Florian
Um knapp nach neun Uhr war Gottfried, ein Mechaniker, bei uns an Bord. Es sollte ein Kompressionstest durchgeführt werden, um den Motor zu analysieren (quasi ein Motor-EKG). Die Halterungen der Einspritzdüsen wurden bei allen drei Zylindern entfernt und dann versucht das Messgerät in diese Öffnung eines Zylinders einzuführen. Aber irgendetwas passte nicht. Wunderbar, da fährt man zum Volvo Penta Mechaniker und sein Werkzeug passt nicht am Volvo Penta Motor. Gottfried zog ab, um das Werkzeug für unsere Bedürfnisse zu adaptieren. Da war es 11:00 Uhr.
Martin von der ALIEN und ich machten uns weiter über den Motor her. Ich reinigte ihn mit Diesel. Wir bauten die Luftfilter ab, entrosteten und lackierten sie. Wir zerlegten und reinigten das Kühlsystem, versuchten aus der Verkabelung der (nicht mehr originalen) Lichtmaschine klug zu werden und inspizierten die abenteuerliche 3 x 50 Ampere gebastelte Sicherung nächst dem Schwungrad – die wird durch eine handelsübliche sichere Sicherung ausgetauscht. Wir werden einige Bastellösungen an Bord so weit als möglich durch Originalteile und gekaufte Komponenten ersetzen.
Um 16:00 Uhr kam Gottfrieds Gehilfe vorbei und teilte uns mit, dass das Werkzeug fast fertig sei und sie morgen um 9:00 Uhr weitermachen würden. Naja, wenigstens haben sie uns nicht vergessen – man wird bescheiden.
Ja und schließlich haben Martina und ich uns noch über den bereits gereinigten Ankerkasten gemacht und den untersten Teil mit Epoxy gestrichen. Wir werden einen Schlauch zum Sammeln des Wassers von der Ankerkette einbauen, damit dieses Wasser nicht frei in die Bilge rinnen kann. Also fad wird uns sicher nicht.