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Posts mit dem Label "Antigua" werden angezeigt.

REPARATURHILFE

  Florian Am Vormittag nützen wir noch das Internet im Hotel. Im Gegensatz zu allem andere hier funktioniert es sehr gut. Auf der VOODOOCHILE hat der Autopilot den Geist aufgegeben. Peer telefoniert mit Raymarine Fachleuten. Danach probieren wir die hoteleigene Strandbar aus. Die drei Kellner sind mit uns drei Gästen ein wenig überfordert. Wir haben sie offenbar in ihrer Mittagspause gestört. Danach helfe ich Peer mit seinem Autopiloten. Wir glauben, dass der Magnetschalter zur Ansteuerung des Hydraulikstempels defekt ist; und der ist erst zwei Jahre alt – kein Renomee für Raymarine. Wir zerlegen und finden heraus, dass das Ventil, das durch den Magnetschalter bewegt werden sollte, sich nicht bewegt. Wir zerlegen weiter und dann machen wir das Ventil wieder gängig. Operation gelingt – Peer ist happy und unsere Überfahrt nach Barbuda wird nun auf Freitag festgelegt, da sollte der Wind aus Südost kommen und die Welle von Nord auf Ost drehen; das sollten gute Bedingungen sein. Die Rev...

ZU VIEL WIND

Martina Wie bereits angekündigt kam der Wind. Wir haben einen guten und sicheren Ankerplatz, dh. guter Ankergrund, großer Schwojkreis und kein Hindernis in Lee. Diese Strategie verfolgen wir jetzt schon seit längerem, und deshalb liegen wir des öfteren am Außenrand eines Ankerfeldes. Dieses Mal war es wieder eine gute Entscheidung, denn eine Yacht ist ohne Kapitän quer durch die Bucht Richtung offenes Meer getrieben. Zuerst haben Yachtis von einem Kat versucht dem Schiff durch Verlängerung der Ankerkette wieder einen Halt zu geben. Dies ist aber bei diesem starken Wind nur notdürftig gelungen. Dann kam Peer zu uns herüber und bat Florian ihm mit zwei dicken Festmacherleinen zu helfen. Sie befestigten die treibende Yacht an einem beim Buchteingang liegenden Wrack (ein Frachtschiff, das 1905 hier gesunken ist). Bei strömenden Regen ist es ihnen diese Hilfsaktion binnen kürzester Zeit auch gelungen. Als der Ukrainische Kapitän wieder zurück kam,bedankte er sich mit seinen spärlichen Engli...

KNIE-MALAD

Florian Seit ich auf Shirley Hights hinauf und noch schneller wieder hinunter gelaufen bin, ist mein rechtes Knie beleidigt. Es fühlt sich an als wäre es verdreht an meinem Kniegelenk angebracht. Daher war heute ein Regenerationstag. Martina und ich sind mit dem Dingi an den Strand und haben die Umgebung ausgekundschaftet. Das Hotel in dieser Bucht hatte seine Blütezeit offenbar Ende der Siebziger. Es sieht trostlos aus und Gäste sucht man vergeblich. Ironischer Weise nennt es sich Grand Royal Antiguan Beach Resort - ich kann nur sagen "nomen non est omen" - nicht hier buchen!! Wir spazieren - ich humple - aus dem Hotelareal über den Hügel in die Nachbarbucht. Dort baut der chinesischer Konzern CCECC ein Großprojekt - und zwar mitten auf die grüne Wiese. Der Wächter meint zwar es werde hier ein Hotel gebaut, aber das kann ich mir bei diesem Platz nicht vorstellen; "idyllisch" zwischen Sumpfwiese und Ortsrand neben der Schule - kein guter Platz für ein Hotel. Unten a...

LEICHTWIND SEGELN

Martina Am Samstag haben wir Nelson´s Dockyard verlassen und sind Richtung Nord Antigua aufgebrochen. Der angesagte Leichtwind hat sich wirklich eingestellt, und so segelten wir bei 4-6 Knoten Wind im Schneckentempo entlang der SW Küste. Es war wie früher in Kroatien, kaum Welle und nur eine leichte Brise. Um 15h war´s dann ganz vorbei und wir starteten unseren brav schnurrenden Motor. Ach wie war das herrlich und problemlos. Der Anker viel um 16h auf 3m Wassertiefe in der Deep Bay mit weißem Sandstrand. Das ist jener Strand, den wir schon bei unserem Ausflug mit der Voodoochile besucht haben. Angenehmerweise hatte ich auch noch Resteln vom Vortag, also musste ich nicht einmal kochen sondern nur noch raffiniert aufwärmen. Nun liegen wir in zartem Türkis gebettet zu Füßen Giorgio Armanis Anwesen, ja die Aussicht ist nicht schlecht.

SUPER YACHT RENNEN

Florian Heute war der erste Tag der SUPER YACHT CHALLENGE ANTIGUA - einem Rennen für die Mega-Segelyachten. Wir sind daher gemeinsam mit Uli und Peer mit Campingsessel, Tischchen, Prosecco und Jause zur Ruine des Beobachtungsturmes oberhalb des Nelson Dockyard aufgestiegen und haben auf - very British - von dort oben die Regatta verfolgt. Die Yachten wurden im 3-Minuten Takt gestartet, damit es beim Start keinen Kollisionen gibt. Wie segelnde Dinosaurier sind diese Riesenschiffe zu unseren Füßen vorbei gezogen. Leider haben nicht unsere Favoriten gewonnen. Im Superyachtsektor sind wir offensichtlich nicht ganz so firm. Nach ca. drei Stunden und Verzehr unseres Proviants kam die als letztes gestartete deutsche Yacht als erstes ins Ziel, gefolgt von der Schweiz. Die Super-Segelwelt liegt fest in europäischer Hand!

