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Posts mit dem Label "Atlantiküberquerung" werden angezeigt.

Atlantiküberquerung 18. Tag

Florian Nichts wackelt mehr! Keine blauen Flecken mehr! Nicht mehr zwischen Bank und Tischbeinen eingeklemmt schlafen, damit man nicht durch die Gegend rollt. Martina befreit ihre scheuer empfindlichen Körperstellen vom Chinesiotape ( Ellbogenknochen, Sitzknochen etc)!! Heute um 11:45 UTC ist der Anker vor dem Einklarierungshafen Port St. Charles im Nordwesten von Barbados gefallen. Unser Glück lässt sich in Worten nicht beschreiben. Es ist ein unglaubliches Gefühl! So hart der Weg war - ich möchte gar nicht mehr an den Freitag den 13. denken - so versöhnlich war die Ankunft. Der Passat reduzierte auf 10-15 Knoten, die Welle war nur noch 1-2 m. Wir glitten durch die Nacht. Martina sah um 03:00 UTC als erstes LAAAND!!! Wir schrien unsere Erleichterung in den Nachthimmel und heulten vor Glück wie die Schlosshunde. Als wir die Nordspitze von Barbados passierten legte sich die Welle und bald auch der Wind - Ententeich! Wir sind glücklich, erleichtert, stolz, derzeit gar nicht sooo müde und...

Atlantiküberquerung 17. Tag

Martina Wir verbringen jede Menge Zeit an unserem Plotter und rechnen hin und her. Wenn der Wind so bleibt, und wenn wir dieses Tempo halten, und wenn, und wenn, und wenn..... ja dann kommen wir am Montag 6 Uhr früh Ortszeit an unserem Waypoint 2 sm nördlich von Barbados an. Von dort sind es dann noch 5 sm zur ersten Möglichkeit - Port St. Charles - einzuklarieren. Falls es dort auf Grund der Morgenstunde nicht geht, sind es weitere 15 sm bis zum Deep Water Harbour in der Hauptstadt Bridgetown, dort haben sie jedenfalls von 06:00 bis 22:00 Uhr geöffnet. Schön langsam macht sich eine vorsichtige Vorfreude breit. Wir haben jetzt den Count Down gestartet. Unser Plotter zeigt noch 100 sm später nur noch 50 sm. Abgesehen davon, dass uns die Wellen nach wie vor durchs Schiff schleudern und wir schon echt genug davon haben, geht es uns sehr gut. Gestern gab es indischen Mahi Mahi - er war köstlich. Rezept folgt auf Barbados. Florian Studiert noch einmal alles über Barbados. Des weitere kitzel...

Atlantiküberquerung 16. Tag

Florian 12 große Filetstücke sind aus dem Mahi Mahi geworden. Martina hat vier davon hervorragend zubereitet. Praktisch keine Gräten, gebraten nur mit Salz, Pfeffer und Knoblauch, dazu Erdäpfel von den Kap Verden und Grüner Spargel selbst eingelegt noch von zu Hause - nobel geht die Welt zu Grunde! Und heute gibts wieder Mahi Mahi und Morgen gibts auch Mahi Mahi - und dann freue ich mich über einen fetten Hamburger! Die Nacht war unruhig. Immer wieder zogen Squalls über uns hinweg und zwei Mal schüttete es wie aus Schaffeln. Wir refften die Genua aufs erste Ref. Und gut wars, denn um ca. 04:00 Uhr von einer Minute auf die andere statt 14 Knoten Wind aus 160° StB, 25 Knoten aus 90° BB - Autopilot gibt auf und ich muss hinaus ans Steuer die ESPERANZA wieder auf Kurs bringen. Die Squalls können schon richtig gefährlich werden. Freunden von uns von der schweizer Yacht MUCK hat es in so einem Squall den Blister zerfetzt. Wie heißt es so schön - der kluge Mann refft vor - also bleiben wir de...

