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Posts mit dem Label "Huahine" werden angezeigt.

ZWISCHENSTOP

26.11.2016 Florian Unser Positionslicht am Masttop hat beim Einlaufen gestern nicht funktioniert. Also öffne ich heute als erstes die unendlichen Weiten unseres Elektroverteilerkastens, um das Problem zu suchen. Es ist auch bald gefunden - ein Kabel vom Schalter hat sich gelöst. Anlöten - jetzt sollte es wieder funktionieren. Dann widme ich mich unserem Dingi, das immer Wasser im Zwischenboden hat, daher unnötigen Balast transportiert und Martina und ich nicht ins Gleiten kommen und nur so dahintuckern können. Ich entferne alle Borddurchlässe und verklebe sie neu mit 3M5200 - hoffentlich bleiben wir jetzt trocken bzw. dicht. Schließlich treffen wir "J", Erwin von der SY WINSOME und Jean-Paul und Karen von der SY CARINHO, die eine schwierige Überfahrt von Raiatea hatten bei der Happy Hour im Huahine Yachtclub. "J" lädt und kurzentschlossen auf die WINSOME ein, und so verbringen wir einen netten Abend mit unseren Freunden. "J" an Bord ihrer SY WINSOME Die WI...

AUFKREUZEN

25.11.2016 Florian Nach einem gemütlichen Frühstück gehen wir um 10:00 Uhr Anker auf, um nach Huahine zurückzusegeln. Um 11:00 Uhr sind wir am nordöstlichen Pass von Raiatea und verlassen das schützende Riff. Draußen ist der Wind wieder einmal anders als vorhergesagt, von Südost anstatt von Ost - aber egal. Wir kreuzen unserem Ziel entgegen. Das ist bei Welle und Strömung gar nicht so einfach und man braucht Geduld bei 4 Knoten Geschwindigkeit. Die Zeit vergeht und es wird klar, dass wir nicht bei Tageslicht ankommen werden. Kurz überlegen wir gleich nach Tahiti weiterzusegeln, aber dann entscheiden wir uns doch für Huahine; wir kennen die Riffeinfahrt, den Hafen und den Ankerplatz - also keine Angst, wird schon schiefgehen. Um 20:30 Uhr passieren wir das Riff und um 21:00 Uhr fällt nach 45 sm der Anker an unserem alten Ankerplatz vor Fare. 5 Minuten später kommt ein heftiger Regenguss - jetzt sind wir und die ESPERANZA auch frisch geduscht. Und jetzt habe ich mächtigen Hunger! untere ...

WANN IST DIE PARADE

01.11.2016 Martina Heute soll eine Parade mit allen Teilnehmern des morgigen Hawaiki Va´a Rennens stattfinden. Sicherheitshalber schauen wir schon am Vormittag in die Stadt und versuchen die Beginnzeit dieser Parade zu erfahren. Wir fragen 4 verschiedene Einheimische, und bekommen 4 verschiedene Beginnzeiten. Das ist nicht sehr hilfreich verlaufen, deshalb machen wir uns unseren eigenen Plan. Zuerst zurück auf´s Schiff. Florian geht laufen, und ich koche für Florian Papayamarmelade mit echter Vanille ein. Um 15 h starten wir wieder in die Stadt und kommen gerade rechtzeitig zur Eröffnung des 3 tägigen Wettbewerbes durch den Präsidenten von Französisch-Polynesien "Édouard Fritsch" Damen verteilen an die Sportler und an Zuschauer herrlich duftende Blumenketten. Wie auch bei uns in Österreich folgt eine Rede der anderen und anschließend gibt es für alle ein gratis polynesisches Buffet. Man bekommt eine halbe leere Kokosnuss, nimmt sich ein bis zwei Blätter und legt diese in die ...

