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Posts mit dem Label "Fatu Hiva" werden angezeigt.

QUASIMODO

Florian Wir haben uns eine Augeninfektion eingefangen und sehen aus wie die Quasimodos. Dick angeschwollen und blutunterlaufen sind unsere Augen. Zum Glück ist Kathi von der SY PLASTIK PLANKTON Ärztin. Wir konsultieren sie und sie gibt uns Augentropfen mit Antibiotika – diese tropfen wir zunächst stündlich ein. Und zum Glück nimmt die Schwellung auch nach einigen Tagen wieder ab. Manche Segler haben ausgefallene Begleiter an Bord. Die Franzosen neben uns haben ein Huhn mit, das sie gelegentlich auch an Land ausführen. Hoffentlich gibt es täglich ein frisches Ei. Die Opferanode auf unserer Welle ist nach 8 Monaten völlig aufgebraucht. Ich tausche sie aus, wobei mir natürlich der Imbusschlüssel hinunterfällt. Zum Tauchen ist es mir zu tief, also baut mir Martina die kleine 5 l Pressluftflasche zusammen und so kann ich vorsichtig abtauchen, den Imbusschlüssel bergen und die Opferanode fertig tauschen. Irgendwie gefällt das meinen Augen dennoch nicht und es dürften mir einige Blutgefäß...

MUTTERTAG

Martina Hier in Französisch Polynesien wird erst Ende Mai Muttertag gefeiert. Die Menschen erzählen uns, dass sie sich zu diesem Anlass am Sonntag um 7:30 am Hafen treffen und dann um 8:00 eine Prozession zur Kirche stattfinden wird. Unser Wecker läutet um 6:30, ein kurzes Sonntagsfrühstück und ab ins Dingi, zur Plastik Plankton und dann tuckern wir gemeinsam Richtung Hafenbecken. Als wir um die Ecke biegen hören und sehen wir schon weiß gekleidete Mädchen und Frauen mit herrlichen Blütenkränzen, und einige  Herren mit Gitarren, Ukulele und Trommel. Immer mehr Bewohner dieser Bucht aber auch weitere Segler  gesellen sich zu der fröhlich singenden Gemeinschaft. Plötzlich ändert sich die Aufstellung der Kinder und abwechselnd rufen und schwingen drei Mädchen Palmenwedel zu den ankommenden Schiffen der Bewohner aus der Omoa Bucht. Gekonnt steuern die Kapitäne ihre voll besetzten Schiffe zur Kaimauer und lassen festlich geschmückte Damen mit Marienstatuen sicher im Hafen aussteige...

WASSERFALL

Florian DIE Sehenswürdigkeit in Fatu Hiva ist der Wasserfall am Ende des Tales von Hanavave. Also brechen wir heute gemeinsam mit Wolfgang und Kathi von der PLASTIK PLANKTON auf, um den Wasserfall zu finden. Vom kleinen Hafen aus gehen wir durch das Dorf und kehren im einzigen Geschäft ein, um zu sehen, was es dort gibt. Vor dem Betreten des Geschäftes muss man sich die Schuhe ausziehen. Vorbei an blühenden Gärten und Hibiscushecken, durch faszinierenden Wald entlang des Baches finden wir unseren Weg. Und schließlich finden wir den Wasserfall am Talschluss. Geschätzte 100m hoch ein Halbrund, in das das Wasser herunterrieselt - eine große Tropendusche. Auffällig ist die Wassertemperatur - erfrischend kühl - nur etwa 25°C, obwohl das herabrieselnde Wasser des Wasserfalles wesentlich wärmer ist. Aber in das Wasserbecken dringt praktisch keine Sonne und deswegen ist es wohl so kühl. Wir genießen ein angenehmes Bad im Süßwasser und nutzen die Gelegenheit gleich zum Haarewaschen. Schließlich...

HANAVAVE BAY

Martina Die Nacht in der Omoabucht war wie befürchtet sehr ungemütlich. Florian schlief an Deck, um im Falle des Falles rasch eingreifen zu können. Ich schlief wegen der Schaukelei im Salon und wusste nicht was blöder ist, meine Kreuzschmerzen oder die Seekrankheit. Jedenfalls konnten wir beide den Sonnenaufgang kaum erwarten, um hier wegzukommen. Irgendwann ging aber auch diese Nacht vorüber. Die kurze Strecke in die Hanavave Bay war leicht geschafft, und so sind wir um 7:30 in die "schönste Ankerbucht der Welt" eingelaufen. Und ja, sie ist überwältigend. Umgeben von steilen, bis ans Meer mit Kokospalmen bewachsene Felshängen, am Taleingang der Basaltfelsen, der der Bucht auch den Namen Phallus Bay (Baie de Verges) verliehen hat. Die katholische Kirche war bei ihrer Missionierung von diesem Namen nicht sehr begeistert und hat den Namen um den Buchstaben "i" in Bay of Virgin (Baie de Vierges) geändert. So wurde also aus dem Penis die Jungfrau. Die Bucht ist eng und ...

KURSWECHSEL

Florian Zunächst zu den Mordgeschichten von 2011. Wir wollen nach Fatu Hiva - der Mord war auf Nuku Hiva; da wollen wir später hin. Daher habe ich noch Zeit zu trainieren, um auf Nuku Hiva den feindlichen Pfeilen zu entkommen. Außerdem wird in Seglerkreisen gemunkelt, dass eine hohe Lebensversicherung auf den Ermordeten abgeschlossen war und ich habe keine Lebensversicherung - wäre also finanziell absolut unnötig mich zu grillen. Abgesehen davon, dass ich eh zu Zeh/zäh bin. Aber der Reihe nach. Wir sind also bei Tagesanbruch aus Atouna Richtung Fatu Hiva aufgebrochen. Leider hat die Wettervorhersage nicht das gehalten, was sie vorhergesagt hat. Wir sind in der Flaute motort, bis wir uns entschieden haben Fatu Hiva zu verschieben und nach TAHUATA - die kleine südliche Nebeninsel von Hiva Oa - zu motoren. Als wir in die nördlichste Bucht - Baie Hanamoenoa - einlaufen winken uns bereits MODESTA und PLASTIK PLANKTON entgegen. Das Wasser ist glasklar und die Bucht ist ein Traum. Bei 31° Was...