Direkt zum Hauptbereich

ENDLICH


Martina

Genau so, dachten wir, muss segeln doch auch sein können!!!

Um 7h leutet unser Wecker, wir liegen bei der Tankstelle und müssen bis 8h weg sein, kein Problem, denn wir haben guten Wind angesagt, ich hoffe der Wind weis das auch.
Raus aus der Marina und Richtung Strasse von Bonifacio. Ein Segelrevier das unter schlechten Wetterbedingungen auf Grund von Riffen, jede Menge Untiefen, und Düseneffekt zwischen Korsika und Sardinien nicht unterschätzt werden soll. Die Fahrt um das südöstliche Kap " Punta de Sperono" wird in den Küstenhandbüchern nur bei gutem Wetter und nur unter Tags bei guter Sicht empfohlen.




Deshalb wollten wir schon rechtzeitig aufbrechen um diese möglichen Gefahren auszuschließen. Ja, und der Wind hat gehalten was er versprochen hat. Mit gemütlichen bis zu 10Kn Wind konnten wir bei raumem Wind bis zu 6 Kn Fahrt machen. Es war herrlich, Segel rauf und 6 Std. später wieder Segel runter. Als wir Porto Vecchio passierten, hörten wir einen Funkspruch zwischen Port und einer Luxusmegayacht:


Auf die Frage wie viele Personen an Bord sind, kam die Antwort:" 13 people crew and 2 passengers", das machen wir dann nach unserer Weltumsegelung auch. Bei der Einfahrt in das mit Untiefen verseuchte Gebiet haben wir die Maschine gestartet, Plotter gezoomt und ich war am Ausguck am Bugsprit. Problemlos durch den Felsenjungel haben wir um 15h den Anker auf 10m Wassertiefe fallen gelassen und liegen jetzt in einer Südbucht auf der Privatinsel Ile de Cavallo (leider nicht unsere) und widmen uns jetzt dem Faulenzen.




Beliebte Posts aus diesem Blog

GUTE GEFÄHRTIN

Martina Nachdem die Esperanza ihre dritte Weltumsegelung geschafft hat, möchte ich euch meinen Rückblick auf diese wunderschöne Zeit nicht vorenthalten. Wir sind als Ehepaar und perfektes Team losgesegelt. Jeder hatte seine Aufgaben und wir haben uns wunderbar ergänzt. Das Vertrauen sich auf den Anderen verlassen zu können war immer da. Ich habe trotz meiner Seekrankheit meine Aufgaben an Bord immer wahrgenommen, war immer mit Rat und Tat zur Stelle und habe zu vielen Verbesserungen und auch Vermeidungen von größeren Problemen beigetragen. Somit habe ich einen großen Anteil an dieser gelungenen Weltumsegelung von Florian beigetragen. In über 5 Jahren habe ich auf der Esperanza 25.215 Seemeilen zurückgelegt, das spricht für sich. Die letzten von Florian alleine gesegelten 7.842 Seemeilen haben ihm, wie er selbst schreibt, viel Angst und Anstrengung gekostet, und das obwohl er die langen Strecken mit sogar 2 Helfern an Bord zurückgelegt hat.   An dieser Äußerung ist deutlich zu erken...

BALI TÄNZE

22.9./23.9.2018 Martina Mit einem kleinen Mietauto mache ich mich alleine auf den Weg durch Bali. Mein Navi führt mich über enge, steile Straßen Richtung Süden. So steil, dass man hier abwartet, bis das Auto vor einem den Stieg geschafft hat, erst dann fährt man selbst auch hinauf. Man hupt vor den engen steilen Kurven, damit man einen möglichen Entgegenkommenden warnt. Das alles bei Linksverkehr und hunderten Mopeds, die wie lästige Gelsen von überall nach überall fahren und mir teilweise dreispurig entgegen kommen. Nach anstrengenden 2 Stunden Fahrt erreiche ich mein erstes Ziel. Die "Jatiluwih Rice Fields" sind ein UNESCO Kulturerbe. Diese liegen etwas abgelegen von den gängigen Reiserouten und somit ist es nicht ganz so touristisch. Außerdem sind die Straßen so eng, dass es kein Autobus hierher schaffen würde. Ich bin überwältigt und genieße diese beruhigende Harmonie der Reisfelder. Am Strassenrand blühen die Weihnachtssterne und ich bekomme Heimweh. Voll bepackte LKWs u...

ÜBERFAHRT NACH KOLUMBIEN

Martina 25.4.2015 Wir haben Kuba also wie geplant am 25.4. in der Früh verlassen. Vor uns liegen ca.580 sm und wir rechnen mit 5 Tagen und 4 Nächten. Zwischen Kuba, Haiti und Jamaika gibt es bekanntlicherweise entweder viel Wind oder nur umlaufende Schwachwinde. Unser Hauptaugenmerk lag aber auf die zu erwartenden Windverhältnisse vor dem Kap Aguja in Kolumbien. Denn am Festland ragt ein 5395 m hoher Berg in den Himmel. Dadurch entstehen hier laufend extrem starke Winde. Unter Seglern als eine sehr schwierige Strecke bekannt, Wind und Welle machen einem das Leben schwer. Es wird empfohlen den Bereich gut zu beobachten und mit einem Abstand von 100 sm zu umfahren. Schon mein Vater hat von einer seiner schwierigsten Überfahrten von den ABC Inseln (Curacao) nach Panama berichtet. In den Papierseekarten finden wir seine Wegpunkte mit einem Abstand von nur 50 sm. In unserer ersten Nacht auf der Höhe von Jamaika, kommt schön langsam Wind auf. 26.4.2015 Gleich nach der südöstlich von Jamaika ...