Atlantiküberquerung 15. Tag

Florian Es läuft. Martinas Seekrankheit ist - zwar unter Anwendung von Tabletten aber doch - weg, sodass sie sogar ihre Stricksachen wieder ausgepackt hat. Die ESPERANZA zieht gemächlich ihre Bahn durch den Atlantik. Der Wind ist schwächer geworden. Das ist uns nur angenehm, denn wir haben ja bislang fast durchgehend die Segel gerefft gehabt. Die ausgebaumte volle Genua ist gerade perfekt für den Wind; und die Welle ist durch den geringeren Wind ebenfalls kleiner geworden - nur noch 2-3 Meter und halbwegs gleichmäßig. Sonnenaufgang war heute um 09:55 UTC - wir merken, wie weit wir bereits im Westen sind. Im Morgengrauen habe ich Martinas Angel hinausgehängt (meine Angelrute hat ja ein Fisch geholt - ich glaube, das nennt man einen Präventivschlag. Bald sehe ich wieder einen Vogel um unseren Köder kreisen. Dass es ein Zeichen von Landnähe sei, wenn man Vögel sieht, ist ein Blödsinn. Wir haben Vögel in der Mitte des Atlantiks gesehen. Und so eben auch jetzt wieder. Ich zupfe also an der ...

Atlantiküberquerung 14. Tag

Martina Der Wind hat wie vorhergesagt um gute 5Kn nachgelassen. Dies hatte zur Folge, dass wir statt der BB Fock jetzt mit der Genua auf der BB Seite fahren, denn wir wollen ja schließlich gerne vor Weihnachten ankommen. Beim Hantieren mit den Spi-Bäumen hat Florian gesehen, dass der Feststellbolzen für den BB Baum gebrochen und verlohren gegangen ist. Er hat`s provisorisch repariert, denn ohne Bäume können wir diesen Autopiloten schonenden Kurs nicht fahren. Wir glauben`s kaum, aber sonst war keine Reparatur notwendig - "jupi du"! Also jetzt fragt ihr euch sicher was wir dann den ganzen Tag lang machen, zb. gestern: Frühstück um 08h, bei solcher Wackelei dauert das ca.1Std., dann Rundgang am Schiff ob alles ok ist, immer wieder händische Kurskorrekturen wegen durchziehender Squalls. Lesen, Sudoko lösen, Tratschen, Musik hören und fischen. Apropo Fischen, gestern hätten wir einen großen Fisch gefangen, aber er hat uns leider die Angelrute aus der Verankerung gerissen und war ...

Atlantiküberquerung 13. Tag

Florian Derzeit läufts. Der Autopilot hat uns bzw. den neuen Kurs lieb. Dafür müssen wir einen Umweg in Kauf nehmen. Aber der kürzeste Weg ist meist nicht der Schnellste und der Sicherste schon gar nicht. Also Geduld haben und die Zeit sinnvoll nützen. Bei meinem täglichen Kontrollgang habe ich festgestellt, dass sich die Muttern, die die Pinne am Ruder befestigen gelockert haben und sich eine Mutter bereits verabschiedet hat - alles wieder festgezogen und neue Mutter aufgesetzt. Ein Kabelbinder der Stromverkabelung für die Solarpaneele ist gerissen - habe ich ersetzt. Auch habe ich Außenabdeckungen für unsere Speigatts (die "Löcher" in der Bordwand, durch die das überkommende Wasser wieder abfließen kann) gemacht. Jetzt kann nicht so viel Wasser durch diese von außen an Deck dringen und dadurch sollten die Sitzflächen bzw. das Cockpit womöglich trocken werden, sodass wir auch draußen sitzen können. Die Sonne ist ja Balsam auf unseren geschundenen Psychen. Wir vermissen derze...

Atlantiküberquerung 12. Tag

Martina Nachdem unsere Bordmittel für alle Reparaturen des Autopiloten erschöpft waren, und wir trotzdem zu keinem verläßlichen Autopiloten kamen, bangten wir uns auch wieder durch letzte Nacht. Der Wind ist stärker geworden (25-30 Knoten). Dadurch tritt der Kursverfall des Autopiloten häufiger ein. Mehrfach reisst es uns aus dem Schlaf und wir müssen raus an die Pinne Kurs per Hand korrigieren, Autopiloten komplett abdrehen; nach einigen Minuten wieder aufdrehen, damit er wieder funktioniert. Immer wieder bekommen wir eine heftige Salzwasserdusche ab, und leider auch die Kombüse. Das heißt Schiff und uns danach wieder mit Essigwasser salzfrei und trocken legen. Und das bei einem Seegang von 4-5 Meter Welle. Es ist so ruppig, dass sogar einer von Florians Schlapfen sowie sein Gesundheitssitzpolster aus der Plicht über Bord gespült werden. Der neue Autopilot ist bereits bestellt und kommt mit Freunden in den Weihnachtsferien. Um uns und den Autopiloten zu schonen, hat Florian die Segels...

