Direkt zum Hauptbereich

Posts

Posts mit dem Label "HIva Oa" werden angezeigt.

REGENZEIT

Martina Auch hier in Französisch Polynesien gibt es eine Regenzeit. Der Höhepunkt ist angeblich im Juli zu erwarten, aber wir bekommen die Veränderung schon deutlich zu spüren. Heftige Regengüsse bis hin zu 24 Stunden Regen häufen sich. Unsere an den Relingstützen aufgehängte Wäsche wird unermüdlich geschwemmt. Die Trockenphasen sind zu kurz, um die Wäsche wieder in den Kasten zu geben. Teilweise wird es unerträglich schwül im Schiff und wir ,müssen jede Möglichkeit nützen, um die Esperanza wieder zu lüften. Die von mir sogenannten "Fensterspiele" sind wieder eröffnet. Florian hat gelernt den Regen einzuschalten. Sobald er die Luken öffnet, fängt es zu regnen an; schließt er sie, hört es wieder auf (wir sollten seine Fähigkeiten in der Wüste zu Geld machen). Heute hat es in der Früh so geschüttet, dass braune Bäche in das Hafenbecken strömen und die Bucht in braunes Wasser taucht. Selbst auf unserem Internetplatz am Hügel über der Hafeneinfahrt von Atuona sieht man deutliche ...

OBSTLAUF

Florian Bei uns gehen unsere Obstvorräte zu Ende und im Supermarkt gibt es unter EUR 2,50 überhaupt kein Kilo Obst. Also bin ich in den Dschungel gelaufen, um Obst zu suchen. Der Weg war schlammig und in kürzester Zeit habe ich ausgesehen wie bei einem dieser Schlamm-Hindernis-Läufe (Tough Mudder). Die Sternfruchtbäume kannte ich noch von unserer Expedition zu den Felsenzeichnungen. Und es waren auch noch welche am Baum - wenn auch hoch oben. Aber kraxelnd habe ich dann doch ca. 10 Kilo von diesem köstlichen Obst pflücken können. Eine Papaya und eine Frucht, die wie ein Mischung aus Apfel/Birne/Kohlrabi schmeckt habe ich auch noch gefunden. Am Heimweg habe ich dann neben dem Weg mehrere dieser apfelartigen Früchte gefunden und bin der Fruchtspur gefolgt, bis ich inmitten matschiger Äpfel stand, umschwirrt von 2-Billionen kleiner Mücken. Doch hinter der Mückenwolke leuchteten mir Pomellos entgegen. Wieder hoch oben und inmitten schulterhohem Gras standen die Bäume. Also habe ich mir ein...

SERVICEARBEITEN

Florian Hier in Atuona haben wir endlich Zeit und liegen wir sicher genug, um die notwendigen Servicearbeiten zu erledigen. Ich zwänge mich in den Motorraum, baue den Wärmetauscher aus und reinige ihn mit Salzsäure, damit der Motor nicht überhitzt. Martina beginnt eine neue Segelabdeckung zu nähen, die sich beim Mast durch die Sonneneinstrahlung schön langsam aufgelöst hat. Sie hatte damals keinen UV Beständigen Stoff zu Verfügung. Unglaublich wie die UV Strahlen den verschiedenen Materialen zusetzten. Dann werde ich noch die Wasser- und Biervorräte aus Panama aus den Tiefen des Bauchs der ESPERANZA heben und den Heckanker wieder an seinem Platz anbringen; hier braucht man ihn doch manchmal, wenn die Ankerplätze zu eng sind. Dann noch Diesel und Wasser auffüllen und bei guten Wind geht´s weiter nach Ua Pou und danach nach Nuku Hiva - womöglich bereits Morgen Freitag über Nacht auf Samstag. Wir sind ja eh bereits die letzten von unserer Pazifiktruppe, die noch hier sind.

