Direkt zum Hauptbereich

18.JAHRESTAG

Martina

Es ist nun schon 18 Jahre her, dass ich Florian kennen gelernt habe. Es ist uns beiden sehr wichtig, diesen Tag zu feiern und nett zu gestalten. Man muss die Feste feiern wie sie fallen, und was gibt es schöneres, als wieder einmal einen Tag ganz bewusst für unsere Beziehung zu gestalten.

Begonnen hat es mit einem ausgedehnten Frühstück und roten Rosen von meinem Rosenkavalier. Danach genossen wir jeder eine Stunde Massage in einem sehr netten Beautysalon gleich in der Nähe der Marina. Hat mir sehr gut getan, denn die unruhige letzte Überfahrt hat meinen Körper doch etwas mitgenommen. Naja und jünger werden wir ja leider auch nicht.


Am späteren Nachmittag begaben wir uns dann erstmals Richtung Altstadt. Ich kam aus dem Staunen nicht heraus, denn ich hatte überhaupt keine Ahnung was mich hier erwarten wird. Gepflegte bunte Häuser, nett gestaltete Plätze mit entzückenden Skulpturen, üppigst bepflanzte kleine Balkönchen.





Die Stadt lebt, es ist eine wunderbare Stimmung hier, alles bewegt sich alles dreht sich, alle sind glücklich. Straßenkünstler, wie wahrscheinlich in Wien vor 40 Jahren, stellen mitten auf der Strasse ihre Künste dar. Kommende Autos werden in ihre Darbietungen mit einbezogen. Keiner hupft oder beschwert sich, nein, alle sind glücklich.


Wir kommen zu einem lieblichen kleinen Platz im Stadtteil Gezemani und entdecken einen winzigen Romeo und Julia Balkon des Restaurants "Peninsula". Es ist auch der einzige Tisch im Obergeschoss, und den haben wir auch bekommen. Ein sehr netter italienischer Kellner betreut uns den ganzen Abend und verwöhnt uns mit einem köstlichen Tunatatar, Sirlon- und einem Tenderloin- Steak. Das kolumbianische Bier ist köstlich und die Mojitos waren auch nicht zu verachten.



Besonders nett war der Ausblick über den Platz. Vor unseren Augen fanden zwei Hochzeiten hintereinander in der Kirche statt, und danach zu etwas späterer Stunde beobachteten wir viele Kleinkunstgruppen und genossen ihre Darbietungen.
Es war ein perfekter Tag, wir sind glücklich!

Beliebte Posts aus diesem Blog

GUTE GEFÄHRTIN

Martina Nachdem die Esperanza ihre dritte Weltumsegelung geschafft hat, möchte ich euch meinen Rückblick auf diese wunderschöne Zeit nicht vorenthalten. Wir sind als Ehepaar und perfektes Team losgesegelt. Jeder hatte seine Aufgaben und wir haben uns wunderbar ergänzt. Das Vertrauen sich auf den Anderen verlassen zu können war immer da. Ich habe trotz meiner Seekrankheit meine Aufgaben an Bord immer wahrgenommen, war immer mit Rat und Tat zur Stelle und habe zu vielen Verbesserungen und auch Vermeidungen von größeren Problemen beigetragen. Somit habe ich einen großen Anteil an dieser gelungenen Weltumsegelung von Florian beigetragen. In über 5 Jahren habe ich auf der Esperanza 25.215 Seemeilen zurückgelegt, das spricht für sich. Die letzten von Florian alleine gesegelten 7.842 Seemeilen haben ihm, wie er selbst schreibt, viel Angst und Anstrengung gekostet, und das obwohl er die langen Strecken mit sogar 2 Helfern an Bord zurückgelegt hat.   An dieser Äußerung ist deutlich zu erken...

BALI TÄNZE

22.9./23.9.2018 Martina Mit einem kleinen Mietauto mache ich mich alleine auf den Weg durch Bali. Mein Navi führt mich über enge, steile Straßen Richtung Süden. So steil, dass man hier abwartet, bis das Auto vor einem den Stieg geschafft hat, erst dann fährt man selbst auch hinauf. Man hupt vor den engen steilen Kurven, damit man einen möglichen Entgegenkommenden warnt. Das alles bei Linksverkehr und hunderten Mopeds, die wie lästige Gelsen von überall nach überall fahren und mir teilweise dreispurig entgegen kommen. Nach anstrengenden 2 Stunden Fahrt erreiche ich mein erstes Ziel. Die "Jatiluwih Rice Fields" sind ein UNESCO Kulturerbe. Diese liegen etwas abgelegen von den gängigen Reiserouten und somit ist es nicht ganz so touristisch. Außerdem sind die Straßen so eng, dass es kein Autobus hierher schaffen würde. Ich bin überwältigt und genieße diese beruhigende Harmonie der Reisfelder. Am Strassenrand blühen die Weihnachtssterne und ich bekomme Heimweh. Voll bepackte LKWs u...

ÜBERFAHRT NACH KOLUMBIEN

Martina 25.4.2015 Wir haben Kuba also wie geplant am 25.4. in der Früh verlassen. Vor uns liegen ca.580 sm und wir rechnen mit 5 Tagen und 4 Nächten. Zwischen Kuba, Haiti und Jamaika gibt es bekanntlicherweise entweder viel Wind oder nur umlaufende Schwachwinde. Unser Hauptaugenmerk lag aber auf die zu erwartenden Windverhältnisse vor dem Kap Aguja in Kolumbien. Denn am Festland ragt ein 5395 m hoher Berg in den Himmel. Dadurch entstehen hier laufend extrem starke Winde. Unter Seglern als eine sehr schwierige Strecke bekannt, Wind und Welle machen einem das Leben schwer. Es wird empfohlen den Bereich gut zu beobachten und mit einem Abstand von 100 sm zu umfahren. Schon mein Vater hat von einer seiner schwierigsten Überfahrten von den ABC Inseln (Curacao) nach Panama berichtet. In den Papierseekarten finden wir seine Wegpunkte mit einem Abstand von nur 50 sm. In unserer ersten Nacht auf der Höhe von Jamaika, kommt schön langsam Wind auf. 26.4.2015 Gleich nach der südöstlich von Jamaika ...