HAWAIKI NUI

31.10.2016 Florian Das Hawaiki Nui kommt in Fahrt. Heute war Wiegen der Kanus, dabei habe ich mich mit einem Kampfrichter unterhalten. Ein Kanu muss zumindest 120 kg haben, sonst wird es nicht zum Rennen zugelassen, da es sonst nicht stabil genug für das offene Meer sei. Es hat ein Wettkampfgewicht von 150 kg, daher das Wiegen. Wiegt ein Kanu weniger als 150 kg wird Gewicht zugegeben. Mehr als 150 kg darf es haben, aber das ist dann natürlich ein Nachteil. Die Kanus der Spitzenteams wiegen ziemlich exakt 150 kg. Bei diesem Rennen gibt es keine "fliegenden" besser gesagt "schwimmenden" Wechsel, also kein Wechseln während eines Streckenteils (klingt nach "eh klar", aber es gibt ein Rennen in Hawaii, bei dem während der Fahr drei Leute abspringen und drei neue aus dem Wasser zusteigen - daher immer auch ein Begleitboot je Team). Beim Hawaiki Nui dürfen nur zwischen den Etappen Ruderer gewechselt werden; ein Team besteht aus maximal 15 Ruderern; viele Teams je...

KORALLENFRIEDHOF

30.10.2016 Martina Nach einer längeren Pause hatten wir heute wieder das Vergnügen in Fare eine rhythmische Messe mit Trommeln, Gitarren und Ukulele zu feiern. Danach wollte ich wieder schnorcheln gehen, damit meine Muschelsammlung wieder Zuwachs bekommt. Ausgerüstet mit meinem kleinen Netz und einem kleinen Handrechen fuhren wir bis zum Außenriff. Angeblich verstecken sich Schnecken unter Tags gerne im Sand. Auch soll die Chance von übers Riff gespülte Muscheln und Schnecken nach heftigerem Wellengang gut sein. Pilotfisch Der erste Anblick beim Abtauchen war eher ernüchternd. Unzählige abgebrochene kleine und große Korallenteile bedecken den Meeresboden. Es gibt selbst in 2 Metern Tiefe keine Farben zu sehen. Vereinzelt stoßen wir auf ein paar bunte Rifffische, die an den vereinzelten lebenden Korallen nagen. Gemeinsam mit zwei Schwarzspitzenhaien durchkämmen wir die unwirtliche Unterwasserlandschaft. Wenn wir so alleine unterwegs sind, ist uns die Gesellschaft von Haien noch immer ni...

OC6

29.10.2016 Florian OC6 klingt geheimnisvoll. Wie etwa das O5, das das Geheimzeichen für Österreich im Widerstand gegen die Nazis war und man noch heute an der Außenfassade des Wiener Stephansdoms bewundern kann (5 für den fünften Buchstaben - "E" - im Alphabet; also OE wie Ö wie Österreich). OC6 ist jetzt nicht ganz so geschichtsträchtig sondern die Abkürzung für Outrigger Canoe 6; also jene Kanus, die hier im Hawaiki Nui gegeneinander antreten. Es sind mehr oder weniger professionelle Teams, die da starten und die ersten Rennmaschinen, dieser OC6 sind bereits da. Sie sind transportfähig verpackt und müssene rst zusammengebaut werden. Manche kommen mit zwei Auslegerkufen, falls eine beschädigt werden sollte. Bei einem Dreitagesrennen kann einiges passieren. Ich informiere mich bei Rennteilnehmern und erfahre, dass beim Wahiki Nui ein Kanu zwischen 125 und 150 kg haben und 45 Fuss (also ca. 13,7m) lang sein darf. Die Kanus sind aus Kunststoff oder Holz, jeweils mit Glas- oder ...

ERWACHT

28.10.2016 Martina Das Tief ist durchgezogen und der Wind hat wieder auf Ost gedreht. Wir können unser Schlupfloch zwischen den Riffen verlassen und fahren zurück nach Fare. In dieses verschlafene Örtchen kommt in den nächsten 5 Tagen so richtig Schwung. Wir ankern am Rand des Innenriffes vor dem Ort, fahren mit dem Dingi zum Huahine Yachtclub und machen unsere Leine am Dingisteg fest. Zusätzlich fixieren wir auch noch ein Drahtseil, da sich hier angeblich einige Langfinger herumtreiben. Wir spazieren die Uferstraße Richtung Supermarkt (der übrigens riesig ist und eine tolle Auswahl hat) und es ist eine deutliche Veränderung zur letzten Woche zu erkennen. Der Ort ist aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Rechts und links von der Straße bauen die Polynesier ihre Zelte auf. Diese werden dann aufwendigst geschmückt und teilweise kann man dann kaum mehr ein Zelt erkennen. So spazieren wir eigentlich durch einen tropischen Garten. Der Grund für diesen Aufwand ist das seit 1992 stattfindende...