SPORTLICHE ESPERANZA

Martina Nach 24 Stunden Dauerschütten und gewittriger Wettervorhersage für die nächsten Tage, haben wir uns entschlossen schon einen Tag früher nach Atuona zurück zu fahren. Auf direktem Wege wären es zwar nur 11 Seemeilen, aber der Wind wird uns zwischen den Inseln Hiva Oa und Tahuata ganz gut auf die Nase blasen, also werden wir wohl länger brauchen. Nachdem ich noch ca. eine Stunde in 31° warmen Wasser unseren Wasserpass und die letzten Spuren des bereits abgestorbenen Bewuchses an der Bordwand von der Pazifiküberquerung abgeschrubbt habe, legen wir um 12 h ab. Wir werden noch mit einem kurzen aber heftigem Regenschauer aus der Bucht von Tahuata verabschiedet, dann setzten wir gleich unsere Segel und ab diesem Moment muss unsere Esperanza arbeiten. Hart am Wind, wir wollen ja auch noch heute ankommen, beeindruckt sie in beachtlicher Schräglage. Sie zieht im Einklang mit Wind und Welle ihre Spuren dem Ziel entgegen. Nur gegen die Strömung, die leider immer wieder gegen uns ist, hat s...

SCHULE

Florian Heute war ich mit David, dem Musiklehrer, Gitarrenbauer, Musiker, Sägewerksbesitzer in der Schule in seinem Musikunterricht. Ich habe in zwei seiner Musikstunden die Geige vorgestellt. Die Schüler - ca. 12 Jahre alt - haben noch nie eine Geige gesehen, geschweige denn gehört, wie so etwas klingt. Sie waren sehr wissbegierig und ich habe ihnen Bach/Gounods "Ave Maria" vorgespielt. Dann habe ich jeweils einenmSchüler erlaubt auf der Geige zu spielen, um ihnen zu demonstrieren, wie schwierig das ist. Das hat natürlich entsprechenden Lacherfolg gebracht, denn bei solchem Gekratze rollt es einem die Zehennägel auf. Anschließend haben wir alle gemeinsam "We are the world" gesungen und ich habe sie auf meinem Klavier begleitet; das war sehr nett, denn die Schüler wissen nicht, was sie da singen (mangels entsprechender Englischkenntnisse) und der französische Akzent ist besonders charmant. Morgen geht es bei Tagesanbruch 45 sm nach Fatu Hiva, in die angeblich schöns...

400.000

Florian Es hat als Informationsquelle für unsere Familie und Freunde angefangen - unser Blog. Heute haben wir die 400.000 Marke erreicht. So viele Menschen haben unsere Abenteuer bislang verfolgt. Das motiviert uns natürlich auch weiterhin regelmäßig zu berichten. Und letztlich ist es ja unser Tagebuch. Würden wir nicht fast täglich unsere Erlebnisse aufschreiben, wir wüssten ein paar Tage später nicht mehr, was wir erlebt haben; es sind einfach zu viele Eindrücke und Erlebnisse. Unsere Druckwasserpumpe spinnt schon einige Zeit; sie spuckt und dreht sich nicht ab. Heute habe ich sie mir -nach vielfachem Drängen von Martina - endlich vorgenommen. Nach Zerlegen, Reinigen und Zusammenbauen keine Veränderung. Schließlich finde ich die Ursache für die Probleme aber doch. Wir haben eine Handpumpe beim Waschbecken, die über eine T-Kupplung das Wasser direkt aus dem Wassertank entnimmt. Diese Handpumpe funktioniert nicht mehr; der Sauggummi der Pumpe ist hart geworden und man kann kein Wasser ...

