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ÜBERFAHRT MAUPIHAA

Florian Zu Klarstellung: Mopelia heißt dieses westlichste befahrbare Atoll auf Französisch, Maupihaa auf Polynesisch - wir bleiben daher beim einheimischen Namen - Maupihaa. Wir verabschieden uns von Helmut und Sylvia, die beiden segeln zurück auf die Tuamotus. Wir haben allfällige Lieferungen für Maupihaa für 10:00 Uhr bestellt - doch niemand kommt bis dahin, also gehen wir und ONOTOA Anker auf. Im Knobelwettbewerb gegen den Herrn Kapitän der ONOTOA, Helmut, verliere ich (Stein verliert gegen Papier) und muss daher als erstes durch den Pass. Wir motoren also voraus, da - 1/4 sm vor dem Pass - schießt ein kleine Motorboot heran und übergibt uns bei fahrenden Schiffen noch 5 Kartons und weitere 10 Baguettes für Maupihaa. Jetzt sind wir wirklich voll. Die Ausfahrt nähert sich und wir haben ca. 1,5 Knoten auslaufende Strömung. Die Welle baut sich auf ca. 1 Meter auf, links und rechts Brecher, es gibt auch Strudel und unsere ESPERANZA bockt durch die Welle, aber wir kommen gut durch und ve...

ABSCHIEDSGESCHENK

06.04.2017 Florian Um 7:00 Uhr klopft jemand an unser Schiff und spricht Französisch. Ich packe mein "Morgenfranzösisch" aus und verstehe, dass man gehört habe, wir segeln nach Mopelia und man möchte uns etwas für die dortige Familie mitgeben. Wir sind gerne dazu bereit und erhalten daraufhin 5 Kartons, 20 Baguettes, 10 Küchenrollen und einen Autoreifen?! (Mopelia hat derzeit 21 Einwohner). Irgendwie werden wir das alles schon hinbringen.  Als alles verstaut ist, gehen wir auf einen letzten Tauchgang zu den Mantarochen. Die majestätischen Tiere lassen sich zunächst ein wenig bitten, aber dann erscheinen sie doch und bereiten uns ein eindrucksvolles Abschiedsgeschenk. Zum Greifen nahe schwimmen sie an uns heran und schweben über uns hinweg - es ist atemberaubend! Verhält man sich ruhig und gelassen, dann kommen sie neugierig heran und beäugen einen. Sie zeigen auch keine Scheu, als ich mit ihnen mitschwimme. Aber wenn so ein riesiges Tier knapp über einen "hinwegfliegt...

MAJESTÄTEN DER MEERE

05.04.2017 Martina Eine wunderbare Nacht, eine leichte Brise aus SW, Sonnenschein, ein tolles Frühstück, Herz was willst du mehr. Ja, es gibt noch mehr! Wir wollen die Mantas finden, die hier angeblich ihre Putzstation aufsuchen! Von April bis Oktober kommen sie hierher und lassen sich von den unzähligen kleinen blaugelben Putzerfischen von Parasiten befreien. Gleich nachdem Florian unsere Tauchflaschen wieder befüllt hat, begeben wir uns mit dem Dingi auf die Suche. Die Sicht ist sehr gut und wir können in ungefähr 10 Metern Wassertiefe auch bald die ersten Mantas sehen. Es sind gleich 3 riesige Exemplare und wir springen nur mit Flossen und Taucherbrille ins Wasser. Der größte hat eine Spannweite von etwa 4 Metern. Ich bin fasziniert von ihren ruhigen und majestätischer Bewegung. Wir müssen aber zurück ins Dingi. Die Strömung ist so stark, dass wir binnen kürzester Zeit weit in Richtung Pass abtreiben. Wir fahren zurück den Dingianker vom Schiff holen und werden dann an der Ankerlein...

PLATZWECHSEL

04.04.2017 Florian Wir borgen uns von Helmut die Kanister aus und füllen unsere Tanks mit dem guten und kostenlosen Wasser von Maupiti wieder voll bis an den Rand. Ich gebe auch noch unsere Bierflaschen zurück, für die man hier 100 PFX also umgerechnet ca. 85,00 EUR-Cent Einsatz bezahlt. Die Verkäuferin ist zufällig auch die Schwester von Albert, einem der fünf Einwohner, die auf Mopelia wohnen. Falls wir hinsegeln, sollen wir ihm schöne Grüße von ihr ausrichten – und ich bekomme auch noch 5 Pomelos geschenkt; nette Menschen hier. Martina hat einstweilen aus den von mir gepflückten Limetten einige Flaschen Limetten-Ingwer-Saft gebraut - der schmeckt super!   Dann gehen wir Anker auf. Wir wollen zum Ankerplatz bei der „Manta Cleaning Station“, dort sollen sich Manta Rochen zum Putzen aufhalten. Der Ankerplatz liegt neben dem Einfahrtskanal mit Blick auf das Außenriff – hier rauscht es wieder. Der Anker fällt auf 8 m Tiefe in den Sand – Martina entdeckt beim Ankermanöver gleich einen...

