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Posts mit dem Label "Ionisches Meer" werden angezeigt.

MANCHMAL GEHT NICHTS WEITER

Florian Obwohl die Nacht nicht angenehm war, fühlte ich mich am Morgen halbwegs ausgeschlafen – als wir aufwachten war es allerdings bereits 9:30 Uhr. Ein ordentliches Frühstück mit Ham and Eggs brachte uns wieder auf Touren. Voll motiviert gingen wir um 10:30 Uhr Anker auf und motorten aus unserer Bucht. Draußen – windstill. Nach einer Stunde gegen das vom Gewitter unangenehm aufgewühlte Meer entschieden wir uns für einen Badestopp. Um 16:00 Uhr ging´s weiter – wieder windstill, wieder gegen die Welle – Hochschaubahn; Martinas Gesicht war konzentriert auf den Horizont gerichtet und wechselte in Richtung gelb-grün. Ich fungierte als ihr „Hörbuch“ und las ihr aus einem alten Profil vor wie Europa 2050 aussehen könnte – na ich bin gespannt. Wegen der mühsamen Fahrt reduzierten wir unsere Tagesstrecke auf insgesamt 23 Sm und legten uns in die Cala de Sa Calobra – auch bekannt als „Felsenpforte“; sehr beeindruckend!! Tolle Felsformationen um eine Flussmündung getrennt vom Meer durch eine 5...

DIE REPARATUR

Florian:  Das blöde bei Motorproblemen ist, wenn man die Ursache nicht kennt. Jetzt kenne ich einen Motor zwar prinzipiell, aber ein Fachmann bin ich natürlich nicht. Ich habe nur zwei Hände und ein logisch funktionierendes Gehirn. Wenn ein Motor überhitzt, dann kühlt er nicht ausreichend.  Also Kühlschläuche kontrolliert. Wir haben eine Zweikreiskühlung; ursprünglich hatte das Schiff eine Einkreiskühlung. Nachdem die Kühlwasserpumpe läuft und ich die Schläuche direkt an den Motorblock angeschlossen hatte und beim hinteren Ende nur ein kleines Rinnsal Wasser herauskam nahm ich an, dass der Motor mit Kalk verlegt sei. Der Mechaniker, der am Morgen den Motor inspizierte meinte nur, ich solle an der Stirnseite den Deckel abschrauben und kontrollieren. Als ich das mache, stelle ich fest, dass dort ein Thermoventil eingebaut ist. Eigentlich eh klar – ist das Wasser noch kalt, bleibt das Ventil zu und der Motor kommt rasch auf Betriebstemperatur; ist der Motor dann warm, öffnet sich...

DAS BESTE BIER MEINES LEBENS

Florian Die folgenden Zeilen dienen nicht der Verstärkung der Einschaltquoten auf unserer Homepage. Alles ist tatsächlich genau so passiert. Manchmal denke ich; sitzt der Teufel irgendwo und legt ein Gewicht nach dem anderen auf meine Schultern und schaut wie viel ich aushalte, bevor ich zusammenbreche. Aber der Reihe nach… Unsere Maschine war also nur  für ca. 5 Minuten einsatzfähig, bevor sie überhitzt und wir sie abschalten mussten. Ich wusste also, dass wir für das Anlegemanöver in der kleinen Marina neben dem großen Hafenbecken in Reggio Calabria nur eine Chance hatten. Wir sind also unter Segel aufgekreuzt, 25-30 Knoten Wind, 1. Ref in Groß und Fock. Ca. ½ Seemeile nördlich von der Hafeneinfahrt; dann also Groß geborgen, Fock auf 1 m² verkleiner und mit ca. 2 Kn Fahrt vor dem Wind Richtung Hafen. Martina bringt die Fender aus. 100m vor der Hafeneinfahrt ein Aufschrei von Martina – „Ich hab den Fender verloren“. Einer unserer neuen Fender treibt 30 m Steuerbord von uns vor dem...

MOTOR KATASTROPHE

Martina Also gestern sind wir frohen Mutes, von unserem eher unangenehmen Ankerplatz ( ich habe im Salon am Boden geschlafen, da wackelt es nicht so sehr) aufgebrochen. Unser Thunfisch Angelköder Nach einiger Zeit ist der Wind wieder ein Mal total eingeschlafen, das kennen wir ja schon. Motor starten und weiter geht`s Richtung Strasse von Messina. Plötzlich raucht der Motor schrecklich, der Motoralarm pfeifft, schnell Motor abdrehen und feststellen was los ist. Florian schaut und meint, wir müssen irgendwo anlegen um die Ursache genau überprüfen zu können. Die nächste Möglichkeit ist der Industriehafen von Salina Joniche, die Einfahrt ist auf der STB Seite angeblich versandet. Also vorsichtig! Bei leichtem Wind steuern wir gegen 14h den Hafen an,  na das schaut nicht gut aus, langsam, langsam, stopp, stooooooooooop zurück, da ist es viel zu seicht, das kann sich nieeeeeeee ausgehen. Deshalb zurück und vor der Einfahrt im Schwell ankern, mit dem Dingi erkunden. Na das war aber knapp...

