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Posts mit dem Label "Kolumbien" werden angezeigt.

OCEANARIO

Martina Unsere erste Dingifahrt galt dem Erkunden einer besseren Ausfahrt als unserer Einfahrt. Ich fuhr mit dem Dingi und zog Florian mit der Taucherbrille an einem Seil nach. Mittels Landpeilung prägten wir uns die Strecke gut ein, und hoffen das wir sie morgen bei unserer 24 - stündigen Überfahrt zu den San Blas Inseln wieder finden, Danach ging es mit dem Dingi quer über die Bucht. Hier stehen jeweils auf kleinen Korallenriffen nette Häuschen. Kann mir vorstellen, dass das eher eine feuchte Angelegenheit ist, aber es sieht hübsch aus. Am anderen Ende der Bucht, liegt das Oceanario. Ein Aquarium im Wasser mit vielen Becken in denen die verschiedensten Meeresbewohner leben. Unter anderem Meeresschildkröten, Haie, Zackenbarsche und dressierte Delphine. Wir bewunderten eine kurze Delphinshow und eine Haifütterung. Da ist schon einiges los in so einem Becken, wenn der Trainer mit dem Fischkübel kommt.

ISLA GRANDE

Martina Zuerst kommt das Schiff, aber jetzt kommen wir. Heute war zwecks Brotengpass die Erkundung der Insel angesagt. Wollt ja eigentlich schon gestern einen Brotteig ansetzen, doch der Fischer, der uns gestern 3 herrliche Fische um 4€ verkauft hat, meinte: in der Stadt gibt es alles zu kaufen. Dingi startklar machen und ab die Post. Wir queren die Bucht und fahren zu einem Anleger eines entzückenden Restaurants mit 6 Hotelzimmern. Im Hotelgelände laufen Flamingos herum, und in einer großen Voliere sind mindestens 6 verschiedene Ara´s eingesperrt. Wir erfrischen uns mit einem kühlen Bier und dann begeben wir uns in die Stadt. Die Stadt entpuppt sich natürlich binnen kürzester Zeit als Mini - Inseldorf. Angeblich gibt es hier auch eine Schule, und wir kommen an 3 kleinen Strandbuden mit diversen Kleinigkeiten vorbei. Ein Einheimischer führt uns dann noch auf unsere Bitte zu einer Bananen und Mangoverkäuferin. Spannend ist es hier nicht, aber das Meer ist traumhaft sauber und sehr sehr ...

TROPISCHES EISKRATZEN

Florian in den "fruchtbaren" Gewässern von Cartagena ist unser Schiff binnen 8 Tagen zugewachsen. Der ganze Rumpf samt Schraube ist mit kleinen Muscheln bewachsen - unglaublich, wie schnell das ging. Kein Wunder, dass wir statt mit 5,5 Knoten nur mit 3,5 Knoten unter Motor vorwärts kamen. Also hinein ins Wasser und mit Plastikspachtel den gesamten Rumpf abgekratzt - das ist vom Gefühl und Geräusch her wie Eiskratzen im Winter an der Windschutzscheibe - nur eben unter Wasser mit Luftanhalten. Drei einstündige Einsätze und ich war fertig - fix und fertig. Die Schraube habe ich mit der Metallspachtel bearbeitet, die ist jetzt auch wieder blank. Martina hat in der Zwischenzeit die Ankerkette aus dem Ankerkasten geholt und geschrubbt. Danach haben wir die Kette zur Gänze auf den Meeresgrund gelegt, damit sich der Rest vom Dreck abwetzt und die Kette nicht mehr stinkt. Und natürlich hat auch der Ankerkasten dementsprechend gestunken - und damit das ganze Schiff. Auch den Ankerkaste...

