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Posts mit dem Label "Galapagos" werden angezeigt.

ABSOLUT PHANTASTISCH

Martina Viele unserer Segelfreunde haben uns schon von der Bootstour zu den Túneles berichtet und uns speziell die Agentur  Rosedelco  empfohlen. Heute war es auch für uns so weit. Um 7:30 treffen wir die 3 köpfige Mannschaft und dann geht es gleich 45 Minuten Richtung Westen. Das Powerboot ist mit 2 x 175 PS ausgestattet und wir genießen eine rasante Fahrt über glattes Wasser. Nur eine lange und ca 2 m hohe Dünung ist zu erkennen. Nach einem kurzen Stopp mit Sichtung der brütenden Schwarzfußtölpel liegt nur noch eine 15 minütige Fahrt vor uns. Der Kapitän verringert sein Tempo und schaut Richtung Land und riesigen Wellen. Ich denke mir nur, nein, nein, nein, das kann nicht sein, durch diese brechenden Wellenberge können wir nicht fahren. Kaum gedacht, gibt er auch schon mächtig Gas und wir reiten mit von ihm sorgsam ausgewählten Wellen durch scheinbar undurchdringbare Meeresfluten. Die Augen des Kapitäns sind überall, einmal steuert er stark Backbord, dann wieder nach St...

TSUNAMI

Florian Um 23:59 UTC gab es ein Erdbeben vor der Küste von Ecuador auf 0,2°N 080,1°W, der Stärke 7,7 in 10 km Tiefe. Eine Tsunamiwarnung wurde verlautbart, die Polizei evakuierte den Küstenbereich von Puerto Villamil, schicke die Menschen auf die Hügel im Landesinneren und es herrschte Aufregung unter den Seglern. Zusätzliche Ankerkette wurde ausgelegt und die Motoren gestartet. Wir haben von der Tsunamiwarnung durch unseren Agenten James Hinkle erfahren, da wir und die Modestas als einzige nicht an Bord unserer Schiffe waren - sondern im Gasthaus, wo James uns aufgestöbert hat. Das Erdbeben war um 17:59 Uhr Ortszeit Isla Isabela/Puerto Villamil. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Blogeintrages - um 21:26 Uhr - sind wir noch guter Dinge. Wir dürften es überleben. Das einzige, das mich nervös macht ist, dass ich meine Wettkampfschuhe an Bord gelassen habe und nur meine langsamen Laufschuhe an den Füßen habe. Das passiert mir nicht nochmals! Martina meint, wir sollten jetzt - 21:42 Uhr ...

VERPROVIANTIERUNG

Florian Am Morgen ruft mich die Nachbaryacht zu Hilfe. Ihr Motor überhitzt und ich habe ihnen gesagt, dass ich ähnliche Probleme wegen eines verkalkten Wärmetauscher hatte. Also fahre ich hinüber und sehe mir gemeinsam mit Skipper Simon die 2 Jahre alte Maschine an. Bald ist der Salzwasserkreislauf identifiziert und eine Möglichkeit, um den Wärmetauscher zu entkalken (leider haben sie nur Essig und keine Salzsäure.) Ein Crewmitglied fragt mich nach Begutachtung, ob ich denn ein Mechaniker sei. Meine Antwort, dass ich Rechtsanwalt war beruhigte sie nicht wirklich. Am Abend gibt es allerdings eine Jubelmeldung – der Motor läuft wieder normal – meine Vermutung einer Verkalkung war korrekt. Vielleicht sollte ich auf Mechaniker umsatteln, das ist hier lukrativer als Rechtsanwalt. Am Vormittag fahren wir mit den Modestas zu einer Farm im Hochland, auf etwa 500m Seehöhe, um uns mit Obst und Gemüse für unsere Überfahrt einzudecken. Wir finden ein „Schlaraffenland“ und pflücken uns durch: Banan...

COUNTDOWN

Martina Seit Tagen beobachten wir das Wetter. Die ersten Segler haben bereits abgelegt und sind auf dem Weg zu den Marquesas. Wir haben unsere Abfahrt für Montag den 18.4.2016 festgelegt. Unser Agent benötigt 2 Tage Vorlaufzeit für unser Ausreisepapiere. Noch drei mal gut ausschlafen bevor die Nachtwachen beginnen. Ich habe bereits meine Einkochgläser einer genauen Kontrolle unterzogen, und konnte keine Schäden entdecken. Alles gut eingekocht und dicht, auch den Speck von Roman und Bianca, die Salami von unseren Freunden Günter und Christine habe ich bis jetzt gerettet. Mitten am Pazifik werden wir uns darüber freuen. Auch die versteckte Schokolade für meinen Kapitän wird eine willkommenen Abwechslung werden. Die Eier schmiere ich mit Vaseline ein, und das Gemüse bleibt ohne Kühlschrank am besten in Zeitungspapier frisch. Florian geht täglich auf Tauchstation und schrubbt im kühlen Pazifik unser Unterwasserschiff. Es ist in den drei Wochen doch wieder einiges angewachsen. Unser Anker u...

