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Posts mit dem Label "Las Perlas" werden angezeigt.

ISLA SAN JOSE

Florian Anker auf von dem wackeligen Ankerplatz in Isla Pedro Gonzales. Die Strömung kommt auf die Nase, und darum motoren wir bis zum Südende der Insel. Dort wird der Wind ein wenig stärker und wir setzen Genua und Groß. So zuckeln wir mit 2 Knoten in die Ankerbucht an der Südostspitze der Isla San Jose, die südlichste des Las Perlas Archipel. Wir ankern auf 7 Metern, doch nach Studium der Gezeitenkarte stellen wir fest, dass die Tide 6 m beträgt und wir gerade Hochwasser haben; also umankern auf 10 m - jetzt passt alles. Am nächsten Tag - Freitag (an dem man nicht ablegt) - säubere ich den letzten Teil unseres Unterwasserschiffes, damit wir mit den Behörden auf den Galapagos keine Probleme bekommen. Danach erkunden wir das ehemalige Reich von Dieter und Gerda; ein deutsches Seglerehepaar, das hier gestrandet ist und ein Robinson-Leben geführt hat, bis Dieter 2009 gestorben ist. Die Überreste ihres "Anwesens" sind noch gut sichtbar, ebenso ihr Boot - die SY DIDA, die  hier a...

GEOGRAFIEUNTERRICHT

Martina Mein lieber Deutsch und Geografieprofessor Galas wird sich freuen. Habe gestern den Schulkindern von Pedro Gonzales erklärt wo Österreich liegt. War nicht ganz einfach, da niemand Englisch gesprochen hat. Mit Hilfe eines Globus und meinen geringen Spanischkenntnissen habe ich es dann doch geschafft. Das wir für diese Strecke schon 2 1/2 Jahre gebraucht haben, konnten sie überhaupt nicht fassen. Ich denke jetzt haben sie zumindest ein Gefühl der Größe unserer Erde bekommen. Zu Mittag haben wir in einem der beiden örtlichen "Restaurants" gegessen, Maggisaucenspagetti mit einem Stück Schweinshaxerl mit Schwarte, und das alles in einem Styroporbehälter. Für Thomas war es eine Überwindung das zu essen. Er meinte, das würde ihm zu Hause niemand glauben, dass er so etwas isst. Maria hats jedenfalls gefallen, sie meinte, dass sie durch uns Dinge erlebt, die sie sonst nie erleben würde. Schockierend war ein Junge, der mit drei Leguanen am Weg stand. Er dürfte ihnen die Beine g...

ISLA PEDRO GONZALES

Um 10:00 Uhr ist "Anker auf", 6 sm nach WSW zur Isla Pedro Gonzales. Vorbei an Felsformationen, die eher nach SO Asien aussehen. Die Überfahrt ist insofern auch spannend, als unsere elektronischen Bauhaus Karten zu Ende sind. Ich muss daher von der Papierkarte im Buch Wegpunkte in die elektronische Karte von Open CPN eintragen. Durch Rotalgenfelder (sieht aus wie dunkelrotes Wasser) gehts bei leichtem Wind unter Segel über das ruhige Meer. Der Bug der ESPERANZA ist auf die Felsen gerichtet und ich glaube, dass die Karten falsch sind, denn der Kurs stimmt. Die Lösung des Phänomens ist Strömung, die uns ordentlich nach Norden versetzt. So schauen segeln wir Himmelsrichtung 225°, fahren aber tatsächlich Kurs über Grund (KüG) von 270° und vorbei an den Felsen. Dahinter öffnet sich ein große Bucht mit exklusiver Marina - im Bauhaus steht gar nichts davon. Drei Schiffe liegen an den Schwimmstegen. Das Beiboot zu  einer Luxusyacht ist laut AIS so groß wie unsere ESPERANZA. Wir lasse...

ISLA VIVEROS

Martina Zwei Tage liegen wir hier in der Südwestbucht der Insel Viveros. Ein angenehmer und ruhiger Ankerplatz auf einer unbewohnten Insel. Im Norden der Insel steht eine Hotelanlage, aber die dürfte nie oder schon sehr lange nicht mehr in Betrieb sein. Die Internetverbindung ist sehr instabil, aber mit etwas Geduld schaffen wir es doch täglich uns die Wetterdaten der kommenden Tage herunter zu laden. Und eine Besserung ist nicht in Sicht. Immer wieder keimt die Hoffnung, dass sich Wind aufbaut, aber leider bleibt er immer nur für maximal 2 Tage. Das Warten ist eigentlich nicht schlecht, das Blöde ist nur, dass unsere Obst- und Gemüsevorräte schwinden, und ein Nachkaufen hier nicht möglich ist. Wir vertreiben uns die Zeit mit lesen, laufen und turnen und kleineren Arbeiten für die Überfahrt. Schwimmen macht hier weder von der Temperatur noch von der Wasserfarbe Spaß. Erinnert mich vom grau und grün Farbton an den Neusiedlersee. Aber es gibt hier in den Las Perlas viele unterschiedliche...