ÜBERFAHRT ISLAS DEL ROSARIO

Martina Nach 10 Tagen in Cartagena verlassen wir die hübsche Stadt, und sehr nette Segelfreunde aus USA, Deutschland und Holland. Wir begeben uns in vorwiegend einsame und unbewohnte Inselgruppen. Um 8:30 Uhr hieß es Anker auf, höchste Aufmerksamkeit, um das richtige Fahrwasser durch das Wirrwar an Betonnungen zu finden, war wieder gefragt. Erschwerend kam dann noch der Verkehr der Großschifffahrt, Kriegsschiffe und U-Boote dazu. Florian hat unsere Esperanza immer ganz am Rand des Fahrwassers gesteuert. Kurz vor der engsten Stelle, knapp vor der Ausfahrt trötete ein lautes Horn von hinten. Ups, ein riesen Frachter in unserem Kielwasser, lieber schnell weg. Wir steuern aus dem Fahrwasser und lassen den Riesen vorbei ziehen. Unglaublich wie schnell solche "Hochhäuser" an uns vorbei fahren. Es war wieder einmal aufregend, und wir sind froh, dass das Kriegsschiff mit genügend Abstand hinter uns ist, und wir nicht noch einmal verschwinden müssen. Ab der gut bewachten Hafenausfahrt...

LETZTE VORBEREITUNGEN

Florian Morgen soll´s also los gehen. Wir wollen zunächst auf die Islas del Rosario und dann bei gutem Wind auf die San Blas Inseln in Panama. Ich habe daher endlich die Windsteuerungsanlage installiert, die das Ruder bei Vorwindkursen mit zwei ausgebaumten Vorsegeln direkt über die Vorsegelschoten bewegt. Bei unseren dänischen Freunden, die wir in Cuba getroffen haben soll das perfekt funktioniert haben. Ich bin neugierig, ob die ESPERANZA das beeindruckt; wäre super, denn dann sparen wir enorm viel Energie und sind nicht mehr vom elektrischen Autopiloten abhängig. Beim nächsten Vorwindkurs (und den soll es nach Panama hinüber geben) werden wir wissen, ob es funktioniert. Am Abend erleben wir, wie mit Hilfe von zwei Schleppern ein großes englische Kriegsschiff in den Hafen gleich neben uns kleinen Segelbooten gebracht wird. Das war ein spannendes Fernsehprogramm! Und dann habe ich mir noch die Bauhaus-Karten für die San Blas Inseln von unserem Freund Chas für Open CPN kopiert; die Nav...

CASTILLO SAN FELIPE DE BARAJAS

Florian Heute waren wir das große Kastell von Cartagena besichtigen. UNESCO Weltkulturerbe und das best befestigte Kastell der Spanier am amerikanischen Kontinent. Es ist wirklich groß und besonders spannend sind die knapp 900 m Gänge im Inneren. Diese Gänge sind schon recht schmal und für mich sowieso zu niedrig. Ein bisschen mulmig wurde uns da schon. Und im Anschluss waren wir wieder im Künstlerviertel Getsemani am Kirchenplatz, mit seinen netten Lokalen und haben uns eine Riesenpizza gegönnt. Ich schätze es wird die letzte für einige Zeit sein. Morgen segeln wir zu den Islas de Rosario!

MUTTERTAG

Martina Heute habe ich ein köstliches Muttertagsfrühstück bekommen, Eierspeise mit Schinken und Käse, sowie herrlicher kolumbianischer Kaffee mit Blick über die gesamte Bucht von Cartagena. Bei uns ist es sehr diesig und schwül, es hat 30° und wir schwitzen. An einen Sprung ins Wasser ist aber hier im Hafenbecken nicht zu denken. Es steht sogar in der Seekarte, dass das Wasser sehr schmutzig ist. Kaum zu glauben, aber wir waren das letzte Mal in den Turks and Caicos auf Big Sand Cays schwimmen, und das ist nun doch schon 6 Wochen her. Das ist eigentlich verrückt, oder? Danach war das Wasser immer zu schmutzig. Wir freuen uns auf die Islas de Rosario, dort soll es herrlich klares Wasser geben. An alle Mütter: wir wünschen einen wunderschönen Muttertag!

KLEINREPARATUREN

Florian Bei unserer Überfahrt von Kuba ging es ja zeitweise recht wild zu und unser Deck stand vielfach unter Wasser. Leider drang das Wasser an mehreren Stellen auch in das Innere unseres Schiffes und daher habe ich mich auf die Suche nach Möglichen undichten Stellen begeben. Und so habe ich mit der bewährten Dichtungsmasse von 3M, die ich für besser als Sikkaflex halte, dort und da die Fugen neu verklebt. Ich bin schon neugierig, ob das jetzt besser ist. Martina hat auch ihre Reparaturen durchgeführt. Bei ihren Flipflops aus Teneriffa waren die Zehenbänder gerissen. Also hat sie diese mit einem Lederfleck ebenfalls repariert. Schön langsam richtet sich unsere Aufmerksamkeit wieder auf das Wetter. Am Dienstag wollen wir wieder Anker auf gehen Richtung Panama.

