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MAJESTÄTEN DER MEERE

05.04.2017

Martina

Eine wunderbare Nacht, eine leichte Brise aus SW, Sonnenschein, ein tolles Frühstück, Herz was willst du mehr. Ja, es gibt noch mehr!

Wir wollen die Mantas finden, die hier angeblich ihre Putzstation aufsuchen! Von April bis Oktober kommen sie hierher und lassen sich von den unzähligen kleinen blaugelben Putzerfischen von Parasiten befreien. Gleich nachdem Florian unsere Tauchflaschen wieder befüllt hat, begeben wir uns mit dem Dingi auf die Suche. Die Sicht ist sehr gut und wir können in ungefähr 10 Metern Wassertiefe auch bald die ersten Mantas sehen. Es sind gleich 3 riesige Exemplare und wir springen nur mit Flossen und Taucherbrille ins Wasser. Der größte hat eine Spannweite von etwa 4 Metern. Ich bin fasziniert von ihren ruhigen und majestätischer Bewegung.


Wir müssen aber zurück ins Dingi. Die Strömung ist so stark, dass wir binnen kürzester Zeit weit in Richtung Pass abtreiben. Wir fahren zurück den Dingianker vom Schiff holen und werden dann an der Ankerleine abtauchen.
Ich bin aufgeregt und in Sorge, ob wir die Mantas wieder finden. Den großen Felsen unseres ersten Treffens haben wir uns gut gemerkt und dort in der Nähe werfen wir jetzt unseren Anker. Wir tauchen ab, halten uns wegen der starken Strömung an jedem zu Verfügung stehenden Stein an und strampeln ganz knapp über dem Meeresboden Richtung Mantafelsen.
Leider nichts, kein Manta. Florian will schon Richtung Dingi auftauchen, da schwebt plötzlich ein Prachtexemplar genau auf uns zu. 




Ich kann unser Glück gar nicht fassen und habe Mühe, die GoPro in den gewünschten Aufnahmemodus zu stellen. Schnell noch eine gute Position am Felsen erwischen und irgendwie mit einer Hand fest anhalten. Florian sichert sich eine gute Position neben mir und hält mich immer wieder fest, damit ich nicht davon treibe. Die Kamera läuft, der Manta entpuppt sich als Fotomodell. Er lässt sich in aller Ruhe von den Putzerfischen putzen und er bleibt mit minimalistischen Bewegungen in der starken Strömung 2 Meter vor uns stehen. 




Er fühlt sich von unserer Anwesenheit nicht gestört, eher habe ich das Gefühl, dass er uns genauso studiert wie wir ihn.

Der Manta gewährt uns Zeit für viele Fotos und unglaubliche Videos aus nächster Nähe und zum Abschied schlägt er vor uns noch einen Salto. Diese Begegnung zählt mit Sicherheit zu den Höhepunkten unserer bisherigen Reise. 
Die abenteuerliche Einfahrt in den Pass hat sich wirklich gelohnt. Ja die schönsten Dinge im Leben bekommt man nicht geschenkt!




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