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SAVOIR VIVRE

Florian

In der Früh bin ich gleich um Stangenbrot (Bernhard Bartholmes nennt es doch tatsächlich so in seinem Karibikführer) gelaufen; damit waren die morgendlichen 5 km absolviert. Danach 10 Minuten Schwimmen, um mein Kreuz freundschaftlich zu stimmen. Anschließend gutes Frühstück (Banane und Schinken/Käse-Baguette mit weichem Ei).

Danach kurz - zu Verdauungszwecken - Internetzen und schließlich mit Fahrrad und Laufschuh zum höchsten Punkt der Insel (Le Chameau, 309m) - fantastischer Ausblick über Les Saintes.





Und schließlich zum Abkühlen weiteres Rumpfabschrubben.



Danach klingt der Tag mit intellektuellem Essen aus. Thema unseres heutigen Abendessens: "Gummiadler"
Das Hendl, das wir in Guadeloupe gekauft haben war bester Hartgummi. So etwas habe ich noch nie gegessen. Ich war der Meinung, dass ein Hendl niemals zäh sein kann - massiv gefehlt und wieder dazugelernt. Die Erörterung des Problems hinterlässt bei mir folgenden Lernerfolg: österreichische Hendln sind Hühner und Hähne gleichermaßen. Ein Suppenhendl - so etwas haben wir offensichtlich gekauft - ist ein weibliches - daher eierlegendes - Huhn. Sobald dieses keine Eier mehr legt, wird es zum Suppenhuhn (und nur dazu sollte es verwendet werden, denn essen kann man diesen Gummiadler nicht). Unsere Grillhendln wiederum sind tatsächlich Hähne (unsere deutschen Nachbarn nennen sie auch korrekt Grillhähnchen). Irgendwo müssen ja die 49% männliche Hendlbevölkerung enden.. Also zum Verzehr sind nur (männliche) Hähne geeignet, die sind vom Eierlegen noch nicht so ausgezehrt und haben daher ein zartes Fleisch.

So viel intellektuelle Fortbildung macht natürlich müde und daher geht´s - mit der Tante Jolesch - früh ins Bett.

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