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FOXY´S

Martina Es ist sehr bemerkenswert, dass Jedermann die Foxy´s Bar auf Jost Van Dyke kennt. Foxy und seine Frau Tessa haben es über die Jahre geschafft ihre eigene Marke zu kreiren. T-Shirts, Kapperl, Taschen, Strandtücher und die ursprüngliche und immer wieder erweiterte gemütliche Seglerbar. Täglich zwischen 16-18 h ist Happy Hour, und ab diesem Zeitpunkt füllt sich die Strandbar. Die Zeiten wo Foxy noch selbst für seine Gäste zur Gitarre gegriffen hat sind leider schon sehr rar geworden, doch nichts desto trotz geht das Geschäft sehr gut. Heute ist ein DJ für die musikalische Untermalung verantwortlich und viele der Amerikaner beglücken sich am reichlichen BBQ Buffet. Die Strandbars rundherum sind leer und alle fragen sich warum! Es ist einfach gemütlich hier. Die Besucher hinterlassen ihre T-Shirts, Fahnen oder Visitenkarten und so wird es einfach Multi - Kulti. Wir haben unsere Visitenkarte natürlich auch hinterlassen! Es war wieder ein Abschiedsabend, Selivra und Tifricat gehen and...

WHITE BAY

Martina Eine Bucht westlich von uns ist die White Bay. Für unsere Esperanza ist diese Ankerbucht zu seicht, deshalb konnten wir sie auch nicht anlaufen. Zu Fuß ist sie aber in nur 30 Minuten zu erreichen, und so machten wir einen netten Spaziergang. Die Entfernung ist ja wirklich lächerlich, aber die Steigungen der Straßen sind eine Katastrophe. Mit bis zu 25 % geht es rauf und runter, so dass es fast eine Bergtour wurde. Die Anstrengung hat sich aber gelohnt, denn der feine weiße Pudersand, das glasklare Wasser, der blaue Himmel mit den kleinen Schönwetterwolken haben unser Herz erfreut. Eine nette Strandbar vermietet Strandliegen und versorgt die Urlauber mit kühlen Getränken. Alles zu unverschämten Preisen (Beispiel gefällig: 1 l Haltbarmilch USD 5,00, eine Kugel Eis USD 4,00), aber für viele heißt es im Urlaub: Was kostet die Welt!!!

EIN TAG MIT FREUNDEN

Florian Wir hatten heute am Strand von Great Bay die internationalen offenen österreichischen Meisterschaften in Boccia von Jost van Dyke nach dem Reglement von 1832. Die Besatzungen der Segelyachten Selivra, Tifricat und Esperanza fanden sich zur festgesetzten Zeit am Wettkampfgelände – dem Strand von Great Harbour – ein. Dem Wettkampf wurde mit Spannung entgegengefiebert. Wie sich bald zeigte, war die Spielstärke durchaus ausgeglichen, wobei sich die Mannschaft der Selivra durch die Mitwirkung von Bordhund Benny so manchen Vorteil sicherte (da Benny bei mehreren schlechten Würfen der eigenen Mannschaft die Bocciakugel schnappte und davonlief). Nachdem ich Benny einige Zeit über den Strand gejagt und mehrfach – mit mir gemeinsam - ins Wasser geschmissen habe, war auch dieser „Störgeist“ gebannt. Die Stimmung war hervorragend und als alle körperlich und geistig erschöpft waren, haben wir uns mit Elektrolytgetränken in Foxy´s Bar regeneriert. Das Resultat ist nebensächlich. Am Abend gab...

JOST VAN DYKE

Martina Wieder ein mal heißt es für uns Abschied nehmen. Nach zwei sehr netten Tagen in der Maya Cove verabschieden wir uns von Raul und hoffen auf ein Wiedersehen mit der gesamten Familie irgendwann in Europa. Der Wind hat wie vorausgesagt zugenommen und drückt uns mit voller Kraft an den Anleger. Trotz Eindampfen in die Vorspring ist es uns nicht möglich aus eigener Motorkraft vom Steg wegzukommen. Wir bitten um Hilfe eines Marineros, der unseren Bug weg vom Steg nach Steuerbord ziehen soll. Das macht er natürlich auch sehr gerne, aber unsere Esperanza ist so schwer und träge, dass wir ein weiteres starkes Dingi benötigten, um vom Steg loszukommen. Geschafft, denn ohne Hilfe wären wir jetzt noch dort; DANKE. Unser heutiges Tagesziel ist die Insel Jost Van Dyke, benannt nach einem niederländischen Piratenkapitän, der hier sein Unwesen trieb. Die Insel ist nur ca.3,5 km lang und soll sich ihren karibischen Stil erhalten haben; wir werden schauen ob wir uns dieser Meinung anschließen kö...

