Direkt zum Hauptbereich

YOKO KOCHT

Martina

Vor einigen Tagen ist die SY Pia neben uns vor Anker gegangen. Wir kennen die Yacht nur von der Funkrunde bei unserer Pazifiküberquerung. An Bord ist Bryan aus England und Yoko aus Japan, aber sie leben seit 25 Jahren in Kanada.
Technische Probleme bringen die Kapitäne immer rasch zusammen, denn man versucht so rasch als möglich so viel Information als möglich zu bekommen. Wo kann man was kaufen, wer repariert was, wo gibt`s Wasser? Dinge, die viel unnötige Zeit in Anspruch nehmen können, wenn man in einer fremden Stadt zu suchen beginnt. Wir helfen natürlich gerne und während die Männer über Technisches Fachsimpeln, unterhalten wir uns über praktische und nicht minder wichtige Dinge, z.B. wo ist die nächste Wäscherei, wo ist der nächste Carrefour, und wie kommt man zu einer Internetverbindung?
Yoko ist mir auf Anhieb sehr sympatisch und ich frage sie, ob wir gemeinsam auf der Esperanza japanisch Kochen könnten. Nachdem sie auch sehr gerne kocht, ist sie gleich begeistert, und wir treffen uns 2 Tage später, um gemeinsam einkaufen zu gehen.
Es ist herrlich, sie erklärt mir sehr viele japanische Produkte und wir entscheiden uns für Zutaten für Sushi, Maki, Futomaki, Misosuppe und gebratenem Tofu.


Yoko kommt mit einer vollen Tasche an Kochutensilien, mit dabei ist unter anderem ein extra scharfes japanisches Messer, ihre langen Kochstäbchen, ein Keramikmörser für die selbstgemachte Sesampaste und vieles mehr.


Einige Zutaten die man hier nicht bekommt hat sie auch mit dabei, wie z.B. Dried Kelp (getrockneter Seetang), Mirin (japanischer Kochwein) und salzige Pflaumen.
Yoko hat so schnell gekocht, dass ich mit dem Mitschreiben kaum nachkam. Lustig fand ich, dass ich beim Einrühren des marinierten Essigs in den heißen Sushireis den Essigdampf mit dem Fächer wegfächeln musste.


5 verschiedene Sushi und Maki Füllungen, die Suppe und der Tofu, alles in unserer kleinen Küche, das war eine Herausforderung und ein tolles Erlebnis.


Unsere Männer kamen etwas später an Bord und wir genossen ein original japanisches Abendessen. Es war einfach köstlich!



Beliebte Posts aus diesem Blog

GUTE GEFÄHRTIN

Martina Nachdem die Esperanza ihre dritte Weltumsegelung geschafft hat, möchte ich euch meinen Rückblick auf diese wunderschöne Zeit nicht vorenthalten. Wir sind als Ehepaar und perfektes Team losgesegelt. Jeder hatte seine Aufgaben und wir haben uns wunderbar ergänzt. Das Vertrauen sich auf den Anderen verlassen zu können war immer da. Ich habe trotz meiner Seekrankheit meine Aufgaben an Bord immer wahrgenommen, war immer mit Rat und Tat zur Stelle und habe zu vielen Verbesserungen und auch Vermeidungen von größeren Problemen beigetragen. Somit habe ich einen großen Anteil an dieser gelungenen Weltumsegelung von Florian beigetragen. In über 5 Jahren habe ich auf der Esperanza 25.215 Seemeilen zurückgelegt, das spricht für sich. Die letzten von Florian alleine gesegelten 7.842 Seemeilen haben ihm, wie er selbst schreibt, viel Angst und Anstrengung gekostet, und das obwohl er die langen Strecken mit sogar 2 Helfern an Bord zurückgelegt hat.   An dieser Äußerung ist deutlich zu erken...

BALI TÄNZE

22.9./23.9.2018 Martina Mit einem kleinen Mietauto mache ich mich alleine auf den Weg durch Bali. Mein Navi führt mich über enge, steile Straßen Richtung Süden. So steil, dass man hier abwartet, bis das Auto vor einem den Stieg geschafft hat, erst dann fährt man selbst auch hinauf. Man hupt vor den engen steilen Kurven, damit man einen möglichen Entgegenkommenden warnt. Das alles bei Linksverkehr und hunderten Mopeds, die wie lästige Gelsen von überall nach überall fahren und mir teilweise dreispurig entgegen kommen. Nach anstrengenden 2 Stunden Fahrt erreiche ich mein erstes Ziel. Die "Jatiluwih Rice Fields" sind ein UNESCO Kulturerbe. Diese liegen etwas abgelegen von den gängigen Reiserouten und somit ist es nicht ganz so touristisch. Außerdem sind die Straßen so eng, dass es kein Autobus hierher schaffen würde. Ich bin überwältigt und genieße diese beruhigende Harmonie der Reisfelder. Am Strassenrand blühen die Weihnachtssterne und ich bekomme Heimweh. Voll bepackte LKWs u...

AN DIE ARBEIT

Florian Um 6:00 Uhr war Tagwache - Helmut (der Schwiegerpapa) hat eh Jetlag. Die ersten Diagnosen - Starterbatterie, Amperemeter hinüber; die Bordbatterien sind o.k.. Also ab nach Colon neue Teile kaufen. In der Zwischenzeit dringt Helmut in die Tiefen der Bordelektrik vor. Im Schiff herrscht Großbaustelle - Martina verzupft sich auf das Nachbarschiff; auf der ESPERANZA kann sie nicht einmal in Spitzenschuhen stehen. Helmut bringt den Motor wieder in Gang; die Lichtmaschine gehört noch gebändigt und der Laderegler benötigt Aufmerksamkeit. Noch einiges ungelöst. Ich montiere das neue Amperemeter und vernichte dabei eine Sicherung (man soll nicht + mit - verbinden); schließlich funktioniert die neue Anzeige. Danach erklimme ich den Mast und montiere die neue UKW Antenne - die passt. Das gebastelte Ankerlicht baue ich ab - wir haben eine neue Dreifarbenlaterne samt Ankerlicht bekommen. Also morgen wieder in den Mast. Um 19:00 Uhr machen wir Schluss - ist eh schon dunkel - und Martina ...