LADYS DAY

Martina Nach einer Durststrecke von einem Jahr war ich heute wieder einmal shoppen. Männer können das nicht verstehen, aber sie freuen sich dann immer wenn die Frau glücklich nach Hause kommt. Ja so war es auch bei uns. Ich machte mich mit Jesse von der SY Makai auf den Weg in die Altstadt. Selbstverständlich habe ich nicht wirklich etwas neues zum Anziehen gebraucht, aber das ist ja auch gar nicht wichtig. Männer jagen wilde Tiere, Frauen jagen Klamotten. Wir fuhren mit dem Fahrrad von Boutique zu Boutique, probierten alles was uns gefiel, und hatten unglaublich viel Spaß. Wir waren uns einig, dass ein Mann bei so einer Shoppingorgie verzweifeln würde. Nach dem letzten Geschäft gingen wir wieder zum Ersten zurück, und ich kaufte die für 2 Stunden zurückgelegten Sachen doch noch ein. Völlig erschöpft aber überglücklich stärkten wir uns noch mit einem herrlichen Eis. Es wurde schon dunkel, als wir dann letztendlich wieder zum Schiff zurückkehrten. Was mich dann erwartete war super süß. ...

BEHÖRDEN

Florian Manfred der Kapitän aus Deutschland ist unser Agent, der die Behördenabwicklung durchführt. Telefonnummer: +57 311 400 6394. Am Dienstag war Treffen in der Marina und 4 Beamte von allen möglichen Abteilungen waren zugegen. Das große Formular-Ausfüllen war angesagt. Kein Ahnung, was ich da so alles unterschrieben habe. Jedenfalls war in 30 Minuten alles erledigt, die Herrschaften sind von dannen gezogen und morgen Mittwoch sollten wir sogar unsere Pässe zurück bekommen. Am Mittwoch bekam ich von Manfred unsere Pässe zurück und die Rechnung: 260.000,00 Pesos; also umgerechnet ca. EUR 104,00, wovon 220.000,00 auf Manfreds Leistungen, 5.744,00 auf Gebühren und 40.000,00 auf  "Transport of Authorities" - das waren die kleinen gefalteten Geldscheine, die von Hand zu Hand gingen - entfielen. Also anders ausgedrückt für knapp EUR 2,30 an staatlichen Gebühren bezahlt man EUR 101,70 an Spesen. Und ohne Agenten kann man hier angeblich nicht einklarieren (ich habe es auch gar nic...

STRÖMUNGSWAHNSINN

Martina Wie bereits erwähnt, ist der Ankergrund nicht berauschend hier. Es dürfte so ein weicher Gatsch sein, dass man ohne jeglichen Widerstand den Anker meterweit über den Grund schleifen kann. Wir ankerten uns bei absoluter Windstille ein, was aber bedeutet, dass man keine Ahnung hat, wo welcher Anker liegt. Alle Yachten liegen kreuz und quer in der Bucht. Nach dem 4. Ankermanöver machten wir ein kleines Nickerchen unter unserem neuen Sonnendach, wurden aber nach kurzer Zeit durch lautes Rufen unseres Nachbarn geweckt. Obwohl wir viel Abstand zu ihm hatten, trieb uns die Strömung so nahe, dass wir wieder umankern mussten! Nächster Versuch, noch etwas weiter draußen und auf der anderen Seite des Franzosen. Wir sind weit weg, ja, dachten wir. Die Strömung, also Flut setzt ein, und schon wieder sind wir auf Kuschelkurs mit unserem französischem Nachbarn. Diesmal nur sehr nahe, und nicht zu nahe. Es ist aber unglaublich welch riesen Radius man hier in der Bucht benötigt. Noch dazu hängt...

