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PAZIFIKÜBERQUERUNG 24.TAG


Florian

11./12.05.2016

Der vorweihnachtliche Advent hat 24 Tage und auch wir werden 24 Tage (und ein paar zerquetschte Stunden) brauchen, um endlich in Hiva Oa anzukommen. Und der Vergleich passt gut, denn auch im Advent war ich (und bin es noch immer)am Anfang aufgeregt, dass es los geht, dann wird die Zeit lange, und es geht nichts weiter, und schließlich steigt der Adrenalinspiegel, je näher das Ziel kommt und die Freude ist riesengroß, wenn es endlich vorbei ist bzw. man angekommen ist.

Um 12:00 Uhr Mittags stellen wir die Uhr wieder ein Stunde zurück, sodass wir nun Bordzeit UTC +9 Stunden bzw. Österreich +11 Stunden haben.

Und auch ganz zuletzt bekommen wir nichts geschenkt. Nachdem ich festgestellt habe, dass ca. 20sm vor der Insel Hiva Oa drei Untiefen existieren (also eigentlich gewaltige Unterwasserberge), die von Süd nach Nord aus 4000m Tiefe auf 54m, 18m, und 454m unter Meeresspiegel ansteigen, da habe ich den Kurs schnell wieder geändert und wir haben uns von unserer südlichen Breite wieder nach Norden gearbeitet.



In der Nacht hat der Wind abgenommen und so schlagen die Segel wieder und wir müssen mehrfach die Segelstellung ändern, um an der nördlichsten Untiefe 2 sm nördlich vorbeizukommen. Danach geht es wieder - im Endspurt - nach Südwesten. Martina übergibt um 04:00 Uhr die Wache an mich. Bei der Untiefe kommt der Wind von der falschen Seite und es bremst und auf 2,5 Knoten herunter - offenbar gibt es hier gewaltige Strömungen. Als wir die Untiefe hinter uns lassen, wird´s wieder normal.

Und dann im ersten Morgengrauen um 05:25 Uhr Bordzeit - LAAAAND!! Hiva Oa taucht aus der Nacht auf - ich hole Martina, sie jubelt kurz dem Land entgegen und verschwindet wieder in der Koje. Ich empfinde Erleichterung und eine breite Zufriedenheit.



Jetzt müssen wir noch einen geeigneten Ankerplatz finden. Die Ankunftswette wird offenbar auch ganz spannend und knapp.

Position 12.05.2016, 16:00 UTC, 09°50´S 138°51´W, Log 4502, etmal 120sm, Es geht uns sehr, sehr gut!"



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