FREMDGEHEN

Florian Wir Segler haben ja unsere eigene Einstellung zu Motorbootfahrern. Meist in nicht mehr ganz taufrischem Alter mit jüngeren Begleiterinnen brausen sie mit ihrem spritverschlingenden Ungetümen möglichst knapp an unserer ESPERANZA vorbei, sodass wir alles festhalten müssen, denn die Welle des Motorbootes macht aus der Atlantikwelle ein schüchternes "Wellerl"; und Vorfahrtregeln werden von Motorbootfahrern zumeist und bestenfalls als Empfehlung verstanden; es gilt - mehr PS - mehr Speed - mehr Vorfahrt. Wir besuche hier in Maya Cove auf Tortola Raul, den Mann meiner Schwester Kelly aus den USA (als ich 1984/85 AFS Austauschschüler in Higginsville Missouri war). Er ist Vizepräsident der Charter Division von Marine Max, dem weltgrößten Bootshändler - insbesondere Motorboote. Und er wohnt für die Dauer seines Aufenthalts hier auf einem Motorkat Marine Max 484. Dieses Schiff ist ein klein wenig luxuriöser als unsere ESPERANZA und Martina wollte auch gleich tauschen. Diesen sc...

MAYA COVE

Martina Nach nur zwei Tagen trennten sich schon wieder unsere Wege. Die SY Selivra segelt zwei Buchten weiter Richtung Süden, und wir zwei Buchten Richtung Norden in die Maya Cove. Es waren Gott sei Dank nur 1,5 sm, denn wieder einmal hatten wir den Wind auf die Nase. Unser lieb gewordener Freund Raul aus St.Petersbourg Florida ist Vizepräsident für den Charterbereich von Marine Max, das hier in der Maya Cove Marina seinen Stützpunkt in den BVIs hat. Schon im August 2014 haben wir von einem möglichen Wiedersehen auf den BVIs gesprochen, aber natürlich wussten wir noch nicht, ob und wann. Schön das es geklappt hat. Wir dürfen hier in der Marina liegen und ich genießen eine ausgiebige warme Dusche. Ja, es sind auch die Kleinigkeiten, die uns sehr freuen.

ROAD TOWN

Florian Road Town ist die Hauptstadt der BVIs und der Hauptort auf Tortola. Die Stadt (wobei "Stadt" ist stark übertrieben) ist gespickt mit Banken, Steuerberatungskanzleien und allem, was zum Finanzsektor gehört. Man könnte gar meinen die BVIs seien ein Steuerparadies. Im Übrigen ist Road Town schmucklos und hat keinerlei Flair - aber wegen netter Orte kommt man auch nicht auf die BVIs. Wir haben hier lediglich WIFI genutzt und uns zu unverschämt teuren Preisen verproviantiert. Und dann gab es doch ein nettes Highlight. Ein Geschäft verkauft perlengefüllte Austern, die man nach Öffnung in ein nettes Schmuckstück einlegen kann. Martinas Augen haben bei Entdecken dieser Besonderheit so aufgeleuchtet, dass ich ihr einen solchen Schatz geschenkt habe. Jetzt habe ich eine ganz besonders außergewöhnlich glückliche Frau.

TORTOLA

Martina Endlich auf den BVIs angekommen, dann gut ausgeschlafen und jetzt können die neuen Abenteuer beginnen. Wir liegen in einer sehr seichten Bucht, die auch nur eine schmale Durchfahrt durchs Korallenriff bietet. Die Charterfirmen verbieten Charteryachten die Einfahrt in diese Bucht. Das ist auch der Grund warum hier nur 3 Schiffe liegen, und alle sind wir aus Österreich. Die Selivra mit Doris und Hans-Peter die wir schon aus Grenada kennen, und die Onotoa mit Sylvia und Helmut. Zwei Wiener auf ihrem 38 Fuß Katamaran die schon seit Jahren 6 Monate auf ihrem Schiff und dann wieder 6 Monate zu Hause verbringen. Es gibt natürlich wieder sehr viel zu erzählen und noch mehr Wissenswertes zu erfahren. Wir genießen es wieder mit Österreichern zusammen zu sein und verabreden uns zu einer kleinen Grillerei am Strand.

ÜBERFAHRT BVIs

Florian Gleich nach Sonnenaufgang haben wir uns vom Steg der Rigger in die Bucht verlegt. Danach Ausklarieren und letzte Internetaktivitäten. Um 16:00 Uhr wollen wir durch die Brücke von der Lagune ins offene Meer. Um 15:30 Anker auf und Anstellen für die Brückendurchfahrt. Fünf Minuten vor Brücke auf zieht eine heftiger Squall durch die Lagune - White Out - man sieht nichts mehr und der Wind peitscht die Regentropfen übers Wasser. Die Schiffe vor uns - übereilig und daher zusammengedrängt - haben ihren "Spaß" nicht zusammenzukrachen. Ich halte guten Sicherheitsabstand. Dann geht die Brücke auf und eine riesige Motormegayacht schiebt sich Zentimeter um Zentimeter durch. Zeit lassen nur nicht hudeln - denke ich; bei Seitenwind ist das Warten in Position schwierig. Schließlich ist die Motoryacht durch und die Kolonne setzt sich in Bewegung. Als letzte gleiten wir zwischen den Fahrbahnen hindurch. Wir sind wieder auf dem offenen Meer. Mit ausgebaumter Genua und Fock - Passatbese...