VOR ANKER

Florian In der hiesigen Marina Claub Nautico Cartagena wird am Sonntag nicht gearbeitet, daher konnten wir am Sonntag nicht auslaufen, denn die Muringleinen waren von einem Marinemitarbeiter unter Wasser eingeknotet worden, sodass wir eben wieder einen Marinamitarbeiter brauchen, um uns loszuknüpfen. Heute Montag war wieder Betrieb, wir wurden losgebunden und konnten also auslaufen. Auf meinen Vorhalt, dass dies wohl die einzige Marina der Welt ist, in der am Sonntag nicht gearbeitet wird reagierte man mit einem Schulterzucken: "This is Columbia". Wir ankern also wieder vor der Marina und es waren 4 Versuche nötig, um einen geeigneten Platz zu finden. Und endlich haben wir eine Abschattung für das Vordeck mit dem Spi-Baum errichtet - das ist bei diesen Temperaturen super angenehm! Am Vordeck ist es doch um einiges luftiger als in der Plicht im Heck! Ach ja - wir sind auch in der Süddeutschen Zeitung: http://www.sueddeutsche.de/reise/weltreisende-ich-bin-so-frei-1.2463590-9 Al...

CARTAGENA

Florian Eigentlich wollten wir heute wieder vor Anker gehen, aber niemand kam, um uns vom Strom abzuhängen (man hat uns hier fix im Sicherungskasten angehängt, nicht mit Stecker). Schließlich um 13  Uhr kam dann doch irgendjemand, aber wir waren noch immer unter Wasser mit unseren Leinen angehängt. Ich vereinbarte mit dem Wächter, dass er bis 19 Uhr jemand organisiert, der taucht und uns losbindet. Also gings mit Fahrrad und Laufschuh in die Altstadt. Cartagena ist wirklich beeindruckend schön. Ich habe selten so eine stimmungsvolle Altstadt gesehen wie diese. Cartagena war ja der Hafen, von dem aus die Spanier das Gold aus Südamerika nach Spanien verschifft haben, daher ist die Stadt entsprechend reich an schönen Gebäuden. Und die sind - im Gegensatz zu Kuba - fast alle in guten Zustand. Kein Wunder also, dass die Altstadt von Cartagena UNESCO Weltkulturerbe ist. Ich denke die Fotos sprechen für sich. Als wir um 18:30 Uhr zurück in die Marina kamen und ich beim Wächter nachfragte,...

18.JAHRESTAG

Martina Es ist nun schon 18 Jahre her, dass ich Florian kennen gelernt habe. Es ist uns beiden sehr wichtig, diesen Tag zu feiern und nett zu gestalten. Man muss die Feste feiern wie sie fallen, und was gibt es schöneres, als wieder einmal einen Tag ganz bewusst für unsere Beziehung zu gestalten. Begonnen hat es mit einem ausgedehnten Frühstück und roten Rosen von meinem Rosenkavalier. Danach genossen wir jeder eine Stunde Massage in einem sehr netten Beautysalon gleich in der Nähe der Marina. Hat mir sehr gut getan, denn die unruhige letzte Überfahrt hat meinen Körper doch etwas mitgenommen. Naja und jünger werden wir ja leider auch nicht. Am späteren Nachmittag begaben wir uns dann erstmals Richtung Altstadt. Ich kam aus dem Staunen nicht heraus, denn ich hatte überhaupt keine Ahnung was mich hier erwarten wird. Gepflegte bunte Häuser, nett gestaltete Plätze mit entzückenden Skulpturen, üppigst bepflanzte kleine Balkönchen. Die Stadt lebt, es ist eine wunderbare Stimmung hier, alles ...

CEVICHE

Cevice (roher Fischsalat ) Ein ganz frisches Fischfilet ( ca 250g) in kleine nicht zu dicke Würfel schneiden. Mit dem Safte einer großen Zitronen oder Limette übergießen und gut durchrühren. Der rohe Fisch wird durch die Zitrone gegart. Mindestens 10 Minuten ziehen lassen und immer wieder umrühren. In der Zwischenzeit wird ein roter Paprika, eine rote Zwiebel, 3 Knoblauchzehen klein würfelig geschnitten und gesalzen. Wenn der Fisch gut durchgezogen ist gibt man Paprika, Zwiebel und den Knoblauch dazu. Mit Pfeffer abschmecken und ganz am Schluss kommt der fein gehackte Koreander dazu. Einfach herrlich! PS: Wenn ich Kräuter kaufe und nicht alles sofort verkoche, dann schichte ich die gehackten Kräuter abwechselnd mit Salz in ein kleines Glas und drücke sie ein bisschen zusammen. So kann ich diese dann im Kühlschrank bis zu 3 Wochen aufheben!