Direkt zum Hauptbereich

HAWAIKI NUI

31.10.2016

Florian

Das Hawaiki Nui kommt in Fahrt. Heute war Wiegen der Kanus, dabei habe ich mich mit einem Kampfrichter unterhalten. Ein Kanu muss zumindest 120 kg haben, sonst wird es nicht zum Rennen zugelassen, da es sonst nicht stabil genug für das offene Meer sei. Es hat ein Wettkampfgewicht von 150 kg, daher das Wiegen. Wiegt ein Kanu weniger als 150 kg wird Gewicht zugegeben. Mehr als 150 kg darf es haben, aber das ist dann natürlich ein Nachteil. Die Kanus der Spitzenteams wiegen ziemlich exakt 150 kg.



Bei diesem Rennen gibt es keine "fliegenden" besser gesagt "schwimmenden" Wechsel, also kein Wechseln während eines Streckenteils (klingt nach "eh klar", aber es gibt ein Rennen in Hawaii, bei dem während der Fahr drei Leute abspringen und drei neue aus dem Wasser zusteigen - daher immer auch ein Begleitboot je Team). Beim Hawaiki Nui dürfen nur zwischen den Etappen Ruderer gewechselt werden; ein Team besteht aus maximal 15 Ruderern; viele Teams jedoch lediglich aus 6 Athleten, die müssen dann also alle drei Tage kämpfen. Die Etappenlängen sind sehr unterschiedlich: 1. Tag - 44,5 km; 2. Tag - 26 km; 3. Tag - 58 km. Da gibt es natürlich viel Taktik bei den Spitzenteams.


Außerdem war heute ein großer Fischwettbewerb. Viele Fischerboote sind zeitig Morgens ausgelaufen und bis 16:00 Uhr war die Beute beim Kampfgericht abzugeben. Schon erstaunlich, wie viele große Fische da abgegeben wurden.


Mit einer Seilwinde wurden die Fische aufgezogen und gewogen. Es gab vier Fischklassen in der Wertung; der größte Fisch des Tages war ein Blue Marlin mit 148,6 kg.


Und meine C Tests sind auch erfolgreich. Nach dem erfolgreichen Langstreckentest, wollte ich heute einmal schauen, was meine Cs bei höherem Tempo hergeben: 5 km unter 20 min war das Ziel. Es ging nicht schlecht, doch dann fing es an zu schütten und da rutscht man ganz ordentlich hin und her auf den C; außerdem quietscht man wie Donald Duck im Stimmbruch - das bringt jedenfalls viele Zuschauer. Einmal musste ich die Schnürung nachbessern, das hat Zeit gekostet, aber bei einem Tempo- bzw. Wettkampftest läuft die Zeit bei so etwas natürlich weiter. Am Ende warens 19:45 min also 3:57/km - Test erfolgreich, Verbesserung möglich. Ja und das Logo habe ich auch schon aufgebracht - natürlich im Fersenbereich auf der Sohle, damit die Läufer hinter einem gleich wissen, was los ist, wenn man vorbeizieht - man muss als Athlet auch massiv mit Psychologie arbeiten.


Beliebte Posts aus diesem Blog

GUTE GEFÄHRTIN

Martina Nachdem die Esperanza ihre dritte Weltumsegelung geschafft hat, möchte ich euch meinen Rückblick auf diese wunderschöne Zeit nicht vorenthalten. Wir sind als Ehepaar und perfektes Team losgesegelt. Jeder hatte seine Aufgaben und wir haben uns wunderbar ergänzt. Das Vertrauen sich auf den Anderen verlassen zu können war immer da. Ich habe trotz meiner Seekrankheit meine Aufgaben an Bord immer wahrgenommen, war immer mit Rat und Tat zur Stelle und habe zu vielen Verbesserungen und auch Vermeidungen von größeren Problemen beigetragen. Somit habe ich einen großen Anteil an dieser gelungenen Weltumsegelung von Florian beigetragen. In über 5 Jahren habe ich auf der Esperanza 25.215 Seemeilen zurückgelegt, das spricht für sich. Die letzten von Florian alleine gesegelten 7.842 Seemeilen haben ihm, wie er selbst schreibt, viel Angst und Anstrengung gekostet, und das obwohl er die langen Strecken mit sogar 2 Helfern an Bord zurückgelegt hat.   An dieser Äußerung ist deutlich zu erken...

BALI TÄNZE

22.9./23.9.2018 Martina Mit einem kleinen Mietauto mache ich mich alleine auf den Weg durch Bali. Mein Navi führt mich über enge, steile Straßen Richtung Süden. So steil, dass man hier abwartet, bis das Auto vor einem den Stieg geschafft hat, erst dann fährt man selbst auch hinauf. Man hupt vor den engen steilen Kurven, damit man einen möglichen Entgegenkommenden warnt. Das alles bei Linksverkehr und hunderten Mopeds, die wie lästige Gelsen von überall nach überall fahren und mir teilweise dreispurig entgegen kommen. Nach anstrengenden 2 Stunden Fahrt erreiche ich mein erstes Ziel. Die "Jatiluwih Rice Fields" sind ein UNESCO Kulturerbe. Diese liegen etwas abgelegen von den gängigen Reiserouten und somit ist es nicht ganz so touristisch. Außerdem sind die Straßen so eng, dass es kein Autobus hierher schaffen würde. Ich bin überwältigt und genieße diese beruhigende Harmonie der Reisfelder. Am Strassenrand blühen die Weihnachtssterne und ich bekomme Heimweh. Voll bepackte LKWs u...

ÜBERFAHRT NACH KOLUMBIEN

Martina 25.4.2015 Wir haben Kuba also wie geplant am 25.4. in der Früh verlassen. Vor uns liegen ca.580 sm und wir rechnen mit 5 Tagen und 4 Nächten. Zwischen Kuba, Haiti und Jamaika gibt es bekanntlicherweise entweder viel Wind oder nur umlaufende Schwachwinde. Unser Hauptaugenmerk lag aber auf die zu erwartenden Windverhältnisse vor dem Kap Aguja in Kolumbien. Denn am Festland ragt ein 5395 m hoher Berg in den Himmel. Dadurch entstehen hier laufend extrem starke Winde. Unter Seglern als eine sehr schwierige Strecke bekannt, Wind und Welle machen einem das Leben schwer. Es wird empfohlen den Bereich gut zu beobachten und mit einem Abstand von 100 sm zu umfahren. Schon mein Vater hat von einer seiner schwierigsten Überfahrten von den ABC Inseln (Curacao) nach Panama berichtet. In den Papierseekarten finden wir seine Wegpunkte mit einem Abstand von nur 50 sm. In unserer ersten Nacht auf der Höhe von Jamaika, kommt schön langsam Wind auf. 26.4.2015 Gleich nach der südöstlich von Jamaika ...