CAPO SPARTIVENTO

So jetzt ist auch mein Handy Geschichte, eine weitere Abnabelung! Sind heute schon um 7:30 abgefahren, da wir eine weite Strecke vor uns haben. Ca 50 Sm wollen wir zurücklegen. Bei besten Segelbedingungen, mit bis zu 18 Kn achterlichem Wind, sind wir mit teilweise über 7Kn  schon fast geflogen. Herrlich, so lässt es sich segeln. Wir passieren das Cap Spartivento um 17:30 Jetzt liegen nur noch ca. 60 Sm vor uns bis zur Strasse von Messina.Also das schaffen wir in 2 Tagen wunderbar, denn da sind so gut wie keine Winde angesagt, denn man darf durch die Strasse von Messina nicht segeln, und mit der Esperanza gegen Wind und Welle anzutreten ist nicht sehr effizient. Ich werde auch ein Kochbuch von unserer Reise schreiben, vorerst ist der Plan nurRezepte online zu stellen die in max. 20min fertig sind. Also schnelle Küche an Bord. MAHLZEIT

HIGH LIGHT

Martina Wir fahren wieder etwas zu spät, denn der Käpten muss ausschlafen, dann laufen, frühstücken und Büro Emails beantworten, um ca 11h von la Castella ab. Perfekt, der Wind aus N, so wie vorausgesagt und für uns genau richtig. Wir setzten Segel und wollen heute gerne 40sm Richtung Messina schaffen. Keine 15min später, Flaute, die Segel schlagen, Wellen von allen Seiten, Windmesser dreht sich im Kreis und weis auch nicht mehr wie er den Wind anzeigen soll. Ich wundere mich nicht mehr, dass es hier keine Segler gibt, wer hat schon Spaß an so einem Durcheinander. Ok, trotzdem wir müssen ja weiter, also nach einigem Hin und Her, schaffen wir doch einige Meilen Richtung SW. Dann plötzlich, wer hat den Schalter umgedreht, absolute Flaute. Motor an und weiter geht`s. 2 Std. später dreht wieder jemand am Schalter und dieses Mal der Richtige, wir segeln mit bis zu 16Kn Wind, unserem Ziel entgegen. Jetzt geht sich doch noch alles aus. ÄHTSCH, wer hat denn jetzt schon wieder den Schalter gedr...

DEM BERMUDADREIECK ENTKOMMEN

Martina Um 15.30 sind wir nach denkbar ungünstigen Winden, in La Castella angekommen. Es war unglaublich, für die letzten 2 sm Luftlinie mussten wir 6 sm fahren, da die Welle unbarmherzig gegen uns stand. Auffällig ist auch, dass in diesem Gebiet sehr viele Wracks liegen, an Stellen wo es keine Untiefen oder andere erkennbare Gefahren gibt. Wie Einheimische später erklärten, liegt hier eine spezielle Situation vor: das Mittelmeer bildet hier einen Pass. Dazu kommt noch, dass zwischen Sizilien und Italien ein Düseneffekt den Wind beschleunigt, und noch dazu steigt vor Castella der Meeresboden innerhalb von 5 sm um über 1.000 Meter an. All das führt dazu, dass man vom 2 sm entfernten Cap Castella nicht direkt La Castella anlaufen kann. Es ist wie verhext. Diese Situation hat uns dazu bewogen über eine weitere Nachtfahrt nachzudenken - Florian hat ja gesagt, er mag die Nachtwachen sehr gerne, ich meine, wenn er sie so gerne mag, darf er gleich alle machen - aber leider, das mag er dann do...

JA DIE ZEIT

......... natürlich hat uns schon wieder die Grossstadtzeitrechnung einen Strich durch die Rechnung gemacht. Am 28.07. sind wir um 12:30h von der Marina di Leuca aufgebrochen um in ca. 24 Std. ca. 60 sm, also eine Nachtfahrt inklusive, den Golf von Taranto zu queren. Ja aber, erstens sind wir nicht auf der Südosttangente, und zweitens haben wir nicht mit den absoluten Flauten gerechnet. So schlecht war das Wetter nicht vorausgesagt, aber wir tümpelten bei spiegelglatter See, und dass ist nicht das Angenehmste das man sich vorstellen kann. Abgesehen davon hat uns die Strömung um ca 5 Seemeilen wieder Richtung Norden versetzt.  Früher dachte ich auch, naja, "null Problemo, kein Wind also warten wir halt". Aber meine Meinung hat sich deutlich geändert. Dümpeln heißt: unkontrolliert durch die Gegend geschaukelt zu werden. Küche geschlossen, aber das macht nach einem herrlichen Jägerschnitzerl zu Mittag auch nichts. Immer wieder kommt eine leichte Brise auf, aber die kommt nicht w...

BELLA ITALIA WIR KOMMEN

Florian 26.07.2013 Heute gab es Chilli con Carne (mild); aus Dezember 2012 – hat Martina schon voraussichtig eingerext. Ich koche, Martina umarmt den Kübel. Wir hatten eine eher unruhige Nachtfahrt von Lastovo. Unter Passatbesegelung (Schmetterling mit ausgebaumter Fock und Genua) rollte das Schiff heftig in der Kreuzwelle (1-2m). Die Tauchflaschen im Bad machten sich auch selbständig. Das AIS (Automatic Identification System) ist großartig. So sehen wir jedes Schiff mit Kurs, Geschwindigkeit, Zeitpunkt und Distanz des nächsten Kontakts bereits Lange (zumindest eine Stunde) zuvor. Danke nochmals an Helmut (Martinas Papa) für die mühsame Installation (wenngleich nun das Licht im Kasten auch nur leuchtet, wenn das AIS eingeschaltet ist – wir haben eben ein Schiff mit persönlichen Besonderheiten). Ich überlasse Martina die Nachtwachen vom 20:00-23:00 Uhr und von 02:00 – 05:00 Uhr. Vom Gefühl her hat man dann nur eine Wache, da man bis 23:00 Uhr ohnedies noch nicht richtig müde ist. Um 4:2...