KONZERT

Florian Am Morgen bin ich zum ersten Mal Net-Controller am PanPazificNet. Das bedeutet, dass ich die Schiffe abfrage, wo sie sind, und die Funkrunde leite - aufregend, aber es funktioniert. Martina setzt ihre selbstgezogenen Basilikumpflanzen in kostbare vulkanische Erde von der Insel Isabela. Ein Geschenk unseres Agenten James. Danach ist heute wieder Musikabend. Auf der TIME BANDIT von Stuart ist ein Boogie-Pianist - Julian - zu Gast. Gemeinsam schleppen wir am Abend mein Klavier zum Boobie Trap; ich habe diesmal auch meine Geige mit. Alle Segler aus der Bucht sind da. Einziger Wehrmutstropfen ist, dass auf der anderen Straßenseite eine Strandbar ist, die uns mit heftigen Bässen beschallt. Gemeinsam mit Julian wird es aber doch ein gelungener Abend, da wir mit Klavier und Geige ein ungewöhnliches Musikduo für diese Gegend darstellen - so etwas hatten sie hier noch nie!

CALDERA SIERRA NEGRA

Martina Reisen bildet, das habe ich schon vor längerer Zeit festgestellt. Jetzt war es wieder einmal an der Zeit für eine extra Geografiestunde. Caldera ist der Fachausdruck für Kraterkessel. Unser Führer meinte sogar, Caldera nennt man einen Kraterkessel, der einen Durchmesser von mehr als 2 km hat. Wir buchten einen Ausflug über ein Agenturbüro inklusive Führer zum Nationalpark "Vulcano Sierra Negra" (selbständig darf man nicht in den Nationalpark) angeblich handelt es sich um den zweitgrößten Caldera der Erde! Ein Bus holte uns um 6:30 Uhr vom Dingianleger ab, und dann fuhren wir ca. 30 km bis auf eine Höhe von 800 m Seehöhe. Schon nach kürzester Zeit begannen sich unsere Schuhsohlen von den Bergschuhen zu lösen. Wir hatten große Sorge, ob sie diesen weiten und teilweise steinigen Weg durchhalten würden. Es lag ein 8 km Fussmarsch vor uns, zuerst hinauf zum Caldera Sierra Negra auf 1000 m. Ein atemberaubender Ausblick über den im Oktober 2005 zum letzten Mal ausgebrochenem...

WIR SIND AM ENDE

Florian Wenn ich nach Westen blicke, sehe ich kein Land mehr. Wie sind also am Ende der Welt angelangt, und das heißt Puerto Villamil auf Isla Isabela. Doch selbst am Ende der Welt gibt es Behörden (das macht das Ganze dann doch ein wenig heimeliger). Unser Agent hier auf Isabela ist ein US-Amerikaner, James, der samt ecuadorianischer Frau und Sohn seit einigen Jahren hier lebt. Er macht die Einreise einfach und höchst freundlich; da wir am Samstag angekommen sind, müssen wir allerdings USD 60,00 statt USD 45,00 an Gebühren bezahlen - Wochenendzuschlag. Was soll´s - wir sind am Ende der Welt. Nach erfolgreicher Absolvierung des offiziellen Teils besichtigen wir die Ortschaft - Puerto Villamil. Nur Sandstraßen, viele Lokale, Ausflugsbüros, eine große katholische Kirche, alles sehr verschlafen (Ende der Welt halt). Wir buchen eine Tour auf den Krater; das muss man hier gemacht haben. Da wir zu neunt vorsprechen, handle ich uns den Preis von USD 35,00 auf USD 30,00 herunter. Der Stran...

ÜBERFAHRT ISLA ISABELA

Martina Florian bekommt noch rasch eine Beautybehandlung, und dann es geht weiter zum für uns letzten Stop auf den Galapagos. Nachdem die Windvorhersage für die geplante Abfahrt am Montag keinen Wind verspricht, gibt es eine kurzfristige Planänderung. Florian benachrichtigt unsere Agentin Irene, dass wir schon am Freitag den 8.4. ausklarieren, da wir am Samstag Früh nach Isabela weiter segeln werden. Es gilt noch einmal 30.-US$ zu bezahlen, dafür bekommen wir den Ausreisestempel von Ecuador und unsere Zarpe für Isla Isabela. Auf Isabela gibt es keine Ausreisebehörde, aber es wird ein Aufenthalt von einigen Tagen erlaubt. Wir laufen im Schein eines feuerroten Sonnenaufgang aus der Bucht von Puerto Ayora aus. 49 Seemeilen liegen vor uns und wir sollten ausreichend Wind für diese Überfahrt haben. Schon im Hafenbecken setzen wir unsere Segeln und nehmen Kurs auf Isla Isabela, die größte Insel des Galapagos Archipels. Alles wunderbar, herrliche Brise aus 180°, wir segeln mit Groß, ausgebaum...