NELSON´S DOCKYARD

Martina Nelson´s Dockyard ist eine wunderschöne historische Hafenanlage im großen Naturhafen von English Harbour. 1671 erstmals von den Engländern erwähnt und 1743 massiv als Kriegshafen ausgebaut. Für alle die Lord Horatio Nelson nicht kennen: Er war ein britischer Admiral, der viele bedeutende Seeschlachten gewonnen hat; zB 1805 die Schlacht von Trafalgar in Südspanien. Von 1800 bis 1810 war die Anlage Nelson´s Hauptstützpunkt in der Karibik. Die Anlage ist heute ein liebevoll restaurierter Nationalpark, der täglich von Hunderten Kreuzfahrern besucht wird. Da musste ich schon zeitig aufstehen, um nette Photos ohne Touristen machen zu können. Mein erster Eindruck beim Einlaufen in die Mariana war: "Very British" Unser 3. und letzter Tag mit dem Mietauto führte uns zum Hideaway Beach, und das war gut so, denn es lagen 5 Kreuzfahrtschiffe in St.John`s. Wir entdeckten ein ehemaliges Fort und der Blick von dessen Hügel war wieder fantastisch. Ich kann mich an diesen wunderbaren ...

RICH & FAMOUS

Florian Am zweiten Tag unserer Inselbesichtigung haben wir uns die Südwestseite vorgenommen. Zu fünft in unserem kleinen Toyota-Mietauto (sodass wir bei vielen Bodenschwellen aufgesessen sind) ging´s über kleine Strassen. Antigua hat eigentlich keinen tropischen Regenwald. Die Insel ist mehr von Buschwerk und Wiesen geprägt. In einer netten Strandkneipe bekamen wir endlich unser erstes Wadadli - das örtliche Bier. Danach ging es zu einem strahlend weißen Strand zum Baden (Antigua ist ja die Insel der 365 Strände). Anschließend noch Einkauf in St.Johns der Hauptstadt. Und schließlich zurück Richtung English Harbour. In der Nebenbucht ist der Antigua Yacht Club, und der veranstaltet in den nächsten Tagen eine Segelregatta für Superyachten - über 150  Fuß Länge (also länger als ca. 50 Meter). Wir sind also zur Nebenbucht gefahren und haben an den dortigen Stegen die netten Boote gesehen, mit denen in den nächsten Tagen hier um die Wette gesegelt wird - da ist man schlicht sprachlos - ...

ANTIGUA MIT DEM AUTO

Martina Gemeinsam mit Peer, Uli und Klaus haben wir für zwei Tage ein Auto gemietet, um die Insel zu erkunden. Heute ging es in den Osten an die Atlantikküste. Ganz oben auf unserer Besuchsliste steht die Devil´s Bridge. Es ist ein traumhaftes Naturschauspiel an der atemberaubenden und schroffen Atlantikseite. Die Felsformationen sind bizarr und wirken wie Dinosaurierknochen, die über Jahrmillionen von den Atlantikwassermassen freigelegt wurden. Die Wellen peitschen gegen die senkrechten Felsen und spritzen einige Meter in die Höhe, wir sind beeindruckt und begeistert. Danach besichtigen wir die St.Peters Kirche in Parham. Diese Kirche wurde 1840 ursprünglich ganz aus Holz gebaut. Leider wurde diese Octagonkirche durch einen Brand vollkommen zerstört und ist heute eine Steinkirche mit einer traumhaften Holzdachkonstruktion. Wir stärken uns in einer einheimischen Kneipe und danach klingt der Tag an einem netten Hotelstrand in Sottovento aus. Ein besonders netter Tag gemeinsam mit der Ma...

ÜBERFAHRT

Florian In der Nacht sind in unserer Ankerbucht zwei Schiffe an uns vorbei getrieben, deren Anker ausgerissen war - es war entsprechend stürmisch und wir haben schlecht geschlafen. Als um 6 Uhr der Wecker läutete waren wir nicht wirklich fit, aber um 6:20 Uhr hieß es Anker auf. Bei heftigen Windböen um bis zu 25 Knoten motorten wir aus unserer Ankerbucht und setzen Segel, Groß und Fock je im 2. Reff. So segelten wir mit 5-6 Knoten an der Nordspitze von Guadeloupe vorbei. Unsere Freunde von der Voodoochile hinter uns. Die Böen waren unangenehm und die Welle kam mehrfach über. Dann aber stabilisierte sich der Wind und wir segelten schließlich mit Groß und Genua je im 1. Reff mit 6 bis 7 Knoten nach Antigua. Um 13:00 Uhr hatten wir die 40 sm hinter uns und fuhren in den berühmten English Harbour ein. Die Voodoochile war schon dort (länge läuft - 53 Fuß) und hat uns einen Platz freigehalten - unter Buganker legten wir "römisch-katholisch" in Nelsons Boatyard an - der historische ...