Atlantiküberquerung 11. Tag

Zu den Fragen per SMS: 1. Der praktisch neue Elektromotor der einmal funktioniert und einmal nicht ist ein "Bühler Motor, das Motorengehäuse ist ca. 5,5 cm lang und 3 cm im Durchmesser. Markant ist noch, dass die Bereiche um die Anschlusspole großflächig rot und schwarz gefärbt sind. Wenn man den Motor per Hand andreht, läuft er selbständig weiter. Die Chance, dass er sich bei Stromzufuhr von selbst einschaltet liegt bei ca. 60 %. Warum ist das so? Was kann man dagegen machen?? 2. Für alle Amateurfunker: Wir werden täglich um 19:00 UTC auf 14.141,0 MHz QRV sein. OE1FZU - das bin ich. Florian: Positiv denken! Der Autpilot war letzte Nacht ganz brav. Trotz einiger Squalls hielt er uns gut in der Spur und wir konnten endlich wieder ein Nacht gut Schlaf tanken. Gestern in der Nacht dann "Bergfest" - also Halbzeit! Hurrah!! Heute Morgen dann wurden wir dreistellig. Erstaunlich war, dass exakt zur selben Seemeile noch 1000 sm bis Tobago und insgesamt seit Beginn unserer Reise ...

Atlantiküberquerung 10. Tag

Florian Es war eine harte Nacht. Der Autopilot hat mehrfach den Kurs verloren, sodass wir aufspringen, hinauslaufen und das Schiff wieder auf Kurs bringen mussten - und das in Squalls mit bis bis zu 30 Knoten Wind und Welle von 4-5 Metern; es war nicht lustig. Bis 2 Uhr früh versuchten wir irgendwie einen zuverlässig funktionierenden Autopiloten herzustellen - vergebens. Durch stark gereffte Segeln konnte der Autopilot die ESPERANZA recht und schlecht in der Spur halten. Um 1/2 3 Uhr früh - völlig fertig - entschieden wir, morgen (also heute) weiterzumachen und genehmigten uns jeder 2 Stunden Schlaf, während der andere den Autopiloten überwachte. Heute Morgen dann wieder Großreparaturtag der diversen Bestandteile des Autopilots. Herzlichen Dank für all die SMS mit guten Tipps. Derzeit nichts weiter in Richtung Kohlen nötig. Das Anlöten der Kohlen funktioniert halbwegs. Baugleiche Kohlen für den entsprechenden Elektromotor gibts nur in der Zivilisation - nicht am Atlantik; daher muss ic...

Atlantiküberquerung 9. Tag

Florian Wir hatten gestern ja mehrfach versucht den defekten Autopiloten wieder zu reparieren, für den Fall, dass das derzeit problemlos arbeitende Gerät wieder einmal seinen Diernst verweigert. Ich fand in unserem ausufernden Ersatzteillager einen Ersatzelektromotor und Ersatzkohlen für Elektromotore. Das Problem - ich habe zwar gehört, dass es in Elektromotoren irgendwo Kohlen gibt, doch habe ich bislang nicht gewußt wo, geschweige denn die Kohlen ausgetauscht. Jetzt hatte ich - nolens volens - Gelegenheit mich damit auseinanderzusetzen. Ich baute also den defekten Elektromotor aus der Schubstrange vom Autopilot aus, verklebte den Zahnkranz an der Achse des neuen, lötete den neuen Elektormotor an die Stromkabel - wo plus und minus hingehören ist leider ein Glückspiel, aber mit einer Blockklemme rasch umzudrehen - und setzte die Schubstange wieder zusammen. Was relativ einfach klingt hat eine Schwierigkeit - die ganze Aktion ist während einer "Hochschaubahnfahrt" sondergleic...

Atlantiküberquerung 8. Tag

Martina Freitag der 13. hat seinem Ruf alle Ehre gemacht. Der Wind ist wie vorhergesagt gestern gegen 22:00 Uhr immer stärker geworden und unser Autopilot hatte immer mehr Probleme bei den auch immer größer werdenden Wellen den Kurs zu halten. Zu all dem kamen dann ab Mitternacht Squalls (heftige kurze Regenschauer mit drehenden Winden) die uns die ganze Nacht mit Ein- und Ausreffen auf Trab hielten. Immer wieder raus Handsteuern, weil der Autopilot den Kurs nicht halten konnte. Dann wollte er gar nicht mehr. Wir mussten bei Regen und Wellen irgendwie dieses Scheißding wieder in Stand setzen. Also Martina stand am Steuer und kämpfte erfolgreich mit den Böen. Florian tauschte die Schubstange des Autopilots gegen die Ersatzschubstange. Verzweiflung machte sich an Bord breit. Ohne Worte trafen sich unsere Augenpaare und wir wussten: jetzt müssen wir zusammen halten. Es gibt kein Jammern und kein Klagen, wir müssen die Probleme lösen sonst stehen wir 9 Tage rund um die Uhr am Steuer - wie ...