PETROGLYPHEN

Martina Heute in der Früh, ist die SY Sahula, diel letzte Yacht unserer Pan Pazifik Funkrunde nach 28 Tagen angekommen. David und Mathias hatten gleich das Bedürfnis sich die Beine zu vertreten und natürlich sehnten sie sich nach einem ausgedehnten Süßwasserbad. Florian hat gleich eine perfekte Lösung parat. Das Tal, direkt hinter unserer Ankerbucht, führt zu einem herrlichen Fluss und dann weiter zu Petroglyphen. Wir waren selbst auch noch nicht dort, also machten wir uns gemeinsam mit dem kleinen, 10 jährigen Noah von der SY Muk Tuk auf den Weg. Ein kurzes Stück die Strasse entlang und dann zweigen wir schon in den dichten Urwald. Noah ist unglaublich, er kennt jeden Baum, jede Frucht und erklärt uns auf Englisch dann gleich wieder auf Deutsch, ob und wie man die Früchte essen kann. Nach ungefähr 20 Minuten erreichen wir eine nette Stelle am Fluss, die sich geradezu einladend präsentiert. Ein glückliches und befreiendes Stöhnen raunt durch den Urwald, als wir in das erfrischende Nass...

NEUE MUSIK

Florian Ich habe mich eingehend mit unserem Elektroproblem auseinandergesetzt; die Solarpaneele haben zu wenig Strom in die Batterien geladen. Also habe ich mir einen Generator ausgeborgt und die Batterien desulfatisiert. Dabei werden sie mit bis zu 15,5 Volt geladen, um den SUlfatbelag von den Bleiplatten abzusprengen. Danach haben wir noch immer nicht mehr Strom von den SOlarpaneelen bekommen, also habe ich die einer eingehenden Kontrolle unterzogen. Und siehe da - ein Kabel von der großen Solarpaneele war komplett durchoxidiert; also haben wir den Strom lediglich von der kleineren 50 Watt Paneele bekommen. Also habe ich das Kable gekürzt, neue Anschlüsse verpresst und alle Anschlüsse gereinigt - nun laden wir wieder wie früher mit 5 - 6 Ampere in unsere Batterien - Problem gelöst!! Unsere Augustine (das ist unsere Außenborderin) hat uns zuletzt wieder Probleme bereitet und ist nicht angesprungen bzw. hat sie "gespuckt" bzw. "gehustet". Die österreichische Yacht M...

BANANENMARMELADE

Alles Banane Unter Seglern sind gleichzeitig reif werdende Bananen ein bekanntes Problem. Also ist einkochen eine gute Lösung um noch viele Tage auf See Bananen für`s Müsli zu haben. Florian liebt die Kombination von Nutella und Bananenmarmeladenbrot! Weiche aber noch nicht gatschige Bananen mit der Gabel zerdrücken. Etwas Zuckerwasser in einen Topf aufkochen und den Bananengatsch dazugeben. Unter ständigem rühren einige Minuten kochen lassen. Wenn man zu Verfügung hat, etwas Einsiedehilfe einrühren aber nicht mehr aufkochen lassen. Heiß in saubere mit Alkohol ausgeschwemmte Gläser füllen und verkehrt abkühlen lassen.

STERNFRUCHTKOMPOTT

Kompott Fast schon in Vergessenheit geraten sind die herrlichen Kompotte meiner Oma. Ali von der Muk Tuk, die mit ihrere Familie schon 21 Jahre auf einem Segelschiff lebt, hat mir von ihrem Sternfruchtkompott erzählt, und mir auch verraten wie sie es macht. Bei unserer Inselrundfahrt haben ich ein Sackerl frische Sternfrüchte gepflückt, und sofort mit dem Einkochen begonnen, da Sternfrüchte nur sehr kurz haltbar sind. So geht´s: 1l Wasser mit 1/2 kg Zucker und etwas Zimtpulver aufkochen, in der Zwischenzeit 20 Sternfrüchte waschen und der Länge nach einmal durchschneiden, dann in 1/2cm dicke Scheiben schneiden. Die geschnittenen Sternfrüchte ca 5 Minuten mitkochen. Nach Belieben mit etwas Zitrone und Rum verfeinern. Heiß in saubere mit Alkohol ausgeschwemmte Gläser füllen und mit dem Saft schön bedecken. Gläser fast bedeckt in heißes Wasser stellen und sicherheitshalber 10 Minuten im Wasserbad kochen. Anschließend herausnehmen und verkehrt abkühlen lassen. Auf einsamen Atollen in den T...