MOUNT TEURAFAATIU

03.04.2017 Martina Die Wettervorhersage für die nächsten Tage zeigt schwache Winde aus NO. Nichts Böses ahnend erstatten wir der SY Onotoa einen Abendbesuch. Gegen 21 Uhr setzen plötzlich heftige Böen ein. In Abständen von wenigen Minuten fegt eine Böe nach der anderen mit bis zu 30 Knoten durch unser Ankerfeld. Das gefällt uns gar nicht und wir entschließen uns doch lieber auf unsere Esperanza zurück zu kehren. Diese ungemütliche Windsituation setzt sich leider fort, und so verbringen wir eine unruhige und schlaflose Nacht. Um 8 Uhr in der Früh schaut Florian wie durch den Fleischwolf gedreht aus. Ein gemütliches Frühstück und ein mittlerweile friedliches Wetter bringen neue Energie und wir halten an dem Plan fest, heute alle den Berg von Maupiti zu besteigen. Der Mount Teurafaatiu ist 380 Meter hoch und verspricht einen wunderbaren Rundumblick über Maupiti. Am Beginn des Weges sind etwa 50 Stufen zu steigen, dann passiert man den Sender der Post, und von dort an geht es teilweise seh...

MANGO UND LIMETTEN

02.04.2017 Martina In der netten Kirche gleich neben dem Dingianleger beginnt die Sonntagsmesse erst um 10 Uhr. Eine angenehme Zeit für uns Langschläfer. Sylvia und ich bekommen von den Einheimischen gleich zu Beginn der Messe einen wunderschönen Tiare Blütenkranz umgehängt.  Auch weisen sie uns einen Sitzplatz ganz vorne zu, damit wir alles gut verfolgen können. Es ist eine protestantische Kirche mit einigen Besonderheiten für uns. Zum Beispiel legen die Messbesucher ihre Geldspende bei der Opfersammlung auf einen Tisch an dem drei Kirchenmitglieder sitzen. Nachdem alle ihre Spende abgegeben haben, wird das Geld gleich gezählt und verlautbart wieviel gespendet wurde.  Auch ungewohnt ist, dass eine Pastorin die Messe hält, und jeder nach der Wandlung ein Stück Brot und ein Stamperl Wein bekommt.  Wir erleben wieder eine sehr lautstarke musikalische Messe, und die Pastorin bedankt sich bei uns fürs Kommen. Nach der Messe spazieren wir zum kleinen Eisgeschäft, aber zu unser...

ZEITVERTREIB

01.04.2017 Florian Das Wetter ist derzeit sehr wechselhaft. Wir sitzen in der Mitte eines Tiefs und der Wind dreht von Südost, über Nordost, Nord nach Nordwest. Jede Nacht viele Squalls - Fenster auf/Fenster zu - dafür aber auch viel Wasser für unsere Tanks. Wasser ist hier aber kein Problem. Maupiti hat ein modernes Trinkwassersystem. Brunnen entlang der Straße mit Zifferneingabe und Kartenabbuchungssystem. Man hält die Karte an das Gerät, tippt eine Nummer ein und das Wasser fließt. So die Theorie. In Praxi funktioniert die tolle Elektronik nicht und daher sind alles Brunnen offen und man bekommt überall kostenlos Wasser. Bei Neuanschaffungen sind die Polynesier gut, bei der Wartung der Anschaffungen jedoch denkbar schlecht - oft und oft haben wir dies hier gesehen. Kein Wetter also, um an eine Weiterfahrt zu denken. Uns wird aber sicher nicht langweilig. Wir suchen Schnecken (und werden auch halbwegs fündig). Auch suchen wir im Dschungel nach Früchten. Dabei erklimmen Helmut und ich...

INSELRUNDE

30.03.2017 Florian Nach 12 Stunden Tiefschlaf bin ich ausgeschlafen und fit für neue Abenteuer. Maupiti besteht wie alle Gesellschaftsinseln aus einer Hauptinsel mit Berg in der Mitte, einer Lagune um diese Hauptinsel, einem Saumriff, die diese Lagune vor dem offenen Pazifik schützt und Motus (kleine Inseln), die auf diesem Saumriff liegen. Die asphaltierte Straße rund um die Hauptinsel ist 9 km lang, und die wollen wir heute gemeinsam mit unseren österreichischen Freunden Helmut und Sylvia von der SY ONOTOA erkunden. Die Insel ist wunderbar tropisch und fruchtbar - Pomelos, Mangos, Bananen, Papaya, Avocado, etc. - alles wird hier kultiviert und wächst üppigst. Es ist der perfekte Mix aus Marquesas (Berg und Tropenwald) und Tuamotus (Lagune und Saumriff - guter Schutz für unsere ESPERANZA). Wir finden viel Obst auf der Straße und schlagen uns die Bäuche voll - nach den Monaten in den Tuamotus ein Schlaraffenland. Die Häuser sind ordentlich, die Menschen sehr freundlich - die Insel hat ...

WEHMUT

27.3.- 29.3.2017 Martina Es ist alles verstaut, wir sind offiziell ausklariert, und wir haben uns von allen Segelfreunden in der Citymarina Papeete wehmütig verabschiedet. Ich werde mich wohl nie an die Abschiede gewöhnen. Ist einerseits ein gutes Zeichen, dass es uns gut gefallen hat. Andererseits wissen wir, dass wir wahrscheinlich nie mehr nach Französisch Polynesien zurückkommen werden, und das stimmt mich doch traurig. Die Luken sind geschlossen und Florian dreht am Motorstartschlüssel. Nichts, es tut sich nichts! „Das darf doch jetzt nicht wahr sein!“ höre ich aus Florians Mund. „Das gibt’s doch nicht!“ Doch, das gibt es. Die Starterbatterie verweigert ihren Dienst, wir können nicht ablegen. Dunkle Regenwolken ziehen sich über Papeete zusammen, auch das ermuntert nicht gerade zum Auslaufen. Florian packt das bereits gut verstaute Klapprad wieder aus und fährt bei strömendem Regen eine neue Starterbatterie zu kaufen. Wir haben unglaubliches Glück, dass die Starterbatterie gerade j...