Atlantiküberquerung 7. Tag

Florian Manche Tage sind verzichtbar. Der Wind kam zurück und wir mussten das Groß bergen. Dazu mussten wir den Motor starten. Hat wieder nicht gespuckt - wir natürlich gleich wieder ganz nervös, wo denn diesmal die Ursache liege. Also Motor wieder abgedreht und unter Wind zunächst die Genua geborgen, dann das Groß hart am Wind heruntergerissen und danach die Genua BB alleine und ausgebaumt wieder gesetzt. So weit so gut. Als wir den Autopilot wieder einschalten wollten, verweigert er den Dienst und fährt nicht mehr ein noch aus (wir haben ein Schubstangensystem da Pinnensteuerung). Also zweiter Autopilot heraus. Auch dieser spinnt und fährt wohin er will. Martina übernimmt das Schiff per Hand und ich gehe wieder einmal reparieren. Ich finde keinen Fehler am Autopilot und nach einiger Zeit funtioniert das Ersatzgerät dann doch wieder. Bei unserem Hauptgerät - einem Autohelm 2000 M87 - ist, wie ich nach Zerlegen und Tests feststelle offenbar der Elektromotor am Ende. Jedenfalls funktion...

Atlantiküberquerung 6. Tag

Florian Nach der windstillen Regenerationsphase (die hätte wohl erst nach der ersten Hälfte gehört, aber man kann halt nicht alles haben) schalteten wir gestern am späten Nachmittag den Motor an, um Strom zu machen, zu prüfen, ob der Motor wieder Probleme macht und um den 30. Längengrad West zu überqueren. Der Motor lief wie ein Glöckerl und nach Überquerung des 30. Längegrades stellten wir unsere Bordzeit eine Stunde zurück - wir haben daher nun UTC -2 Stunden - also 4 Stunden früher als Mitteleuropa. Die seglerischen Zeitangaben sind allerdings in UTC, sonst wirds zu unübersichtlich. Für heute Mittag war die Rückkehr des Windes angesagt. Der Wind kam auch, aber um Mitternacht. Also aufgestanden und gleich einmal Passatbesegelung gesetzt (Fock + Genua je ausgebaumt). Der Wind kam allerdings dann doch zu weit von Nord also um 02:00 Uhr alles retour und Groß + Genua hinauf. Der Wind blies dann zunächst angenehm mit 9-10 Knoten aus 90° StB. Als die Schubstange unseres Autopilots ein eige...

Atlantiküberquerung 5. Tag

Florian Als der Wind gestern wieder eingeschlafen ist haben wir den Motor gestartet, um Strom zu machen und doch ein wenig weiter zu kommen. Als der Motor läuft spritzt schon wieder kein Wasser aus dem Auspuff. Also Motor stop und Motorraum auf. Irgenwo muss der Kühlwasserkreislauf verstopft sein. Ich zerlege sämtliche Schlauchverbindungen und stelle fest, dass bei einer T-Kreuzung beim Schwanenhals oben, wo die eine Leitung nach dem Auspuffkrümmer Wasser einspritzt und die andere Leitung Wasser in den Auspufftopf oben am Schwanenhals einspritzt, der Gummi vom Schlauch durch Hitze geschmolzen ist und das T-Stück verklebt hat. Na hoffentlich ist es das jetzt!! Kaputte Schlauchenden abgeschnitten, Schläuche geputzt und wieder zusammen geschraubt. Auch den dicken Abgasschlauch, der den Krümmer mit dem ersten Auspufftopf verbindet und der beim Krümmer schon ziemlich in Mitleidenschaft gezogen wurde baue ich aus, drehe ihn um und habe nun das "schöne" Ende am Krümmer und das ...