TIKI´S

Martina Wir haben uns gemeinsam mit den Modestas ein Auto für 24 Stunden gemietet. Es gibt zwar nicht viel Sehenswertes auf der Insel, aber das was interessant ist, ist auf der ganzen Insel verstreut. Wir besorgen uns noch rasch eine Strassenkarte von der Insel und los geht’s. Florian ist der Fahrer, ich bin der Navigator, Maria und Thomas sind unsere Passagiere. Die Strassenkarte hätten wir uns fast sparen können, denn es gibt eigentlich nur eine Strasse von Süd nach Nord, und eine Abzweigung in der Mitte der Insel die nach Osten führt. Egal, wir starten einmal Richtung Norden, denn zuerst wollen wir zum lächelndem Tiki. Trotz schlechter Wegbeschreibung findet Florian die kleine Steinfigur eingebettet in dichtestem Urwald. Hier entdecken wir auch den Schraubenbaum. Neben der Kokospalme gehört dieser zu den altheimischen Pflanzen. Wir wollen noch ca. 40 km weiter bis nach Puamau, der östlichste Ort der Insel Hiva Oa, und dort endet auch die Strasse. Der Zustand dieser einzigen Strasse...

IN DIE BERGE

Florian Gestern gab´s kein Halten mehr. Die Berggipfel haben zu schön heruntergeleuchtet und so habe ich meine Laufschuhe gepackt und bin los. Vom Hafen nach Atuona hinüber, dann über den alten Friedhof (den ich nach einigem Fragen und Verlaufen doch noch gefunden habe), vorbei an zwei uralten Steinfundamenten, über steile Wiesen mit 3 Meter hohem Gras, danach in die Steilwand auf rutschigen Steigen, die fast nicht zu erkennen waren bis in die Wolken, um schließlich bei einem kleinen Rinnsal zum Aufüllen der Wasserflasche nach 2 Stunden umzukehren und das ganze mehr rutschend als gehend zurück. Traumhafte Ausblicke, vom Gras aufgeschürfte Beine, ziemlich müde aber zufrieden war ich nach knapp 4 Stunden und guten 18 km wieder zurück. Und heute mussten alle Schiffe im Nahbereich zum Anleger weg, da ein großes Versorgungsschiff kam. Wir liegen genau an der Grenze, wo man noch liegen darf - wir wurden nicht vertrieben. Aber ein wenig schwummrig war uns doch, als dieser Riesenkahn vor uns s...

PHOTOS PAZIFIK

Martina Habe jetzt die Photos unserer Pazifiküberquerung eingefügt! Gab leider nicht so viel Sehenswürdigkeiten unterwegs, und täglich nicht enden wollendes Wasser zu fotografieren macht ja auch keinen Sinn. Wünsche euch trotzdem viel Freude mit den Bildern!

HIMMLISCHE KLÄNGE

Martina Stuart hat zum Abschluss unserer Panpazifikrunde ein gemeinsames Essen in Atuona organisiert. 24 Segler aus der ganzen Welt trafen sich zu einem gemeinsamen Mittagessen und wir feierten die erfolgreiche Bezwingung des Pazifiks. Die Buschtrommeln haben Florian´s Gitarrenkünste schon verbreitet, denn plötzlich stand David aus Atuona mit seiner selbstgebauten Gitarre aus Brotfruchtholz und einer weiteren gekauften Gitarre im Lokal und er bat Florian um eine Musikdarbietung. Es wurde wiedereinmal sehr nett, und wir durften Florian´s, nach drei Jahren fertig komponiertem Atlantiklied lauschen. Es war uns ein Anliegen am Sonntag in die Kirche zu gehen. Die Vorfreude war groß, spricht man doch von wunderschönen und stimmungsvollen Messen hier in Französisch Polynesien. Nachdem wir die SY Plastik Plankton mit Kati und Wolfgang an Bord um 6:30 Uhr lautstark begrüßt haben, machten wir uns auf den Weg in die Kirche. Wir finden noch freie Plätze in der offenen, großen Kirche und werden sof...