass dieser etwas zu dünn ist, und wenn er nicht ganz perfekt sitzt eben keinen Kontakt herstellt und dann natürlich nicht anspringt. Typische Kettenreaktion, kleine Ursache große nervenaufreibend...

BACK AT WOBURN

Martina Noch schnell eine Dusche in der Le Phare Bleu und dann hieß es um 15h Leinen los. Der Wind und die Welle haben schon eingesetzt und so ging es gegen die Strömung mit nur 2 Knoten raus aus der Marina. Unsere Esperanza hat gleich einige kräftige Salzwasserduschen bekommen, da wir so gegen die Welle gestampft sind. Das Gute daran war, dass wir nur einmal ums Eck mussten. Jetzt liegen wir wieder auf unserm alten Platz vor der Brücke zu Hog Island, den Nicola und Sylvie für uns frei gehalten haben ;-)) Nach unserem Ankermanöver habe ich einen Heißhunger auf Wiener Schnitzel bekommen. In meiner kleinen Kühlbox ist noch ein schönes Stück selbst eingeschweisstes Schweinskarree, also los ging´s. Die Brösel in der Karibik lassen zwar zu wünschen über, aber es hat trotzdem geschmeckt. Übrigens unsere ersten Wiener Schnitzel an Bord der Esperanza. Herrlich!!

ADIEU LE PHARE BLEU

Martina Wir haben schon wieder eine Woche in der "Le Phare Bleu Marina" verbracht. Ja wir fühlen uns einfach sehr wohl hier, aber nun ist es Zeit diesen wunderschönen Ort wieder zu verlassen. Für die nächsten Tage ist eine Schlechtwetterfront angesagt mit starken Winden, und die verbringen wir lieber vor Anker. Denn das Reißen an den Leinen geht uns durch Mark und Bein, abgesehen davon ist es dann auch nicht mehr gemütlich an Bord, die Leinen ächzen und werden kaputt. Ich war noch schnell mit Jana auf ihrem Feld und habe noch einige Kräuter auf unsere Esperanza gebracht. Das Feld haben wir ja schon im Jänner im Rohzustand gesehen, und jetzt wächst und gedeiht alles. Wie schon gesagt regnet es noch immer für diese Jahreszeit viel zu viel, und Jana blieb mit ihrem Allrad auf dem steilen Hang hängen. Nun bleibt das Auto so lange dort, bis sich das Wetter endlich beruhigt und es wieder auftrocknet. Auch meine Wäsche hängt seid 2 Tagen, jedes Mal kurz bevor sie trocken ist, beginn...

GEDENKLAUF

Florian Heute Morgen habe ich ein e-mail erhalten, dass mein Laufkollege Andreas Hahnreich letzte Nacht seinem Krebsleiden erlegen ist - mit 50. Der Grenada Halbmarathon wurde daher für mich ein Gedenklauf an Andi. Beim gestrigen Hash haben sowohl Shamal, als auch ich erklärt, dass es unser Hauptziel ist den jeweils anderen zu besiegen - also vorbei mit der Gaude. Der Start war wie immer chaotisch - Grenada eben. ca. 120 Starter, bei der Startaufstellung ganz vorne die Kinder, dann die Frauen und dann die Männer - sehr g´scheit?!? Die Creme de la Creme der Grenadischen Läufer war vollständig am Start bei dieser größten Grenadischen Laufveranstaltung. Das Wetter war perfekt (für Grenada) - wolkig, kurz davor hatte es noch geregnet, also ca. 28 Grad, Luftfeuchtigkeit 99 %,  aber keine Sonne. Die Meute stürmte los und ich fand bald meinen Rythmus - Shamal im Blickfeld. Die Strecke ging Hügel rauf, Hügel runter, Hügel rauf, Hügel runter - sehr anspruchsvoll. Ich überholte Läufer um Läu...

FRAU INGENIEUR

Florian Martina hatte eine super Idee. Unser Tisch im Cockpit wird ja von einem Seil fixiert (also eigentlich wird das Ruder festgesetzt, an dem der Tisch befestigt wird), der den Sitzbereich in zwei Teile teilt, sodass man zu viert immer 2 Personen achtern und zwei Personen vor dem Seil sitzen hat. Wenn sie in der Nacht nicht schlafen kann, dann verbessert sie in Gedanken immer unser Schiff. Und dann hat sie das Seil abmontiert und das Ruder unter dem Traveller der Großschot fixiert - funktioniert gut, das Ruder ist fixiert, der Tisch hält und kein Seil trennt nunmehr die Sitzenden - wir haben endlich einen "großen" Tisch im Cockpit. Und meine Uhr hat sie auch repariert, nachdem der Industriesuperkleber vom Kirtag in Annaberg das Uhrband immer nur einige Tage geklebt hat, bevor er sich wieder gelöst hat. Martina hat nun das Uhrband genäht und mit einem Stück unserer Sonnenblende ummantelt - passt, sitzt, wackelt und hat Luft - einfach perfekt. Ich habe einfach die beste Frau...

160.000

Martina Heute wollen wir uns wieder ein Mal herzlich bei euch bedanken. Über Nacht habt ihr die unglaubliche Anzahl von 160.000 Klicks auf unseren Blog geknackt. Eure Begeisterung für unsere Segelreise ist unglaublich und wunderschön. Zu wissen, dass ihr uns nicht vergessen habt ist uns beiden sehr wichtig, also brav weiterlesen. Der Weihnachtsputz an sämtlichen Nirostateilen wird durch die vielen Regengüsse auch nicht fertig, das verschafft uns Zeit, um uns weiter ums Innenleben der Esperanza zu kümmern. Denn seit wir wieder zurück auf Grenada sind regnet es fast pausenlos. Es ist zwar angenehm warm, aber schön langsam wird es feucht und ungemütlich im Schiff. Die wenigen Echtledersachen wie z.B. Geldbörse und Schuhe setzten Schimmel an. Im Kasten beginnt es zu miefen, und wir räumen lieber einmal alles aus und versuchen zu lüften so gut es geht. Das einzig Lästige an dem vielen Regen ist, dass wir in der Nacht ständig am Luken auf und zumachen sind. Regen - heiß - Regen - heiß - Rege...

IN DEN TIEFEN DER ESPERANZA

Florian In der Früh gab´s hervorragenden Schweizer Honig von Marianne und Philipp - treue Bloggleser, die uns ihren selbstgemachten Honig nach Grenada geschickt haben. Das war schon sehr, sehr nett! Danke vielmals!! Arbeit war auch wieder angesagt. Unser Dieseltank hat schon seit einiger Zeit Roststellen. Eigentlich ist der ganz Tank ja mit so einem Plastikanstrich überzogen, doch wo dieser beschädigt ist rostet der Tank. Also ab in den Bauch der ESPERANZA. Mit dem Schleifpapier habe ich die Roststellen abgeschliffen, gereinigt, mit Rostumwandler zwei mal eingelassen, und anschließend alles mit Hammerit (Rostschutz) gestrichen. So, jetzt sollte der Tank sobald keine Roststellen mehr ansetzen. Martina hat heute wieder Ballettunterricht in St.Georges gegeben. Geplant war eine Klasse, aber Cecilia, die Leiterin hat sie dann um eine weitere Stunde gebeten. Alle waren begeistert, nächste Woche soll Martina wieder unterrichten. Am Abend war Konzert in der Le Phare Bleu Marina. Sabrina diesma...