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VERPROVIANTIERUNG

Florian

Am Morgen ruft mich die Nachbaryacht zu Hilfe. Ihr Motor überhitzt und ich habe ihnen gesagt, dass ich ähnliche Probleme wegen eines verkalkten Wärmetauscher hatte. Also fahre ich hinüber und sehe mir gemeinsam mit Skipper Simon die 2 Jahre alte Maschine an. Bald ist der Salzwasserkreislauf identifiziert und eine Möglichkeit, um den Wärmetauscher zu entkalken (leider haben sie nur Essig und keine Salzsäure.) Ein Crewmitglied fragt mich nach Begutachtung, ob ich denn ein Mechaniker sei. Meine Antwort, dass ich Rechtsanwalt war beruhigte sie nicht wirklich. Am Abend gibt es allerdings eine Jubelmeldung – der Motor läuft wieder normal – meine Vermutung einer Verkalkung war korrekt. Vielleicht sollte ich auf Mechaniker umsatteln, das ist hier lukrativer als Rechtsanwalt.

Am Vormittag fahren wir mit den Modestas zu einer Farm im Hochland, auf etwa 500m Seehöhe, um uns mit Obst und Gemüse für unsere Überfahrt einzudecken. Wir finden ein „Schlaraffenland“ und pflücken uns durch: Bananen, Maracuja, Grapefruit, Zitronen, Orangen, Papaya, Ananas, Melanzani, Lauch, Fisolen, Basilikum, Minze – alles direkt vom Baum bzw. Feld.






Unsere gesamte „Beute“ kostet USD 32,50, ist beste Qualität und sollte lange frisch bleiben bzw. teilweise erst in einer Woche oder noch später reif werden.




Bevor wir die Bananen allerdings an Bord bringen, ertränke ich allfällige Kakerlaken im Meer. Solche „blinden“ Passagiere brauchen wir wirklich nicht.


Da wir mit dem Taxi unterwegs sind, kaufen wir auch noch 60 Liter Trinkwasser und füllen unseren Wasservorrat wieder auf. Die Verproviantierung für die Überfahrt ist abgeschlossen!

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