ISLA DEL REY

Martina Mit einer absolut leichten Brise sind wir die 5 Seemeilen zur Isla del Rey gesegelt. Wir packten unsere beiden Campingsesseln aus, und saßen wie auf einem Kreuzfahrtschiff am Vordeck. In unserem Buch steht, dass es hier einen Ort Namens "San Miguel" mit einigen Geschäften und einem Bäcker gibt. Der einzig mögliche Ankerplatz liegt relativ weit draußen und ist Richtung N, NW und NO sehr offen. Trotzdem, die Aussicht auf einen Bäcker lockt uns und wir versuchen unser Glück und lassen unseren Anker auf 5,5 m fallen. Mit unserer Augustine schaffen wir die halbe Seemeile in kürzester Zeit, aber der erste Anblick ist ernüchternd; verfallene und ungepflegte Häuser, kaputte Straßen und Wege und viel Dreck. In den Geschäften gibt es leider weder Obst noch Gemüse zu kaufen, und der Bäcker hat geschlossen! Der Unterschied zu den letzten Ortschaften ist die Freundlichkeit der Erwachsenen und viele kontaktfreudige Kinder. Der Tierschutz in Österreich hätte hier viel zu tun, denn w...

ISLA CASAYETTA

Martina Ein schrecklich klingendes Ächzen an unserer Ankerkette reißt mich mehrmals aus dem Tiefschlaf. Unsere Ankerkette hat sich durch unsere vielen Tidenpirouetten an einem Stein verhängt. Wir wollen heute weiter Richtung Süden. Florian hofft, dass wir die Kette ohne größeren Aufwand frei bekommen. Schaut im ersten Moment nicht gut aus, ich kann nicht einmal unsere Ankersicherung so weit aufholen, dass ich sie aushängen kann. Wieder Kette nachgeben und eine scharfe Rechtskurve, vielleicht haben wir ja Glück und wir entwirren in die richtige Richtung. Bravo, alles Gut, die Kette ist frei! Gemütlich segeln wir die 6 Seemeilen mit der Genua und tasten uns langsam in die Ankerbucht zwischen der Insel Casaya und Ampon. Leider ist das Wasser in den Las Perlas sehr trüb, und man kann Riffe bei Hochwasser überhaupt nicht erkennen. Also genau die Karten studieren, langsam fahren und vertrauen, dass die Karten richtig sind. Unsere Esperanza muss immer vor fahren, Thomas fährt mit seiner Modes...

MOGO MOGO

Contadora haben wir gesehen, also ist es Zeit weiterzuziehen. Unser nächstes Ziel ist 3 sm südlich, die kleine Insel Mogo Mogo. Hier wird die Fernsehserie "Survivor" und auch die niederländische Nacktdating Serie "Adam sucht Eva" gedreht. Also sind wir gespannt, wie diese Insel aussieht. Unser Ankerplatz liegt im Kanal zwischen Isla Chapera und Mogo Mogo. Bei Ebbe und Flut setzt die Strömung jeweils aus der anderen Richtung mit 2-3 Knoten ein. Unsere ESPERANZA dreht sich wie ein Kreisel und die Ankerkette rattert über den steinigen Grund. Ich widme mich den Sikkaflex-Fugen im Teakdeck. Manche sind bereits ziemlich hässlich und so kratze ich sie aus, vertiefe die Fugen mit einem Schnitzmesser und fülle die Fugen wieder mit 3M 5200; das hält besser als Sikka. Auch montiere ich Thomas auf seiner MODESTA eine neue UKW Antenne; er hat Höhenangst und so werde ich ins Masttop gezogen. Nach getaner Arbeit setzen wir gemeinsam mit Thomas und Maria von der MODESTA mit unseren...

WARTEN

Martina Im Moment verbringen wir relativ viel Zeit an unseren Computern. Es gilt die Vorbereitungen für Galapagos abzuschließen. Unser Agent (ohne geht es nicht) hat nun alle Unterlagen von uns, und wenn alles klappt, sollten wir ein 60 tägiges Visum für 3 Inseln auf Galapagos bekommen. Kostet zwar ca. 1.200,00 $, aber die Galapagos aus Kostengründen nicht anzulaufen, würde uns später sicher ärgern. Wetter: Ja das Wetter ist jetzt natürlich DAS THEMA. Zum ersten für unsere Überfahrt, aber auch für unsere Freunde auf der Onotoa. Die sind am 26.2. direkt zu den Marquesas aufgebrochen. Wir sind mit ihnen in SMS Kontakt und versorgen sie mit den bestmöglichen Kursen. So fliegen die Stunden dahin. Gemeinsam mit Maria und Thomas raffen wir uns dann doch auf, und vertreten uns an Land die Beine. Achtung sehr stachelig! Am Abend setzten wir uns zusammen und spielen - sehr zu meiner Freude - Karten.

ISLA CONTADORA

Martina Die besten Zeiten dieser Insel sind eindeutig vorbei. Die vorderste Häuserzeile besticht mit ihren prächtigen Villen, herrschaftlichen Auf- und Abgängen zum Strand und den blütenreichen Bougainvillean. Wir landen mit dem Dingi am mindestens 40 Meter breitem Sandstrand. Es ist "low tide" (fälschlicherweise auch Ebbe genannt), und der Tidenhub im Pazifik liegt zwischen 4-6 Meter. Das bedeutet, Dingi weit hinauf an den Strand schleppen, wir sind zu viert, das erleichtert das Unterfangen erheblich. Gemeinsam mit Maria und Thomas erkunden wir das Hinterland. Hier schaut die Welt gleich etwas anders aus. Eine großzügige, aber verfallene Hotelanlagen in einer traumhaften Bucht, eine riesige Fähre, sicher schon vor Jahren am Strand trocken gefallen, und ein verwahrloster"griechischer Tempel" (offenbar ein ehemaliges Restaurant). Traurig!! Die Trockenzeit ist deutlich sichtbar, es erinnert an Kroatien im August. Die Sträucher erscheinen traurig und verwelkt und die B...