Atlantiküberquerung 4. Tag

Martina Gerade rechtzeitig, um die zweite Kerze des Adventkranzes anzuzünden ist der Wind komplett eingeschlafen. Das muss man sich wirklich bildlich vorstellen. Nur Wasser - ein treibendes Segelbott und ein Adventkranz in der Plicht mit zwei brennenden Kerzen - ich glaube das gabs noch nie. Wir singen "Leise rieselt der Schnee" bei 28 Grad und verspeisen Vanillekipferl und Kletzenbrot von meiner Mama. Wenn´s schon nicht sehr weihnachtlich ist, dann ist es zumindest sentimental. Mein zweites Weihnachten ohne Roman und meiner Mama, da purzeln gleich die Tränen. Die Segel sind alle gut eingerollt und warten auf ihren nächsten Einsatz. Aber heute wird das nichts mehr. Die Gribfiles versprechen erst für Mittwoch den 11.12. konstante Winde. Nachdem wir keine Fahrt machen ändern wir die Nachtwachen und schauen nur alle 40 Minuten, ob alles o.k. ist. Das erleichtert die Wachen sehr und wir sind beide gut ausgeschlafen. Wir genießen ein herrliches Frühstrück, danach richte ich einen ...

Atlantiküberquerung 3. Tag

Florian Die Nacht war ruhig, wenngleich der Wind schon angefangen hat einzuschlafen. Am Morgen wars dann soweit - der NO-Passat war praktisch weg. Die Wettervorhersage war leider richtiger als gewünscht. Der Wind hatte auf Süd-Südost gedreht. Wir wollten daher versuchen mit Groß und Genua raumschot in südwestliche Richtung zu segeln. Zu weit vor dem Wind würden die Segel schlagen, zu hart am Wind würden wir nach Argentinien kommen. Martina startete den Motor, um uns in den Wind zu drehen. Nach kurzer Zeit lag der Geruch von verbranntem Gummi in der Luft. "Sofort Motor stop!" rief ich. Was ist nun schon wieder??? Aus dem Auspuff kam kein Wasser. Also mussten wir ein Problem im Salzwasserkühlkreislauf haben, sodass kein Salzwasser in den heißen Auspuff eingeleitet wird, wodurch dieser zu heiß wird. Alle Segel wieder herunter und wir trieben mitten im Atlantik. Zum Glück war die Welle mangels Wind bereits kleiner geworden. Nochmaliger Versuch den Motor zu starten zeigt, dass zwa...

Atlantiküberquerung 2. Tag

Florian Vorweg - danke für die vielen SMS aufs Iridium - es ist sehr hilfreich zu wissen, dass ihr in Gedanken bei uns seid und uns die Daumen haltet. Martina ist verkühlt. Schon vor dem Ablegen hatte sie Halsweh, jetzt hat sie leichtes Fieber und ist Matsch. Womöglich auch auf Grund des von ihr eingerexten Hühnecurrys, dass wir gestern gewärmt haben - es war sauer, also kaputt - haben die Fische bekommen. Heute habe ich gekocht - die restlichen Nudeln von gestern mit eingerextem Chili con Carne. Martina ist seither wieder auf dem Weg der Besserung. Letzte Nacht war geprägt vom Hoffen, dass der Wind nicht zu sehr nachläßt. Bei größerer Welle macht es einen Schnalzer durch die Genua, da der Wind zu schwach ist. Daher haben wir durch Reffen (zwecks Spannung im Segel) und Kursänderung (zwecks Wind im Segel) versucht gut und ohne "Schnalzer" durch die Nacht zu kommen, was uns auch einigermaßen gelungen ist. Laut Wettervorhersage soll ab Sonntag Abend bis Dienstag der Wind einschl...

Atlantiküberquerung 1. Tag

Florian Heute war`s also soweit. Große tränenreiche Verabschiedung von Florians Eltern, danach Ablegen um 10:45 Uhr, zur Tankstelle Diesel auffüllen und dann um 11:30 Uhr Ortszeit gings richtig los. Raus auf den Atlantik. Der Wind im Kanal von San Vicente war erwartungsgemäß  stark und auch die Welle. Dann ließen wir die Kap Verden im Kielwasser und der Wind wurde schwächer pendelte sich aber ganz gut ein. Wir segeln in unsere erste Nacht. Kurs 230° - also südlicher, um in der Windzone zu bleiben. 6,5 Knoten Speed over Ground(SOG)mit Genua Steuerbord und Fock Backbord jeweils ausgebaumt. Position 20:00 UTC 16°39´934N 025°43´159W. Bitte alle da draußen fest die Daumen halten!! Ganz liebe Grüße von Bord der ESPERANZA! Und übrigens - die Ankerkette liegt in der Bilge.