HUARACHES

27.10.2016 Florian Wenn wir beim Segeln oder Motoren stark schaukeln (etwa bei Leichtwind Vorwindkursen), dann knarrt und knackt unser Badezimmer. Durch geringfügige Verschiebungen bewegt sich Holz auf Holz und dadurch kommt es zu dieser Geräuschentwicklung. Ich habe daher alle 4 Unterwanten (das sind die vier untersten von 11 Drahtseilen, die unseren Mast halten) um je eine Gewindedrehung gespannt in der Hoffnung, dass dadurch die Bewegung des Mastes in der Decksdurchführung - unser Mast steckt ja durch das Deck und steht am Kiel - zu minimieren und dadurch das Knarren und Knacken zu reduzieren. Na schau ma... Wer sich noch erinnern kann, ich habe ja das Buch "Born to run" über diese mexikanischen Wunderläufer - die Raramuris - gelesen, die mit einer Art Sandalen (eigentlich mit an die Füße gebundenen Teilen von Autoreifen) laufen - diese nennt man Huaraches. Und heute habe ich mir endlich selbst solche Huaraches angefertigt. Und einen Testlauf hat es natürlich auch gleich g...

NATIONALFEIERTAG

26.10.2016 Martina Eigentlich wollten wir zur Feier des Tages eine neue Österreichfahne hissen, denn unsere zeigt nach einem halben Jahr schon deutliche Verschleißspuren. Es blieb aber bei „eigentlich“, denn wir haben heute nur gefaulenzt. Nach einem ausgedehnten Frühstück habe ich mich um meine Schnecken gekümmert. Die wunderschöne Teufelskralle hat mich einige Stunden an Zuwendung gekostet. Eine ordentliche Reinigung des Schneckenganges, damit sie nicht stinkt, und danach die langwierige Entfernung der Kalkablagerungen am Schneckengehäuse. Jetzt ist sie nahezu perfekt und ich bin stolz auf mein Prachtexemplar. Den Rest meiner kleinen Sammlung habe ich sortiert und werde versuchen diese in den nächsten Wochen zu bestimmen.   Florian hat die Befestigung der Großschot noch einmal zerlegt und zu seiner Zufriedenheit verbessert. Das war´s dann auch schon, so ein österreichischer Feiertag ist auch in Französisch-Polynesien nicht zu verachten.

VERSTECKEN

25.10.2016 Florian Eine Winddrehung ist angesagt. Ein ordentliches Tief zieht durch und daher dreht der Wind von - üblichem - Ostwind auf - ungewöhnlichen - Westwind. Da man hier üblicherweise im Windschatten im Westen eine Insel ankert, sind alle Schiffe nun auf dem "Präsentierteller" für den Wind. Bis zu 20 Knoten sind angesagt und bei Düseneffekten und Fallwinden, kann das bald einmal 30 Knoten tatsächlichen Wind ergeben. Wohin also? Die Cinderella verabschiedet sich nach Raiatea in die Südbucht, die nach Nordwesten geschützt ist. Martina mag allerdings nicht die 25 sm hinüber segeln, also verlegen wir uns 3 sm nördlich in eine tief eingeschnittene Bucht, die uns hoffentlich gut vor den kommenden Winden schützen wird. Bei der relativ engen Einfahrt in die Bucht pfeifft es uns bereits ordentlich - noch von Osten - entgegen, wegen des Düseneffekts in der Landenge. Blick zurück zur Einfahrt Knapp nach der Einfahrt hängt ein uns bekanntes Schiff an einer Boje; aber dort wollen...