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ÎLOT MAÎTRE

07.10.2017

Martina

Am Abend des 06.10. sind wir in das im NW von Port Moselle gelegene Hafenbecken gefahren, um die Schweißarbeiten an unserem Bugsprit machen zu lassen. Bei 20 Knoten Seitenwind war das nicht einfach, aber beim zweiten Anlauf schafft Florian das Manöver und kratzt nur ein wenig mit den Beschlägen an der Kaimauer. Bruno hat uns schon erwartet, konnte aber wegen des zu starken Windes die Schweißarbeiten nicht erledigen. Er ist so nett und kommt morgen am Samstag um 5:30 Uhr, wenn der Wind nicht so stark ist.


Das ist an und für sich kein Problem, nur die Hafenmauer des gesamten Hafenbeckens macht nach 60 cm einen Sprung nach hinten und das bereitet uns bei einem Tidenunterschied von 1,30 Metern Kopfzerbrechen. Ich mache am Abend noch eine Runde durch die Werft auf der Suche nach einem geeigneten dicken Gegenstand zum Abfendern. Bei einem riesigen Schwimmsteg an Land finde ich einen großen Styroporteil, der sich an unserer Bordwand als sehr hilfreich erweist. Niedrigwasser ist für 2:40 in der Nacht anberaumt, und so stellt sich Florian den Wecker für 2 Uhr.

Unser Schlaf ist sehr leicht, aber unsere Fendersysteme haben uns knapp aber gut vor Schrammen geschützt.


Bruno kommt mit den ersten Sonnenstrahlen mit seiner Gerätschaft an Bord und nach einer Stunde ist alles perfekt erledigt. Leider kehrt auch der Wind rasch zurück und so haben wir Mühe mit unserer Esperanza ohne Bugstrahlruder bei auflandigem Wind von der Hafenmauer abzulegen. Aber es gelingt uns schließlich doch auf Anhieb und jetzt gehts direkt hinaus zur Îlot Maître.

Gemütlich und gerade richtig zum wieder Eingewöhnen unserer Seglerbeine segeln wir die 3,5 Seemeilen zu dieser kleinen Sandinsel vor Noumea. Auf den letzten Metern begleiten uns zwei Delfine zu unserem Ankerplatz und übergeben uns an eine große Wasserschildkröte, die unser Ankermanöver aus sicherer Entfernung kontrolliert.


Also wie ihr seht sind wir in sicheren Händen und ihr müsst euch die nächsten Tage keine Sorgen um uns machen.

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