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Posts mit dem Label "Turks and Caicos" werden angezeigt.

COCKBURN HARBOUR

Florian Cockburn Harbour ist der Hauptort (bzw. der einzige Ort) von South Caicos und der zweitgrößte Ort des Landes. Es geht - freundliche ausgedrückt - entspannt zu. Einige Dinge erstaunen mich hier: man bekommt keine Flagge der Turks and Caicos (TCI). Die Drehscheibe sämtlicher Informationen und Services ist Mr. Cox, der Eigentümer des größten Greißlerladens samt angeschlossener (ich nehme an einziger) Tankstelle der Insel. Laut der dort ausgehängten Wählerevidenz gibt es auf South Caicos 317 wahlberechtigte Personen - dafür ca. 20 Kirchen, durchwegs gepflegt. TCI ist eine britische Kolonie, jedoch laut Auskunft der Einreisebeamtin nicht Mitglied der EU. Dennoch stehen hier viele nagelneue Häuser, die mit Geld des EU Wiederaufbaufonds errichtet wurden. Kein Haus eines Einheimischen sieht so toll aus, wie diese von der EU finanzierten. Während wir unsere Wäsche in der örtlichen Münzwäscherei waschen lassen erkunden Martina mit Fahrrad und ich laufend die Insel. Das nagelneue Flughafe...

ÜBERFAHRT SOUTH CAICOS

Martina Leider hat sich das Wetter an die Vorhersage gehalten. Nach einem herrlichen windstillen Tag, kommt wie auf Knopfdruck gegen 17 h der N-Wind auf. Kein Problem, denn wir liegen sicher und Florian steckt noch 20 Meter Kette dazu. Wir stellen auch noch zusätzlich den Ankeralarm. Sicher ist sicher dachten wir, mit unserem Ankeralarm schlafen wir doch etwas besser. Weit gefehlt. Der Wind nimmt immer mehr zu, und es baut sich binnen ein paar weniger Stunden eine sehr unangenehme Welle auf. Wir reiten am Ankerplatz als würden wir einen am Wind Kurs segeln. Ich schlafe wieder im Salon und Florian liegt in der Bugkabine. Aber nicht lange, denn in der Nacht wird es ihm auch zu wild. Von Schlaf ist keine Rede, und so brechen wir in der Früh Richtung Cockburn Harbour auf. Wir sind froh, dass wir nur 4 1/2 Stunden vor uns haben. Wir sind schnell unterwegs, aber dafür ist es wieder einmal nicht gemütlich. Ich halte an Deck die Stellung, und lasse immer wieder mächtige Wellenduschen über mich...

BIG SAND CAY

Florian Sand Cay ist ca 1,5 km lang und im Schnitt 150 m breit. Die Westküste bietet traumhafte Strände samt toller ausgewaschener Kalkfelsen; die zum Atlantik zeigende Ostküste ist eine Müllhalde - und das hier am Ende der Welt. Vor allem Plastikflaschen und Badeschlapfen sind im Übermaß zu finden. Wir spazieren um die Insel und begutachten auch den ehemaligen Leuchtturm, von dem nur mehr ein Ruine samt Rosthaufen übrig ist. Am Strand finden sich tolle Muscheln, die wir aber nicht mitnehmen; ich nehme an, wir werden noch viele finden. Immer wieder zischen kleine Eidechsen über den Weg und in einer dicken schwarzen Plastikröhre finde ich auch einen großen dicken Leguan - da lasse ich die Röhre vor Schreck gleich wieder fallen. Den Piratenschatz haben wir leider nicht gefunden. Und die kleinen spitzen Disteln, die sich in die Schuhsolen bohren sind besonders lästig. Martina ist so lieb und operiert sie am Abend wieder aus unseren Schuhen.

TURKS AND CAICOS

Florian Wir sind durch eine holprige Nacht. Der Wind hat bis auf gute 25 Knoten aufgefrischt und wir sind nur mit stark gereffter Genua mit um die 6 Knoten durch die Nacht gesegelt. Der Autopilot hat zwei Mal getreikt und der Belastung nicht Stand gehalten. Also wieder auf Kurs bringen, Autopilot abdrehen, aufdrehen und weiter geht´s. Um 7:00 Uhr erreichen wir die Nordspitze der Mouchoir Bank (ein gut 4000 Meter hoher Berg mit Hochplateau, der es aber leider doch nicht bis über die Wasseroberfläche geschafft hat) und ich setze wieder das Großsegel im 2 Ref. Jetzt ist das Schiff wieder stabiler, es gibt Frühstück und wir fiebern schon unserer Ankunft entgegen. Die Wettervorhersage stimmt ziemlich genau, der Wind dreht Richtung Süd, wird schwächer und wir segeln wunderbar bis zum Sand Cay, der südlichsten Insel der Turks. Vorsichtig tasten wir uns durch die Riffe durch bis zum Ankerplatz. Der Anker fällt um 14:30 Uhr in 6 m tiefes kitschig türkises Wasser auf strahlend weißen Sandgrund. ...

BALD DA

Martina Wir haben unsere 2.Nacht hinter uns gebracht. Es lief eigentlich erstaunlich gut, aber was heißt das, wenn man es genauer betrachtet. Ich habe dank meiner Stugarontabletten nur einen flauen Magen, und liege hauptsächlich in meinem für Nachtfahrten eingerichtetem Salonbettchen. Lesen, Sudoko lösen oder Handarbeiten geht leider alles nicht. Ich starre an die Decke und warte bis es Abend wird. Florian schaut auf mich, dass ich wenigstens ein paar Bissen esse und kocht Schinkenbrote. Nachdem wenigstens unsere Esperanza völlig problemlos über die Wellen reitet, werfen wir beide Angeln aus und versuchen unser Glück. Nach einigen Minuten haben wir wieder erfolgreich Sargassogras gefangen, das ist wirklich eine echte Plage in der gesamten Karibik geworden. Kaum haben wir den Angelhaken wieder hineingeschmissen, reißt es so richtig an unserer Angel. Jetzt haben wir aber wirklich etwas gefangen. Ich rolle vorsichtig die Angelschnur auf unsere Rolle, und Florian wartet schon mit dem Kesch...

WOHIN? WOHIN?

Florian Die erste Nachtfahrt war angenehm. Der Wind blies aus der richtigen Richtung und wir kamen gut voran. Laut Wettervorhersage dreht der Wind allerdings Richtung Süd, sodass wir nicht bequem zwischen den Riffbänken und der Domnikanischen Republik hindurch segeln können. Und bald merken wir auch, wie es uns die Segel bei großen Wellen verschlägt - sie werden locker und knallen dann in die Schoten. Wind ist zu achterlich, Nicht gut. Also luven wir Stück für Stück an und segeln immer weiter in nördliche Richtung. Es geht also nördlich der ausgedehnten Riffbänke vorbei und wir hoffen, dass wir, wenn wir die nördliche Breite erreicht haben, der Wind so weit nach Süden gedreht hat, dass wir halsen und gerade nach Westen segeln können. Die Gschwindigkeit ist mit rund 6 Knoten jedenfalls sehr erfreulich. Bei dieser Überfahrt versuchen wir eben nicht um jeden Preis genau unser Ziel anzusteuern, sondern so zu segeln, dass es für die ESPERANZA zufrieden ist und für uns bequem und es uns nich...